Deutschland. Ein Sommermärchen - neu auf DVD
Der Sommer 2006 war die Zeit, in der sich was drehte. Fussball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Von den unerwartet betörenden Auftritten der eigenen Nationalmannschaft in einen kollektiven Rausch versetzt, feierte ganz Deutschland sich selbst und seine Klinsmänner. Die grösste Leistung erbrachten Ballack, Klose, Lehmann und Co dabei nicht auf dem Spielfeld. Viel höher ist ihnen anzurechnen, was sie in den Herzen der Deutschen auslösten. Endlich einmal kein gestörtes Verhältnis zur eigenen Nationalität. Auf einmal war es salonfähig, die deutsche Nationalhymne lauthals und mit Inbrunst mitzugrölen. Kaum ein Auto oder Vorgarten ohne Flagge. Schwarz-Rot-Gold, wohin man blickte. Oder eben "Schwarz-Rot-Geil", wie eine große Boulevard-Zeitung titelte.Was sich in Deutschlands Strassen und Häuser während der WM 2006 abspielte, hat sicherlich jeder noch in lebhafter Erinnerung. Ein kleines Geheimnis ist bisher allerdings noch, wie die deutschen Bundes-Kicker dieses vermeintliche Turnier ihres Lebens selbst erlebt haben. Ausser hohlen, wenig aussagekräftigen Phrasen und kleinen Details ist darüber bisher wenig Wissenswertes berichtet worden. Doch dank Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern") änderte sich dies. Die Idee zu "Deutschland. Ein Sommermärchen" hatte der ehemalige Regionalliga-Fussballer Wortmann, als er 2002 "Les Yeux Dans Les Bleus" von Stéphane Meunier gesehen hatte. Meunier begleitete 1998 die französische Nationalmannschaft mit seiner Kamera auf dem Weg zum Titelgewinn und bastelte aus dem gefilmten Material später eine Dokumentation. Wortmann machte genau dasselbe. Er begleitete die deutsche Nationalmannschaft über Monate hinweg und war dabei stets nah am Team. Er beobachtete das Training, nahm an Mannschaftssitzungen teil und durfte sogar während der Spiele mit in die Kabinen. Grenzen gab es für ihn keine. In der Summe kam so rund 100 Stunden gedrehtes Material zusammen.
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