InFamous - Neu für die Playstation 3
InFamous ist neu für die Playstation 3 erschienen.Bei diesem Spiel im Comic-Stil hat der Spieler zu entscheiden, welche Art Held er sein möchte. Die Überlegungen zu diesem Thema führen den Spieler in eine riesengrosse Stadt, in der einfach alles schiefgeht. Wird man es schaffen, alles wieder gerade zu rücken oder stürzt Empire City etwa wirklich noch ganz ins Chaos?
Der Spieler übernimmt die Rolle des Kuriers Cole McGrath, und das Schicksal dieser Welt liegt buchstäblich in seinen Händen: Ein Paket, das Cole anvertraut wurde, explodiert und legt sechs Strassen in Schutt und Asche. So beginnt der Absturz von Empire City in Chaos und Gewalttätigkeit. Seuchen greifen um sich, Gangs treiben die Polizei in die Flucht, und die Regierung verhängt eine strenge Quarantäne über das gesetzlose Land.
Auch Cole ist recht mitgenommen. Wie durch ein Wunder überlebt er zwar die Explosion, doch als er zwei Wochen später wieder zu Bewusstsein kommt, hat das Chaos bereits ordentlich um sich gegriffen und er verfügt plötzlich über unerklärliche elektrische Kräfte. Weil er im Mittelpunkt der Explosion stand, wird ihm die Schuld dafür in die Schuhe geschoben. Kann Cole den Ursprung der Katastrophe entdecken und seinen Mitmenschen helfen, oder rettet er einfach seine eigene Haut? Oder versagt er gar auf der ganzen Linie? Sein Schicksal liegt in den Händen des Spielers.
Die Grafik von InFamous ist wirklich ausgezeichnet gelungen und die PS3 spielt wiedermal ihre Fähigkeiten sehr gut aus. Vor allem in den Momenten, wenn vieles zur selben Zeit auf dem Bildschirm los ist, zeigt die PS3 eindrucksvoll, wozu sie fähig ist. Cole ist immer mitten drin, schiesst mit Blitzen nur so um sich, welche wunderschön auf Gegner und Metallische Gegenstände übersrpingen, während tolle Lichteffekte ihr schummriges Licht auf die Umgebung werfen. Wenn dann auch noch Autos durch die Luft geschleudert werden, auf Gegnern landen oder Cole von einem Gebäude springt und mit einer gigantischen Druckwelle auf dem Boden landet, so dass Gegner, Autos und Gegenstände mit einem lauten Knall durch die Luft geschossen werden, ist man mehr als beeindruckt. Die Story des Games ist ebenfalls sehr gelungen und spannend inszeniert. Man sieht hier, dass viel Geld und Arbeit in Spiel hinein geflossen sind, um eine solch gute Qualität zu erzielen. Das Spiel ist für jeden empfehlenswert, der eine PS3 hat und sich auch nur annähernd für ein Superhelden-Game interessiert.


Ebenso unkompliziert verläuft der Häuser- und Einheitenbau: Wählt man ein Gebäude mit der A-Taste aus, öffnet sich ein als Kreis angelegtes Menü. Komfortabel wählt man jetzt mit dem linken Analogstick seines Gamepads eine der Optionen. Will Sie einen Energiegenerator bauen? Oder einen Soldaten ausbilden? Oder soll es ein schweres Panzerfahrzeug sein? Je nach Gebäudetyp werden bis zu acht Aktionsmöglichkeiten angezeigt – nie mehr. Äusserst komfortabel und übersichtlich. Apropos Gebäude: Die platziert man nicht beliebig auf dem Spielfeld. Man hat einen fest vorgegebenen Baugrund, der Platz für acht Einrichtungen bietet. Erweitern lässt sich die Fläche nicht. Aber man entdeckt beim Erkunden der Karte weitere solcher Grundstücke. Die besetzt man mit einem Hauptquartier und errichtet anschliessend weitere Gebäude.
Die Story: Ein Fest für Serienkenner. Die Handlung setzt vor dem ersten "Halo"-Teil ein. Man entdeckt an Bord des Kolonieraumschiffs Spirit of Fire, dass die Covenant den Planeten Harvest angreifen, auf dem sich ein wertvolles Artefakt befindet. Die Covenant – ein Bündnis mehrerer Alienrassen – wollen die Menschheit ausradieren. Der Spieler befehligt die Truppen des United Nations Space Command, kurz UNSC. Die Befehle erhält man von einem spirituellen Überwesen namens Serina. Man setzt Soldaten und Fahrzeuge wie Warthogs und Scorpions gegen die Legionen der Covenant ein, die mit Grunts, Elites, Ghosts und Scarabs ihrerseits über exotische Fahrzeuge und Infanterie verfügen. Jede Einheit besitzt spezielle Fähigkeiten, die geschickt angewendet werden wollen. Natürlich darf der Spieler wählen, ob man auf Seiten der Menschen oder der Aliens das Schicksal beeinflussen will.
Eindruck: Strategiespiele und Konsolen – eine Kombination, die selten passt. Jedenfalls ist es bislang nur sehr wenigen Entwicklern gelungen, eine PC-Vorlage akzeptabel auf die Konsole zu portieren. Es scheitert zumeist an einer sinnvollen Umsetzung der komplexen Tastatursteuerung auf das Gamepad. Die ist den Schöpfer von "Halo Wars" aber in jedem Fall geglückt. In Sachen Spielablauf dagegen beschreitet der Entwickler keine neuen Wege: Basis ausbauen, Rohstoffe sammeln, Einheiten produzieren – alles sehr klassisch à la "Command & Conquer".








