Dienstag, 18. August 2015

Schweizer Cloud-Speicherdienst Wuala am Ende

Im Jahr 2012 verteilten wir hier auf Schaffhausen.net noch promo codes für Gratis-Speicher bei Wuala, doch nun ist mit dem Service Schluss. Der aktuelle Eigentümer LaCie (seit 2012 zu über 90% im Besitz von Festplattenhersteller Seagate) zieht auf Mitte November 2015 dem Schweizer Could-Speicherdienst Wuala den Stecker.
Bald Geschichte: Der Schweizer Online-Speicherdienst Wuala
Eigentlich mutet das plötzliche Ende doch etwas seltsam an, schliesslich sind Cloud-Speicherdienste derzeit in aller Munde und werden etwa auch von MTF Schaffhausen sehr erfolgreich betrieben (siehe unseren Blogbeitrag). Die Technik von Wuala wurde an der ETH Zürich entwickelt und es war dann zunächst ein Produkt des Schweizer Softwareherstellers Caleido AG, welcher 2009 mit dem amerikanisch-französischen Computerperipherie-Hersteller LaCie fusionierte. Dies machte Sinn, schliesslich war LaCie als Anbieter von externen Festplatten bereits sehr etabliert und bekannt. Im Folgenden wurden auch interessante Kombinationen beider Dienste angeboten - etwa externe Netzwerk-Festplatten (die LaCie CloudBox), welche sich unabhängig vom Computer mit dem Cloud-Speicher von Wuala synchrnosierten. Sie arbeiteten selbstständig, verwendeten keine Ressourcen vom PC und dieser musste auch nicht permanent eingeschaltet sein, um das Backup von der externen Festplatte im Büro (der CloudBox) in die Wuala-Cloud im Internet zu machen.
Vom PC speicherte man auf die CloudBox, diese machte ein Backup in die Cloud
Noch im April 2010 startete Wuala sein Angebot für fünf weitere Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Holländisch). Zunächst gab es noch kostenfreien Gratisspeicher - nur wer mehr Speicher wollte, musste ein kostenpflichtiges Abo lösen. Ab dem 11. Juni 2014 hatte Wuala dann seine Dienste auf einen komplett kostenpflichtigen Service umgestellt. Diesem Geschäftsmodell war dann offenbar kein ausreichender Erfolg beschienen, weshalb Lacie den Wuala Dienst nun dicht macht. Eine offizielle Begründung für das Ende von Wuala wurde nicht bekannt gegeben. Möge Wuala in Frieden ruhen.

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