Die Todeskandidaten - neu auf DVD
Für Multimillionär Breckel (Robert Mammone) ist sein neuestes Projekt das ultimative Medienereignis. Ausgestrahlt nur über das Internet, will er zehn Menschen auf einer einsamen Insel um Leben und Tod kämpfen lassen, nur einer soll überleben. Damit die Action richtig fetzt, hat er dafür zehn zum Tode verurteilte Schwerverbrecher aus Gefängnissen überall auf der Welt herausgekauft und jedem von ihnen ein Sprengstoff-Fusskettchen verpasst, das bei Flucht explodiert. In die Luft gehen Kettchen und Träger auch nach Ablauf von 30 Stunden, denn nur so viel Zeit will Breckel den Todeskandidaten geben, um die Action in Gang zu halten. Unter den zehn findet sich auch Jack Conrad (Ex-Wrestler Steve Austin), der in einem Gefängnis in El Salvador auf seine Hinrichtung wartete. Eigentlich sollte er nur als Kanonenfutter für einen Teaser zu einem Araber (Dominic Brancatisano) dienen, der aber mit Leichtigkeit von ihm in die Schranken gewiesen wird. Nun ist Conrad an Bord, hat aber eigentlich gar nicht vor zu kämpfen. Doch ihm bleibt keine Wahl, denn die anderen, allen voran der psychopathische britische Ex-Elitesoldat McStarley (Vinnie Jones) und die japanische Kampfmaschine Saiga (Masa Yamaguchi), werden ihn sonst töten.Wer sich "Die Todeskandidaten" freiwillig zu Gemüte führt, dürfte wissen, auf was er sich einlässt und so banal die Handlung auch ist, so unterhaltsam kann sie umgesetzt werden. Gerade in der ersten Hälfte produziert Regisseur Scott Wiper dann auch schnell ein wunderbares Trashfest, das an die besten Zeiten der "Hirn raus, Action rein"-Unterhaltung erinnert. Angefangen mit der völlig überzeichneten Einführung der einzelnen Kämpfer bis zu ihrem Transport in die "Kampfarena" macht der Film alles richtig, was so ein Film richtig machen kann. Er nimmt sich selbst nicht ernst und hält das Tempo hoch. Der perfekte Partyfilm für eine leicht angeheiterte Gruppe, die sich bei den Flüchen von Vinnie Jones oder des deutschen Kandidaten Helmut (Andy McPhee) bestens unterhalten kann.
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