Thursday, June 21, 2007

Wilco: Sky Blue Sky (Warner)

Als Songschreiber konnte man sich auf Jeff Tweedy schon immer verlassen. Weniger absehbar war die Art und Weise der Umsetzung seiner großartigen Songs mit der ständig wechselnden Besetzung seiner Band Wilco. Auf dem 2002er-Album "Yankee Hotel Foxtrot" versuchte Tweedy sich erstmals an elektronischen Lautmalereien als integraler Bestandteil seiner Kompositionen. Auf "A Ghost Is Born" (2004) perfektionierte er diese Herangehensweise, was zu Irritationen und Brüchen führte, der Qualität dieser Alben aber keinen Abbruch getan hat. Nun sind Wilco mit neuer Besetzung und ihrem sechsten Studioalbum "Sky Blue Sky" zurück. Und, der wesentliche Punkt sei vorweggenommen, die elektronischen Elemente und Klang-Experimente sind komplett aus den Arrangements verschwunden. Das öffnet den Raum für das grossartige Spiel der Musiker, ihre Instrumente effektiv in Szene zu setzten. Klavier, Keyboard, Gitarren und Schlagzeug gehen harmonisch Hand in Hand und entwerfen einen coolen Sound, der an den Westcoast-Pop der 70er-Jahre angelehnt ist und Blues-, Rock- und Jazzessenzen aufgreift.

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