Friday, March 21, 2008

Pascal Couchepin: Mörgeli, Mörgele, Mengele ?

Bundesrat Pascal Couchepin - lange wurde im Fall: Mengele - Mörgeli über seine genaue Wortwahl in der Komissionssitzung gerätselt - jetzt kann endlich Klarheit geschaffen werden, denn die Sitzungen werden auf Tonband aufgenommen - ein gefundenes Fressen für Christoph Mörgeli !

Der Wortlaut von Bundespräsident Pascal Couchepin geht etwa so:

(...) sonst kommt man zu Forschungen des Doktors ... (Pause)... Ich dachte er heisst Dr. Mörgele, aber er heisst Dr. Mengele (...)"

Wer mal reinhören möchte, kann das hier tun.

Für SVP Nationalrat Christoph Mörgeli ist klar, das war kein Versprecher von Couchepin, das war Absicht ! Pascal Couchepin dementiert...

Wer ist Dr. Josef Mengele ?
Josef Mengele wurde 1911 in Günzburg in Bayern geboren. Seine braune Karriere begann Mengele 1937, als er sich um die Mitgliedschaft in der NSDAP bewarb. Bereits 1943 reiste er nach Auschwitz.

Des Doktors Forschungsschwerpunkt bestand in einer fanatisch geführten Zwillingsforschung. Anfangs noch gewissenhafte Forscherei hinsichtlich verlässlicher Bestimmung der Vererbung beim Menschen und Eruieren des Ausmass der Schäden durch ungünstige Erbeinflüsse - entwickelten sich die Ziele der Experimente des Doktor Mengele höchst verwerflich. Diverse Stimmen über den „Todesengel von Auschwitz“ wollten nicht verhallen. Mengele untersuchte mit Vorliebe jüdische Zwillingspaare, wobei jedes Paar unter den gleichen Lebensbedingungen beobachtet und bei bester Gesundheit in den Tod geschickt wurde - eine laut Josef Mengele ideale Voraussetzung für vergleichende post-mortem Untersuchungen.

Andere Forschungsgebiete Mengeles waren die Untersuchung Zwergwüchsiger als exemplarischer Ausdruck des Abnormen und ein durch völlig körperliche und seelische Erschöpfung entstehendes brandiges Absterben der Wangen, das er aus einer Anlage der Rasse
zu begründen suchte. „Meine sieben Zwerge" nannte der KZ-Arzt seine Opfer.

Auch richtete Dr. Mengele sein Büro sehr skurril ein: Was bei einem Schmetterlingssammler eine Pinnwand mit verschieden Schmetterlingsexemplaren war, fand sich in ähnlicher Ausführung im Büro des Doktors, jedoch pinnte er stattdessen Menschenaugen an die Wand, in welche er zuvor teuflische Flüssigkeiten in den verschiedensten Farben injizierte. Ein Augenzeuge berichtete über Doktor Mengele: „Wenn Mengele selektierte, operierte oder wenn er spritzte war er immer freundlich, hatte ein Lächeln auf den Lippen und immer gepflegte weisse Handschuhe an.“

Ja, mit diesem Mann und seiner Arbeit möchte verständlicher Weise Niemand verglichen werden !

5 Comments:

Anonymous Anonymous said...

also ich find dä bitrag rächt überflüssig uf dem blogg.

diä darstellig vo dä unbeschriebliche greueltate vom mengele sind mir do zu "harmlos" dargstellt!

March 21, 2008 10:45 PM

 
Anonymous Sarah said...

i find dä iitrag guet, ha nämli nöd gwüsst, das me dä tonband uuschnitt cha go losä - jetzt wonin glosät ha, find i dä Herr Mörgeli übertribt masslos und wott sich mit därä ganzä Affärä nur is rampäliecht stellä !

March 22, 2008 12:45 AM

 
Anonymous Anonymous said...

Die Umschreibung genügt, um zu begreifen, was Couchepin da eigentlich gesagt hat. Hätte er diese Zusammenfassung gelesen, hätte er sicher nicht so einen Quatsch rausgelassen !

March 22, 2008 1:07 AM

 
Anonymous Anonymous said...

Ich hab mich sowieso gewundert, wieso die Bänder plötzlich öffentlich sind, Kommissionsunterlagen sind nämlich geheim ! Habe jetzt folgendes dazu gefunden:

(20min): Fünf Nationalratsmitglieder haben vom Ratsbüro einen Verweis erhalten. Sie hatten nach der Sitzung, an der Bundespräsident Couchepin der Versprecher «Mörgele» statt «Mengele» unterlief, gegen die Vertraulichkeit der Kommissionsverhandlungen verstossen.

Vom Büro diszipliniert wurden Christoph Mörgeli (SVP/ZH), Oskar Freysinger (SVP/VS), Lieni Füglistaller (SVP/AG), Jacques Neyrinck (CVP/VD) und Kathy Riklin (CVP/ZH), wie die Parlamentsdienste am Montag mitteilten. Sie wurden darauf aufmerksam gemacht, dass im Wiederholungsfall ein Ausschluss aus der Kommission möglich wäre.

Mörgeli hatte der Sonntagspresse nach der Sitzung der Wissenschaftskommission (WBK) im Februar Auszüge des Protokolls zugespielt. Auch andere Kommissionsmitglieder trugen nach den Erkenntnissen des Büros detaillierte Informationen an die Öffentlichkeit. Sie verletzten so das Sitzungsgeheimnis und mithin ein Amtsgeheimnis.

March 22, 2008 1:17 AM

 
Anonymous Anonymous said...

Nee Pascal, das war jetzt wirklich kein Versprecher, du kannst uns nicht für dumm Verkaufen !

March 23, 2008 6:22 PM

 

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