Wenn man Lips das erste Mal startet, warten verschiedene Kategorien auf einen, die eigentlich selbsterklärend sind. Hinter „Sing!“ verbirgt sich das eigentliche Spiel, in dem es darum geht, alleine oder zu zweit als Stern am Karaokehimmel zu glänzen. Ebenfalls besteht bei „Sing!“ die Möglichkeit, Playlisten zu erstellen, die im Jukebox-Modus, auf den wir im nächsten Abschnitt genauer eingehen, abgespielt werden können. Will man einfach lossingen, gestaltet sich der Ablauf denkbar einfach: Nachdem man ein Lied ausgesucht hat, wählt man zuerst eins von fünf möglichen Hintergrundvideos, die während der Performance angezeigt werden. Anschliessend kann man bei den Song-Optionen noch die Mehrspieler-Variante (Co-op- oder VS-Modus), die Stimmenreduktion der Originalsänger, Audio-Effekte und Weiteres ein- bzw. umstellen. Nachdem alle Einstellungen gewählt wurden, geht es auch schon los und man trällert voller Inbrunst in das schicke kabellose Mikrofon. Soweit nichts Neues? Denkste, denn spätestens, wenn die ersten Bewegungssymbole auf dem Bildschirm angezeigt werden, geht es richtig zur Sache. An bestimmten Stellen der Songs kann man durch angezeigte Posen oder rhythmisches Schütteln der Mikrofone fette Bonuspunkte einsammeln. Am Ende eines jeden Gesangauftritts geht es vor die virtuelle Jury, die euch in den Kategorien „Tonlage“, „Stabilität“, „Rhythmus“, „Party“, „Technik“ und „Performance“ bewertet. Eine ausführliche Beschreibung, was sich genau hinter den einzelnen Kategorien verbirgt sowie hilfreiche Tipps und Tricks, findet man in der Lips-Bedienungsanleitung.

