Friday, September 7, 2007

Phenom Melody (Phenomden) - Style Generator

Phenomden ist zurück. Der Reggae-Sänger schaffte den Durchbruch mti seinem Hit "Cha nüt däfür" auf dem Bonx-it-Riddim und ist seither die Vorzeigedame der schweizerischen Dancehallszene. Nach seinem ersten Album "Fang ah" hat er nun zum Zweiten Schlag ausgeholt und unter dem Namen "Phenom Melody" das Album "Style-Generator" rausgebracht. Um es gleich vorwegzunehmen, das neue Album kann mit dem Erstling nicht verglichen werden, da es eigentlich ein Spass-Projekt ist und nicht dem Dancehall sondern dem Reggae der 80er Jahre huldigt. Billiges Casiokeyboard, närrisches Computerschlagzeug und banale Texte sind das Motto der Scheibe. Beim ersten Durchhören fällt wieder mal das breite Züri-R des Sängers auf und der holprige Dialekt, der zum Reimen eigentlich ungeeignet ist. Trotzdem, auf dem Album sind ein paar stylische Lieder drauf wie "Spam", "Mach dis Ding" und der Knüller "Millenium". Die anderen Songs sind leider teilweise grottenschlecht, "Badi, Badi" kann man schon nach 2 Minuten nicht mehr hören und der mit verstellter Stimme gesungene "Tinitus"-Song ist wahrscheinlich eines der närrischsten Lieder die je auf Schweizerdeutsch gesungen wurden. Stereo Fuchs, der auch einige Tracks dem Album beigesteuert hat, geht auf den Riddims nicht schlecht ab, ein Startenor ist er jedoch auch nicht. Fazit: Das Album hat zwei-drei echt geile Songs drauf, jedoch auch einigen Müll. Wer die 80er nie leiden konnte, wird wahrscheinlich auch durch den Style-Generator nicht unbedingt zum Fan dieser Periode werden. Im Frühling erscheint übrigens das nächste ECHTE Phenomden Album, na dann sind wir mal gespannt.

Tuesday, September 4, 2007

Annakin: Falling Into Place (Phonag)

Hinter Annakin (irgendwie erinnert der Name an Star Wars...) versteckt sich Ann-Kathrin Lüthi. Die Zürcherin war bis vor ein paar Jahren noch Sängerin der TripHop-Band Swandive. Nach dem Split war die zierliche Frau mit der Feenstimme noch als Gastsängerin mit Mich Gerber auf Tour, dann hat man nichts mehr von ihr gehört. Im Gepäck hat sie nun ein Album mit atmosphärisch dichten, ziemlich melancholisch angehauchten Popsongs, denen man früher durchaus das Etikett TripHop hätte aufdrücken können. Das Resultat klingt sehr entspannend und lädt zum träumen ein.