Friday, July 6, 2007

Project Sylpheed - neu auf XBox 360

Nachdem sich der japanische Publisher Square Enix, der sich unter anderem für die beliebte Rollenspiel-Serie Final Fantasy verantwortlich zeigt, in den letzten Jahren verstärkt auf die PlayStation 2 konzentrierte, kündigte man bereits einige Zeit vor dem Erscheinen der neuen Konsolen-Generation an, dass man zukünftig verstärkt auf eine Multiplattform-Strategie setzen wird. Davon profitierte in erster Linie Microsoft, da man zum ersten Mal in den Genuss von Titeln des japanischen Traditionsherstellers kam, nachdem die Xbox noch ohne diese Projekte auskommen musste. In Folge dieser Ankündigung veröffentlichte man nicht nur das Online-Rollenspiel Final Fantasy XI auf der Xbox 360, sondern bestätigte zudem die Entwicklung von Project Sylpheed, das exklusiv für diese Plattform erscheint. Im Gegensatz zu den ersten Vermutungen handelt es sich bei diesem Titel jedoch nicht um ein episches Rollenspiel, sondern um einen waschechten Weltraum-Shooter, der mit den bekannten Stärken von Square Enix aufwarten soll. Somit dürfen sich die Spieler auf eine packende Weltraumsaga freuen, die mit einer spannenden Story und spektakulären Videosequenzen aufwarten kann.
Beschleicht einen das Gefühl, dass man sämtliche Feinheiten der Steuerung verinnerlicht hat und möchte sich in die erste Schlacht stürzen, sollte der Story-Modus des Spiels angesteuert werden, der den Spieler geradewegs in das Jahr 2632 versetzt. Die Menschheit hat mittlerweile die Grenzen des Sonnensystems überwunden und elf verschiedene Sternensysteme kolonialisiert. In mitten dieser Eroberungsfeldzüge unterziehen sich Katana, Ellen und Margras ihrer Ausbildung zum Piloten und werden zu engen Freunden. Doch als bekannt wird, dass der Planet Acheron, welcher die Heimat von Margras darstellt, von den Menschen zerstört wurde, entschliesst sich dieser dazu die Pilotenakademie zu verlassen und sich einer Rebellengruppe mit dem Namen ADAN anzuschliessen, um diese bei ihrem Kampf gegen die Menschen zu unterstützen. Als die ADAN der Menschheit eines schicksalträchtigen Tages offiziell den Krieg erklärt, sind auch Katana und Ellen gezwungen ihren Beitrag zu leisten und sich in den Krieg zu stürzen. Dabei haben sie allerdings stets den Gedanken im Hinterkopf, dass sie dabei auf ihren engen Freund Margras treffen könnten, der wiederum blutige Rache geschworen hat und dabei auch vor dem Tod seiner ehemaligen Freunde nicht zurückschrecken wird. Dieser spannende Plot wird in regelmässigen Abständen durch beeindruckende Videosequenzen fortgeführt und zieht den Spieler so förmlich in die atmosphärische Welt von Project Sylpheed.
Vor allem in den ersten Spielstunden dürfte Project Sylpheed bei Neulingen für einige kleinere Frusterlebnisse sorgen, da die Steuerung recht komplex ausgefallen ist und das Schlachtgeschehen, das teilweise ohnehin recht unübersichtlich ausfiel, unnötig erschwert. Erst mit zunehmendem Spielverlauf bekommt man die Eigenheiten der Spielmechanik in den Griff und steuert den eigenen Gleiter gekonnt durch die einzelnen Schlachten. Ist dieser Punkt erst einmal erreicht, motiviert das Spiel mit seinen packenden Missionen, sowie der Möglichkeit das eigene Raumschiff weiter auszubauen für einen längeren Zeitraum.

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