Die technologie-vernarrten Japaner setzen auf Mobilität und schnelle Expansion. Ihre Einheiten sind zwar nicht sonderlich stark, dafür aber wandlungsfähig. Auf Knopfdruck werden aus Hubschraubern Mechs, aus U-Booten Jäger. Und wenn gar nichts mehr hilft, schickt das Reich der aufgehenden Sonne riesige Roboter und kleine Schulmädchen mit verheerenden PSI-Kräften die Schlacht. Nicht minder skurril ist das Arsenal der Russen. Neben schweren Geschützen fahren die Sowjets zuweilen auch mobile Zirkuskanonen auf, aus denen sie kommunistische Kriegsbären hinter die feindlichen Linien feuern. Selbstredend, dass Alarmstufe Rot-Veteranen auch wieder ihre geliebten Zeppeline aussenden und den Eisernen Vorhang fallen lassen dürfen. Im Westen dagegen wenig Neues: Die Alliierten versuchen, mit ihrer gewohnt starken Luftwaffe dagegen zu halten, und können sich unter anderem über den Cryocopter freuen, der gegnerische Einheiten per Laserstrahl schrumpft.
Meist folgen die Missionen der drei voneinander unabhängigen Kampagnen dem Echtzeit-Strategie-Schema F: Basis aufbauen, Rohstoffe sammeln, aufrüsten, Gegner überrennen. Eskortierungen, Infiltrationen, die Verteidigung eines Gebäudes über eine gewisse Zeit - auch das kennt man zur Genüge. Umso dankbarer ist man für die wirklich gelungenen Einsätze, die mit abwechslungsreichen Aufgaben, plötzlich erweiterten Gebieten, witzigen Einfällen und dem Einsatz von spektakulär inszenierten, aber nicht übermächtigen Superwaffen überraschen. So dürfen die Russen beispielsweise ihren Weltraummüll gezielt auf ihre Widersacher kippen, die Alliierten dagegen Zeit-Bomben über die gesamte Karten beamen ... Wer sich von "Alarmstufe Rot 3" taktischen Tiefgang erwartet, ist fehl am Platz. Das Spiel ist in erster Linie virtuelles Popcorn-Kino mit Strategie-Elementen, was sich nicht zuletzt auch in den ebenso zahlreichen wie schrägen Videosequenzen widerspiegelt. Leider dürfen die Darsteller darin nicht immer so, wie sie können. Besonders deutlich wird das bei J.K. Simmons, der zuletzt im Kino-Hit "Burn After Reading" einen dümmlichen CIA-Bürokraten spielte und hier nun den starrsinnigen US-Präsidenten gibt. Oscarverdächtig sind dafür die spektakulären Licht-, Explosions- und Wassereffekte, die die Schwächen des betagten Grafikgerüsts ebenso so gut kaschieren wie die drallen Girls, die immer wieder bei den Lagebesprechungen zu sehen sind.



Nicht vergessen darf man, dass es noch einen dritten Helden gibt: Mumbo Jumbo, der Mechaniker, in dessen Werkstatt man all die coolen Fahrzeuge zusammenbaut. Banjo, der Chefdesigner, kann Jeeps springen, Boote fliegen und Helikopter schwimmen lassen – die Möglichkeiten sind nahezu unendlich gross. Waffen spielen natürlich auch eine Rolle: Unter anderen rüstet man seine Fahrzeuge mit Laserstrahlen und Raketen aus. Schliesslich muss man ja die Helfer der fiesen Hexe besiegen. Es erwarten einen auch zahlreiche vorgefertigte Autos, Helikopter und Raketenschiffe, die man nach seinen Wünschen umgestalten kann. Will man aber jede Herausforderung mit der Bestnote abschliessen, muss man seine grauen Zellen ein wenig anstrengen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Kokosnüsse einsammeln, über eine Rampe springen oder Gegnern ausweichen muss – wer seine Vehikel selbst zusammenschraubt, hat meist mehr Erfolg.
Und zwar nicht nur im Einzelspielermodus sondern auch in den auf Xbox live ausgetragenen Multiplayer-Varianten. Denn da die anderen Spieler ebenfalls ihre eigenen Kreationen ins Rennen schicken, zeigt sich, wer der beste Mechaniker ist und welcher Gamer seine Ideen am besten in die Tat umsetzen kann. Die Fairness steht bei den Multiplayer-Modi im Hintergrund. Viel wichtiger ist es, am Ende der Runde als Sieger festzustehen. Das Gameplay von "Banjo Kazooie: Schraube locker" besticht durch die nahezu grenzenlose Freiheit, die es einem erlaubt, die 3D-Schauplätze zu erforschen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zu wissen, dass die beiden Helden nicht ausschliesslich in Fahrzeugen durch die Gegend rasen. Es gibt im Game auch Situationen, in denen Banjo und Kazooie zu Fuss unterwegs sind. Nicht zu kurz kommt der Spielspass, da die Entwickler eine Menge witziger Ideen hatten und sie in das Game eingebaut haben.










Die Wahl der Charakterklasse (Kämpfer, Berserker, Fernkämpfer, Heiler) ist zweitrangig, da zwangsläufig auch der grobschlächtigste Axtknecht mit Mullbinden zu hantieren verstehen muss. Umgekehrt hat man als Heiler keinen Meter, wenn er nicht einmal das Küchenmesser gezielt ins mechanische Hirn der feindlichen Roboter zu bohren vermag. Schön gleichmäßiges Hochleveln steht also in jedem Fall auf der Tagesordnung. Auf das Aussehen der Spielfigur nimmt man keinen Einfluss. Ein Minuspunkt für "Too Human" nach dem "Wer-bastelt-mit?"-Epos "Mass Effect". Einzig die Rüstungsgegenstände und Waffen werden korrekt auch in den Zwischensequenzen widergegeben – mit Ausnahme des Helms. Den nimmt Baldur ganz flott ab, damit sein hübsches, von blau schimmernden Narben gegerbtes Gesicht gut zur Geltung kommt. 



