Das Vermächtnis des geheimen Buches (National Treasure 2) - neu auf DVD
Der unorthodoxe Schatzjäger Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) und seine Truppe um Kumpel Riley Poole (Justin Bartha), Vater Patrick (Jon Voight) und die Historikerin Abigail Chase (Diane Kruger) haben nach der Entdeckung des legendären Schatzes der Freimaurer und Tempelritter Berühmtheit erlangt. Doch das private Glück zwischen Gates jr. und Chase hat nicht gehalten. Das Paar lebt frisch getrennt, wird aber dennoch durch einen neuen Fall wieder vereint. Der dubiose Geschäftsmann Mitch Wilkinson (Ed Harris) behauptet, dass Gates‘ Ur-Ur-Großvater zu den Verschwörern gehörte, die am 14. April 1865 US-Präsident Abraham Lincoln (Glenn Beck) ermordeten. Im Tagebuch des Attentäters John Wilkes Booth (Christian Camargo) sollen sich Hinweise verbergen, die die Hintergründe aufklären. Allerdings fehlen diesem historischen Dokument die 18 wichtigsten Seiten. Gates und sein Gefolge reisen um den halben Erdball, um das Rätsel zu lösen. Aber nicht nur, dass ihnen Wilkinsons Schergen im Genick sitzen, auch das FBI interessiert sich für Gates, da dieser es für nötig erachtet, den aktuellen Präsidenten der USA (Bruce Greenwood) zur Deutung eines Hinweises vorübergehend zu entführen...Getreu dem eisernen Sequel-Prinzip "höher, schneller, weiter" breitet Regisseur Jon Turteltaub das Spielfeld über die Grenzen der USA bis nach London und Paris aus, um später das Nationale Monument Mount Rushmore in einer ironischen Reminiszenz an Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte" in Szene zu setzen. Das Erfolgskonzept des Originals greift auch in der Fortsetzung. Krawall- und Entertainment-Produzent Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") ist ein gradliniger Geist: "Audiences love to be entertained, but they also love to learn something. But you know, just laying a bunch of historical facts on the screen is going to bore an audience half to death." Und dieser Aussage verschreibt sich auch "Das Vermächtnis des geheimen Buches" konsequent mit Haut und Haar. Die Autoren des Originals, Cormac und Marianne Wibberly verweben einmal mehr kleine historische Abrisse mit dem rasenden Plot, in dem Gates und seine Mitstreiter Rätsel auf Rätsel wie bei einer globalen Schnitzeljagd lösen. Das Vergnügen besteht darin, dass das Drehbuchduo einige historisch kaum bekannte Details ausgräbt und diese locker in die Räuberpistole einflechtet. Das vermengt sich zu einem schmackhaften Unterhaltungscocktail, der einem kaum Zeit lässt, zwischen Fakt und Nonsens zu unterscheiden.
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