Rom 1. Staffel - neu auf DVD
52 vor Christus: Der große Gallienfeldzug von Gaius Iulius Caesar (Ciarán Hinds) neigt sich dem Ende zu. Die letzten aufständischen Gallier unter Vercingetorix sind besiegt. Doch den stolzen Feldherrn Caesar erreicht eine traurige Nachricht: seine Tochter Iulia, Ehefrau seines Freundes und Co-Konsuls Gnaeus Pompeius Magnus (Kenneth Cranham), ist im Kindbett gestorben. Im Senat fordern die meisten Adeligen und Konservativen unter Marcus Porcius Cato (Karl Johnson) von Pompeius, seinen Freund Caesar endlich als Verbrecher und potenziellen Tyrannen zu erkennen. Doch Pompeius weigert sich nach außen hin noch. Caesars Nichte Atia (Polly Walker) bietet dem alternden Pompeius ihre Tochter Octavia (Kerry Condon) zur Frau an, als Ersatz für die verstorbene Iulia. Atias Sohn Octavian (Max Pirkis) macht sich mit einer Horde Sklaven und einem prächtigen weissen Pferd auf dem Weg nach Gallien, um seinem Großonkel seine Gunst zu erweisen. Unterdessen wird Caesars Standarte, ein goldener Adler gestohlen. Zenturio Lucius Vorenus (Kevin McKidd) und der verurteilte Legionär Titus Pullo (Ray Stevenson) sollen den symbolträchtigen Adler wiederbeschaffen. Eine scheinbar aussichtslose Mission.So beginnt Rom, die Historienserie, die der amerikanische Pay-TV-Sender HBO gemeinsam mit der britischen Rundfunkanstalt BBC produziert hat. Bereits 1998 hatte die damalige Vize-Präsidentin von HBO die Idee eine Miniserie über das Alte Rom zu machen. Im vorchristlichen Rom der späten Republik sollte die Geschichte aus der Sicht eines einfachen Bürgers erzählt werden. Als Produktionspartner und Co-Finanzier fand sich 2002 die BBC und im Frühjahr 2003 entschloss man sich die Serie direkt in den ehrwürdigen Cinecittà-Studios in und um Rom zu drehen. Die Dreharbeiten zur ersten Staffel (12 Folgen) begannen im März 2004 und dauerten bis Mai 2005, also 14 Monate! Die endgültigen Produktionskosten der ersten Staffel betrugen 100 Millionen Dollar, was in etwa dem Budget eines mittleren bis größeren Hollywood-Blockbusters entspricht, wobei HBO 80 und die BBC 20 Millionen beisteuerten.
Die ausufernden Kulissen, Kostüme und Requisiten zeigen Rom von einer Seite, wie sie bisher in Filmen kaum gezeigt wurde. Keine Ansammlung von grauem und glattem Marmor, sondern eine pulsierende, dreckige Metropole in allen Farben und voller Gegensätze, die damals eine Bevölkerung von ca. einer Million besass. Die überfüllten und schmutzigen Armenviertel zum einen, die fast grellbunten, pompösen Paläste der Reichen zum anderen. Während die Armen und einfachen Bürger in schlichte Farben gekleidet sind, können sich die Adeligen bunte Farbtöne für ihre Kleidung leisten, je bunter desto wohlhabender. Auch der Lebensweise der alten Römer wird man hier gerecht. Das ständige Besänftigen der unzähligen Götter durch viele Gebete und Rituale von morgens Aufstehen bis zur Nachtruhe. Eine besondere Authentizität bringen die vielen Statisten, fast durch die Bank gebürtige Römer, die zudem vor der Kamera meist noch ihre wahren Tätigkeiten ausführen.
Fazit: Rom ist nicht nur die teuerste TV-Produktion, sondern auch die beste Historienserie bisher. Hervorragende Gratwanderung zwischen historischer Authentizität und packender Unterhaltung. Grellbunte, freizügige sowie kompromisslose Saga mit authentischer Darstellung der römischen Moralvorstellungen und Lebensweise. Sehr gut ausgearbeitete Drehbücher, vor allem mit vielschichtigen Charakteren. An einigen Stellen nimmt sich die Story vielleicht ein bisschen zu viele Freiheiten von geschichtlichen Aspekten.
1 Comments:
HBO hat ganz allgemein schone viele sehr gute Serien produziert, wer z.B. die Sopranos schon gesehen hat, weiss wovon ich spreche :-)
May 9, 2007 12:47 AM
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