Interessanterweise passen die schrägen Charaktere genau wie die übertriebene Gewaltdarstellung, zum Spiel. Wenn Ray nach einem blutigen Gefecht das Blut von der Mordwaffe schüttelt und man gerade zwei Dutzend fliegende Fische erledigt hat, gelingt es kaum, ein Lächeln zu verkneifen. Hauptverantwortlich für den enormen Spielspass ist aber das noch immer, unerreichte Kampfsystem. Auf den ersten Blick sehen die wirren Schlagkombinationen zwar nach heftigem Button-Smashing aus, verwandeln sich aber bei näherer Betrachtung in genau getimte Bewegungsabläufe. Wer zum Beispiel nicht gerne blockt oder für den jeweiligen Gegner nach der richtigen Angriffstaktik sucht, wird schnell die Segel streichen. Hält man sich dagegen an die Grundregeln, können auch weniger talentierte Knöpfchenakrobaten auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad den Titel in die Knie zwingen. Den Helden sieht man wie gewohnt in der Aussenperspektive. Die Kamera kann man jederzeit frei positionieren. Leider bleibt einem dazu nur selten Zeit. Im hektischen Spielgeschehen muss man auf das Spielsystem vertrauen und das versagt mal wieder hoffnungslos
Wird es eng und kuschelig, bleibt die Kamera ständig irgendwo hängen und man verliert die Orientierung. Ein Problem, das schon beim Vorgänger genervt hat, aber mit dem es sich leben lässt. Das gleiche Bild beim Kampfsystem: Die Unterschiede zu den Vorgängern muss man mit der Lupe suchen. Wirklich neu ist nur ein Kontersystem, um auf Knopfdruck einen vernichtenden Gegenangriff auszulösen. Mit acht verschiedenen Prügelwerkzeugen, wie Schwerter, Stäben und Sicheln, gilt es mit Dutzenden Kombos die Feinde zu zerlegen. Im Gegensatz zum Vorgänger geht es diesmal vornehmlich gegen Mutanten, Werwölfe und Roboter. Natürlich zeigt einem auch ab und zu der Ninja-Spinnenclan, wo der Shuriken hängt, doch wer den alten Stil lieber mochte, wird etwas enttäuscht sein.


Uefa Euro 2008 bietet das, was Fans von dem Spiel erwarten: original EM-Stadien, eine stimmungsvolle Atmosphäre und einige spezielle Spielmodi inklusive EM-Qualifikation und Endrunde. Die Grafik ist im Vergleich zu Fifa 08 kaum verändert. Positiv fallen die veränderten Spieleranimationen und die angepasste Ballphysik auf. Dennoch: Wer Fifa 08 besitzt und nichts mit der EM am Hut hat, wartet besser auf den nächsten Teil der Fifa-Reihe.
Man schlüpft schliesslich in die Rolle von Kaim, eines unsterblichen Helden, der sich gemeinsam mit seinen Anhängern auf die Suche nach der Wahrheit macht. Das Gameplay umfasst alle typischen RPG-Elemente: Umgebungen erforschen, Monster bekämpfen, Fähigkeiten und Erfahrungen verbessern sowie Geld verdienen. Das RPG-typische, rundenbasierte Kampfsystem wurde um einige interessante Extras erweitert: Unsterbliche Charaktere wie Kaim können Fähigkeiten, die ihre sterblichen Mitstreiter beherrschen, ganz einfach in sich aufnehmen. Ein Ringsystem erlaubt es dem Spieler, während eines Kampfes die Zerstörungskraft zu erhöhen, indem er den Button zum richtigen Zeitpunkt drückt. Auch ist es möglich, die Aufstellung eurer Kämpfer zu verändern, etwa um die stärkeren Charaktere zum Schutz der etwas Schwächeren in der ersten Reihe zu positionieren.
Insgesamt 31 – im Spiel zufällig ausgelöste – Flashbacks sorgen für Abwechslung und bringen dem Spieler Kaims Geschichte Schritt für Schritt näher. Diese Rückblenden beantworten auch viele Fragen, die ihr euch im „normalen“ Spiel mit Sicherheit schon gestellt habt … Angefangen bei der Eröffnungsszene, in der ihr man sich mitten im Kampfgetümmel wiederfindet, über die atemberaubend spannende Story bis hin zum unvergleichlichen Gameplay – Lost Odyssey ist ein wirklich einzigartiges Rollenspiel.

















