Ghosts: The World Is Outside (Warner)Manche Bands brauchen ein paar Anläufe, bis es mit dem Durchbruch klappt. Ghosts wurden bereits 2003 in den einschlägigen Brit-Postillen als einer der nächsten großen Pop-Acts in die Hype-Maschinerie geworfen, damals hießen die studierenden Musikanten allerdings noch Polanski. Und dann waren es die Kollegen von Keane, die damals zu den Superstars der Saison wurden. Vier Jahre später treten Sänger Simon Pettigrew und seine Jungs erneut an, das nächste große Ding zu werden, und wenn man sich das langsam anschwellende Raunen über "The World Is Outside" so anhört, dann könnte es sogar gelingen. Aber das sagt noch nichts über die Qualität der Platte aus. Abgesehen vom Opener "Stay The Night", der ordentlich Stimmung macht und täglich im Radio läuft, der in den iTunes-Charts erprobten Single "Musical Chairs" und einigen anderen zuckersüssen Popsongs, bieten Ghosts wenig Originalität. Ihren Rivalen von Keane haben sie immerhin ein wichtiges Element voraus: die - wenngleich spärlich eingesetzte - Gitarre.
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