Beastie Boys: The Mix-Up (EMI)Sonderlich glücklich war man bei Capitol Records wohl nicht, als die Beastie Boys ein komplettes Instrumental-Album ankündigten. Doch instrumental sind die Beastie Boys nicht wirklich neu, man denke etwa an "The In Sound From Way Out" aus dem Jahr 1996. Auf "The Mix-Up" arbeitet sich die Band daran nun erstmals auf Albumlänge ab. Für den sample- und rapfreien Neuling sind MCA, Mike D. und Adrock vielleicht nicht die grössten Virtuosen an Bass, Drums und Gitarre - tatkräftig unterstützt von Money Mark an den Tasten und Alfredo Ortiz an den Percussions. Entscheidend bleibt aber doch die Eigenständigkeit und Stilsicherheit der Beastie Boys, die sich auf jedem Album im Allgemeinen und in den neuesten Jam-Sessions im Speziellen manifestiert. So klingt nur die Masche der Beasties. "The Mix-Up" darf sich getrost im Loop und mit Repeatfunktion drehen, denn lässt man sich auf den Funk des Trios ein, kennt diese Platte keinen schlechten Track. Da kann man sich ausnahmsweise mal den Worten der Plattenfirma anschliessen: Die Beasties haben ein Chillout-Album vorgelegt.
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