Übertrieben, sarkastisch, oft ein bischen gemein: Der Titel fängt den anarchistischen Charme der TV-Serie erfolgreich ein, würzt die Abläufe mit erlebenswerten Lachern und Ansagen.Originaltreue wird gross geschrieben. Die flüssig animierte Cel-Shading- Grafik bleibt nah am TV-Vorbild, die Figuren werden von den vertrauten Synchronstimmen gesprochen, auch in der deutschen Version.
Fazit: Zwar erfindet das Game zur "Simpsons"-Serie das Rad nicht neu, und auch die kurze Spieldauer verdient Kritik. Dafür punktet der spielbare Cartoon mit Witz, Humor und viel Vergnügen. Ausserdem, wer weiss ... Vielleicht spornt der Cover-Gag - jede Plattform bekommt ein eigenes Motiv - tatsächlich einige Sammler zu Extrakäufen an.





Auch wenn PGR4 kein reinrassiger Arcarderacer ist, sollten Simulationsfreaks deswegen noch keine Wunderdinge erwarten. Der schnelle Rennspass steht immer noch im Vordergrund. Auch das Thema Schadensmodell ist im Grunde genommen nicht der Rede wert. Mehr als ein paar kleine Kratzer im edlen Schlitten bekommt man nicht zu Gesicht. Im Bereich der Präsentation allerdings hat Entwickler Bizarre Creations seine Hausaufgaben gemacht. Besonders die famosen Wettereffekte, die sich auch auf das Rennverhalten auswirken, sind genial und haben PGR4 zu einer echten Augenweide werden lassen. Gleiches gilt für den Sound. Packende Tracks und ordentliche Motorengeräusche, da kann sich wahrlich niemand beschweren.


Seit elf Jahren beglückt EA die Spielergemeinde mit jährlichen Neuauflagen der NHL-Serie. Ein komplett neues Spiel sollten Eishockeyfans aber nicht erwarten, denn die Aktualisierungen sind vor allem im Detail zu finden. Es ist hinlänglich bekannt, dass Eishockey ein verdammt schneller Sport ist. Umso erstaunlicher ist es, dass EA in der neuesten Ausgabe ihrer Eishockeysimulation gerade der Taktik neue Möglichkeiten einräumt. Auf den ersten Blick mag es vielleicht verwegen klingen, taktische Spielzüge in so einen temporeichen Sport einzubauen, aber auf den zweiten Blick macht die Sache durchaus Sinn. Zumindest dann, wenn man es wie die Entwickler von NHL 08 angeht.





Um den Kampf gegen die deutschen (und italienischen) Schergen zu vereinfachen, lassen sich alle Waffen des Spiels bis zu drei Mal upgraden. Dafür muss Travers lediglich viele Gegner mit einer Waffe erledigen. Ist die Anzeige der besagten Waffe voll, erhält man ein Abzeichen und verbessert zum Beispiel die Nachladegeschwindigkeit, die Größe des Magazins oder den Rückstoss. Beim dritten Upgrade bekommen die Waffen zudem noch sinnvolle Ergänzungen wie Fernrohre oder einen Aufsatz für Granaten spendiert.
Medal of Honor Airborne ist kein schlechtes Spiel geworden, erfindet aber auch das Rad nicht neu. Zu ausgelutscht ist bereits das Szenario des Zweiten Weltkriegs, um mit bahnbrechenden Innovationen zu punkten. Dennoch entfaltet das Spiel seinen persönlichen Reiz. Vor allem das Start everywhere-Prinzip weiss zu gefallen, wenn es auch zum Ende einer Mission hin nicht konsequent genug ausgenutzt wurde. Negativ fallen die unfairen Momente des Spiels - Scharfschützen können einen bereits mit einem Schuss töten - sowie die kurze Spielzeit auf. Dennoch: Wer die Serie mag und mal wieder im Zweiten Weltkrieg herumlaufen will, kann sich gerne der 82. Airborne Division anschliessen.

