The Messengers - neu auf DVD
Die Familie Solomon hat in Chicago einiges durchmachen müssen, weswegen Familienvater Roy (Dylan McDermott) die Seinen jetzt aufs Land beordert, wo er mit dem letzten Rest seines Vermögens eine kleine Farm erworben hat. Die Geschehnisse aus Chicago hängen trotz des Umzugs wie dunkle Wolken über der Familie. Die Beziehung zwischen Mutter Denise (Penelope Ann Miller) und Tochter Jess (Kristen Stewart), die sich im besten rebellischen Teenageralter befindet, ist so nachhaltig gestört, dass die beiden kaum miteinander kommunizieren. Der kleine Sohn Ben (Evan Turner) spricht noch immer kein Wort, obwohl er dazu eigentlich alt genug sein müsste. Doch im Gegensatz zum Rest der Familie sieht er, dass im Haus Geister leben, die mit knackenden Knochen die Wände entlang schlurfen. Die anderen Familienmitglieder ahnen hiervon noch nichts. Denise wundert sich zwar ein wenig, warum ein gerade entfernter Schimmelfleck an der Wand plötzlich wieder auftaucht. Und Roy findet das verstärkte und scheinbar recht koordinierte Aufkommen von Krähen rund ums Haus etwas verwunderlich, aber der Anbau des neuen Sonnenblumenfeldes wird trotzdem in Angriff genommen. Als Jess und Ben eines Tages alleine zu Hause sind, kommen die Geister aus ihren Löchern gekrochen und attackieren das junge Geschwisterpaar. Doch keiner glaubt Jess und so muss sie diesem Mysterium ganz alleine auf den Grund gehen...Unbestritten ist Sam Raimi ein grosser Regisseur, dessen Name meist Garant für gute Unterhaltung ist. Mit "Tanz der Teufel" schuf er einen Low-Budget-Klassiker des Horrorfilms und mit der "Spider-Man"-Trilogie hat er aktuell den kommerziellen Gipfel Hollywoods erklommen. Doch als Produzent hat er bisher qualitativ ein weit weniger glückliches Händchen bewiesen. Mit der von ihm selbst gegründeten Firma Ghost House Pictures, die, wie der Name schon andeutet, auf Horrorfilme ausgelegt ist, produzierte er die Rohrkrepierer "Der Fluch" und "Der Fluch 2", die ihm aber immerhin (auch dank relativ humaner Produktionskosten) Geld in die Kassen spülten. Wohl daher geht es nach bewährtem Muster weiter. Auch "The Messengers" hat ein Drehbuch, das sich darauf beschränkt, altbekannte Horror-Versatzstücke neu miteinander zu kombinieren, wodurch der Film phasenweise sogar ganz ordentlich funktioniert. Dank des Könnens des asiatischen Regiebrüderpaares Danny und Oxide Pang, die hier ihr Hollywooddebüt geben, gereicht es dem Streifen sogar zum bisherigen Glanzlicht in der Geschichte von Ghost House Pictures. Mangelndes Vertrauen in die eigene Kreativität und das recht ärgerliche, da über alle Massen penetrante Preisen der Familienwerte verhindern allerdings, dass es dieses studiointerne "Glanzlicht" auch über den allgemeinen Genredurchschnitt schafft.
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