
Jedes Jahr verschwinden auf der gesamten Welt Menschen auf mysteriöse Art und Weise. Da sich weder die Zivilbevölkerung, noch die Regierung dieses Phänomen erklären können, entschliesst man sich dazu den unkomplizierten Weg zu wählen und erklärt diese kurzerhand als vermisst. Eines schicksalträchtigen Tages jedoch wird eine aggressive Lebensform mit dem Namen Nightwalker entdeckt, die in ihren Verhaltensweisen einem Vampir gleichen. Schnell wird klar, dass eben diese Wesen hinter dem Verschwinden der Menschen stecken. Da man jedoch keine Möglichkeit erkennt die Nightwalker zu stoppen, wird das Problem einfach ignoriert, so dass die Menschheit rund 100 Jahre später kurz vor ihrer Vernichtung steht. Um das sprichwörtliche Kind doch noch aus dem Brunnen zu holen, wird eine Spezialeinheit mit dem Auftrag bedacht, das Problem der Nightwalker ein für alle mal aus der Welt zu schaffen. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über den Elite-Agenten John Lloyd, der mit seinem Team in die möglicherweise letzte Schlacht der Menschheit zieht.

Leider ist die durchdachte Steuerung der einzige Pluspunkt des Spiels. Denn bereits von der ersten Mission an langweilt Vampire Rain gnadenlos und präsentiert sich völlig uninspiriert. So laufen die einzelnen Missionen jedes Mal nach dem gleichen Muster ab und stellen den Spieler eigentlich nur vor die Aufgabe, einen bestimmten Zielpunkt zu erreichen. Dieser ist stets auf der Karte markiert, so dass man lediglich der Karte folgen muss, um eine Mission abzuschliessen. Das Problem an dieser Stelle ist jedoch die Tatsache, dass die einzelnen Areale sehr abwechslungsarm gestaltet wurden, was dazu führt, dass man bereits nach relativ kurzer Spielzeit das Gefühl bekommt, dass man dieses Areal doch vor kurzem erst gesehen hat.

Genau wie in Metal Gear Solid befindet sich am unteren Rand des Bildschirms eine Art Radar, das sowohl den Aufenthaltsort, als auch die Blickrichtung der Nightwalker anzeigt. Um John Lloyd nun sicher an den Zielpunkt zu geleiten, sollte man stets ein Auge auf das Radar haben. Wird der Spieler nämlich entdeckt, greifen die Nightwalker gnadenlos an und töten John mit einem Schlag. Die eigenen Waffen bringen nicht viel, da man nicht einmal dazu kommt richtig zu zielen, geschweige denn zu schiessen. Und selbst wenn man einmal einen Schuss abgeben sollte, bekommt man das Gefühl vermittelt, einen Derringer in der Hand zu halten. So richten nämlich selbst kräftigere Waffen nicht annähernd genug Schaden an, um die üblen Kreaturen zu stoppen. An eine Flucht ist bedingt durch die Geschwindigkeit der Nightwalker ebenfalls nicht zu denken, so dass der Spieler gezwungen wird, das Geschehen am letzten Checkpoint wieder aufzunehmen und erneut sein Glück zu versuchen. Dies sorgt sehr schnell für Frust und Unverständnis, da das Spiel so auf reines Auswendiglernen der Laufwege reduziert wird. Und spätestens wenn man zum dritten oder vierten Male von einem Nightwalker über den Jordan geschickt wird, werden auch geduldige Zeitgenossen den Titel aus ihrer Konsole verbannen.
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