Todeszug nach Yuma - neu auf DVD
Russell Crowe spielt in Regisseur James Mangolds Remake von "Zähl bis drei und bete" aus den 50er-Jahren den gefürchteten Revolverhelden und Bandenchef Ben Wade, der mit seiner Gang Angst und Schrecken verbreitet. Als er eines Tages eine Postkutsche überfällt und – mit Ausnahme des Kopfgeldjägers Byron McElroy (Peter Fonda), der einen Bauchschuss erleidet - alle Anwesenden tötet, wird er von dem braven Farmer Dan Evans (Christian Bale) beobachtet. Evans, der seit einer Schussverletzung aus dem Bürgerkrieg nur mühsam seine Frau Alice (Gretchen Mol) und seine beiden Söhne mit den spärlichen Erträgen der Farm durchbringen kann, bringt McElroy in das nächste Städtchen namens Bisbee zu einem Arzt. Dank seiner Mithilfe gelingt schliesslich sogar die Verhaftung des Revolverhelden Wade, der nach Contention zum Bahnhof gebracht werden soll, um von dort die Zugreise ins Staatsgefängnis nach Yuma anzutreten – der Zug fährt 3:10 Uhr in Contention ab. Gegen eine Entlohnung von 200 Dollar – Geld, das Evans dringend braucht – erklärt sich der Farmer dazu bereit, den Schurken an den Bahnhof zu überführen. Doch Wade erweist sich als gerissener Gauner, der zudem genau weiss, dass seine Kumpane längst eine Befreiungsaktion planen. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit und gegen eine gefährliche Bande, die zu allem entschlossen ist…Während das Original aus den 50er-Jahren vor allem auf die Konfrontation und die psychologischen Dimensionen der beiden grundverschiedenen Hauptcharaktere setzte, verschiebt sich bei James Mangolds Remake der Akzent deutlich in Richtung Action. Christian Bale und Russell Crowe wissen beide in ihren Rollen zu überzeugen und tragen so einen erheblichen Anteil daran, dass "Todeszug nach Yuma" trotz seiner Abkehr vom reinen Psychoduell, dem das Original seinen eigenen Reiz verdankt, ein äusserst spannender Film ist, der bis zur letzten Pistolenkugel fesselt – zumindest dann, wenn man klassische Western mit jeder Menge Action, Blei und Testosteron zu schätzen weiss. James Mangold beweist mit diesem Film erneut seine enorme Vielfalt und Beschlagenheit in verschiedensten Filmgenres. Ob die Renaissance des Westerns aber von langer Dauer sein wird, darüber kann man nur spekulieren.
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