Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - neu auf DVD
Im Zuge der Reaktivierung pensionierter Helden durften wir bisher der Wiederauferstehung Rambos, Rockys und John McClanes beiwohnen. Während sich Sylvester Stallone dank heftiger Nostalgiespritzen und oft wiederholter Zielübungen zumindest angemessen schlagen konnte, entpuppte sich "Live Free or Die Hard" im Vergleich bestenfalls als kurzweilige Nichtigkeit. Doch jetzt - nach beinahe 20jähriger Pause - ist endlich auch Dr. Jones wieder da. Im vierten Indiana-Jones-Abenteuer verschlägt es den Mann mit der Peitsche nach Südamerika, wo er für böse Kommunisten das Rätsel eines geheimnisvollen Kristallschädels lösen soll, damit seine Jugendliebe Marion Ravenwood und deren Sohn nicht eliminiert werden...Der Jäger verlorener Schätze zählt seit 1981 zu den bedeutendsten Leinwandfiguren Hollywoods, ist neben Han Solo Harrison Fords Paraderolle und steht gleichzeitig als Synonym für das filmische Schaffen des Duos Spielberg/Lucas. Indy brachte den Charme alter Serials und Pulps der 30er und 40er Jahre wieder ins Kino - und Millionen von Kindern dazu, Archäologie als aufregenden Beruf anzusehen. Selbst mit 66 Jahren lässt Ford seine Abenteuerkollegen Angelina Jolie und Brandon Fraser alt aussehen. Und Steven Spielberg hat endlich wieder einen echten "Spielberg-Film" gedreht, der an längst vergangene Zeiten erinnert. Seit seinem bisher letzten Abenteuer, "Indiana Jones and the Last Crusade" (1989), verlangten die Fans nach einer Fortsetzung - und auch in Interviews mit Steven Spielberg, George Lucas und Harrison Ford wurde das Thema immer wieder angeschnitten. Um die Jahrtausendwende begann sich das Trio dann tatsächlich mit dem Gedanken an ein Sequel auseinanderzusetzen. Jahre später einigte man sich nach zahlreichen Drehbuchentwürfen schließlich auf ein Skript des Autors David Koepp. Statt Daddy Connery steht diesmal Shia LaBeouf unserem guten alten Indy zur Seite, und anstelle schicker Trash-Nazis bieten die Filmemacher als Gegenspielerin das fescheste Mütterchen Russlands seit langem: Cate Blanchett. Für die musikalische Untermalung zeichnet wie gewohnt Maestro John Williams verantwortlich.
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