Tuesday, May 27, 2008

Black Belt - neu auf DVD

Im Jahr 1932 erreichen Truppen der Kaiserlichen Armeepolizei eine traditionsreiche Karateschule, um sie zu enteignen und der Armee zu unterstellen. Nach anfänglichem Widerstand der Schüler ändert sich die Situation, als der Meister der Schule stirbt und für seinen schwarzen Gürtel ein Nachfolger gesucht wird. Um das vakante Erbe konkurrieren der hitzköpfige Taikan (Tatsuya Naka), der sich, um seine Ziele zu erreichen, als Ausbilder für die Armee anwerben lässt, der gleichmütige Giryu (Akihito Yagi), der sich als einfacher Bauer zurückzieht, und der unentschlossene Choei (Yuji Suzuki).

Wie so oft im asiatischen Kino geht es auch in "Black Belt" um Ehre, strenge Verhaltenskodizes und die stets bedrohte Wahrung des Gesichts. Die nüchterne und wenig effektheischende Darstellung der Kampfszenen erweist sich durchaus als Vorzug des Films. Doch selbstverständlich sind auch ganz "reale" Karatekämpfer, wenn sie einmal in eine filmische Ordnung überführt sind, keine realen Karatekämpfer mehr, sondern Figuren in einem fiktionalen Zusammenhang. Und gerade hier offenbart "Black Belt" einige Längen, die das ambitionierte Projekt dann doch auf das erzählerische Niveau eines besseren B-Movies zurückwerfen. Insbesondere die Charakterzeichnung bleibt weitgehend stereotyp, zu wenig differenziert, und der dramatische Stoff vermag nicht recht zu fesseln. Wer mit der Technik alter japanischer Filme vertraut ist, wird jedoch schmunzelnd über die typisch übergestikulierenden, schemenhaften Charaktere hinwegsehen, sowie über die halbherzige deutsche Synchro hinweghören können. Denn, wie es diese Filme eigen haben, steht die Action im Vordergrund und die kann sich sehen lassen. Die Kämpfe sind schnell und sehen gut aus. Da kann man auch die Schauspielerei der Personen ignorieren.

0 Comments:

Post a Comment

<< Home