Monday, July 16, 2007

Harry Potter und der Orden des Phoenix - neu auf XBox 360

Recht erfreulich ist die Tatsache, dass man bei Electronic Arts von einer recht kindischen Aufmachung und den zahlreichen Hüpf- und Klettereinlagen der Vorgänger etwas Abstand genommen hat. Vielmehr findet man im Spiel ein fast frei begehbares Hogwarts vor. Dinge wie der grosse Saal, die Bücherei oder der Gemeinschaftsraum der Gryffindors haben mit viel Liebe zum Detail ihren Weg ins Spiel gefunden. Das Aufspüren und Durchführen von neuen Aufgaben im Spiel verhält sich in der Regel immer gleich. Auf Knopfdruck kann man die Karte des Herumtreibers aufrufen. Das ist die Karte, die Harry Potter in der Romanvorlage nutzt, um böswilligen Lehrern aus dem Weg zu gehen. Denn dort kann er genau sehen, wo sich welche Personen im Gebäude aufhalten. Wer die Harry Potter Bücher kennt, der weiss auch, dass die zahlreichen Gemälde an den Internatswänden nicht nur reine Kunst sind. Grosse Portraits, welche auf Bodenhöhe hängen, hüten in der Regel ein Geheimnis, welches aus einem Raum oder einem Gang besteht. Mit fortschreitender Zeit im Spiel findet man immer mehr der benötigten Passwörter heraus und kann den sprechenden Bildern dann sagen was sie wissen wollen. Das Aufspüren und Erreichen der Aufgabengeber klingt in der Theorie also recht spannend. Leider ist das Verfahren bei fast jedem Auftrag gleich. Mit der Zeit wirkt das sehr einseitig und langweilig. Mehr Abwechslung verspricht man sich dann von den Zauberkunst-Elementen, welche auch dieses Mal ihren Weg ins Spiel gefunden haben. Von Beginn an lernt man spielerisch und in die Geschichte eingebettet, wie Dinge zu reparieren, in die Luft zu heben oder wegzustoßen sind. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie sich Harry Potter auf der Xbox 360 steuert. Zunächst lässt sich sagen, dass die Entwickler für eine sehr eingängige und simple Belegung des Gamepads gesorgt haben. Harry und einige andere Charaktere lassen sich ganz bequem über den linken Stick bewegen. Für einen Sprint müsst ihr dann den A-Button noch hinzunehmen. Um einen Zauber wirken zu lassen, müsst ihr erst die Y-Taste drücken, um dann die zuvor erlernten Bewegungen mit dem rechten Stick nachzuzeichnen. Die Belegung des rechten Analogsticks mit den Zaubertricks hat unweigerlich zur Folge, dass es über kurz oder lang zu Problemen mit der Kamera kommt. Das Spiel folgt Harry stets in gebührendem Abstand aus etwas erhöhter Position und ist an engen Stellen irgendwo fest installiert um das Geschehen einzufangen. Und genau diese Dinge funktionieren eher schlecht als recht. Dauernd sind irgendwelche Personen oder andere Gegenstände im Weg und blockieren einem die Sicht. Solche Probleme treten allerdings nur auf, wenn ihr euch in engen Räumen oder Gängen befindet. Ein manuelles Justieren der Kamera ist leider zu keiner Zeit möglich.Mit "Harry Potter und der Orden des Phönix" hat Electronic Arts erneut ein sehr ansprechendes Spiel zum Film in die Regale gestellt. Anhänger von Buch und Film sollten sich das Spiel in jedem Fall einmal anschauen und dabei aber zugleich nicht all zu viel erwarten. Denn die Aufgabenvielfalt und die Art und Weise ihrer Bewältigung ist für Jung und Alt etwas monoton. Hinzu kommt, dass in einer recht grossen Spielewelt Dinge wie eine frei justierbare Kamera schlichtweg zur Pflicht gehören. An dieser Stelle kämpft das Spiel mit deutlichen Problemen. Ebenso unverständlich wie enttäuschend ist zudem die Tatsache, dass die Entwickler die beliebte Sportart Quidditch nicht in die Handlung des Titels integriert haben. In diesem Jahr kann man in dieser Sache also nicht auf den Besen steigen. Ein Fehlen von Filmsequenzen oder einem Mehrspieler lässt sich ebenfalls nur schwer nachvollziehen.

1 Comments:

Anonymous hermine said...

Wurde auch Zeit, dass Harry endlich wieder zurück kommt, um dem bösen Voldemort eins auszuwischen:-)

July 17, 2007 2:51 PM

 

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