Freitag, 31. August 2012

Das Festival in Schaffhausen sucht neuen Namen

Die dritte Ausgabe hat es laut den Organisatoren bewiesen: "Das Festival" auf dem Herrenacker Schaffhausen etabliert sich als eines der gediegensten und charmantesten Openairs der Schweiz. Bei den Organisatoren herrscht nun Aufbruchsstimmung: Sie lancieren die Diskussion um einen passenderen Veranstaltungsnamen und geben weitere Neuigkeiten bekannt.

Mando Diao, Melanie Fiona, Bligg feat. Youngblood Brass Band, Züri West, Keziah Jones, Rodrigo y Gabriela, Bastian Baker, Min King und viele mehr verwandelten vom 8. bis 11. August 2012 den Herrenacker mitten in der Schaffhauser Altstadt in ein rauschendes Fest für Musikliebhaber. Nachdem die Ausgabe 2011 ein Defizit hinterlassen hatte, war die weitere Existenz des jungen Festivals von einer erfolgreichen Durchführung in diesem Jahr, 2012, abhängig. Dank perfektem Wetter, einem anziehenden Programm, reibungsloser Organisation und begeisterten Gästen ist der erhoffte Durchbruch gelungen: "Das Festival" wird auch in Zukunft stattfinden können, das nächste Mal vom 7. bis 10. August 2013.


Nebst der Bekanntgabe des neuen Datums lancieren die Veranstalter nun eine Diskussion über den Namen "Das Festival" und kündigen weitere Neuigkeiten an. Der nicht gerade bescheidene Name "Das Festival" hat sich zumindest in Schaffhausen zwar gut etabliert, bereitet den Organisatoren aber in der Kommunikation oft Schwierigkeiten. Auch wenn gewisse Stimmen attestieren, dass auf dem Herrenacker Schaffhausen schlichtweg DAS Festival überhaupt stattfindet, irritiert die Namensgebung immer wieder und funktioniert sprachlich wie auch in der Werbung vielmals nicht. Sogar Bundesrat Alain Berset verwechselte bereits "Das Festival" mit dem Jazzfestival Schaffhausen – als zu austauschbar, profil- und auch zu emotionslos wird der Name von vielen empfunden. Logisch wäre die Ergänzung „Herrenacker Schaffhausen“, ist doch dieser schöne Platz mitten in der Altstadt von Schaffhausen Ursprung des Festivals überhaupt. Doch Herrenacker tönt eher nach Stoppelfeld und „Gummistiefel-Openair“ als nach gediegenem Ambiente mit einer einmaligen Kulisse. Zudem meinen nicht wenige, „Herrenacker“ sei schlicht eine Parodie auf „Frauenfeld“.

Nun wird also ein neuer und passenderer Name gesucht. Vorschläge, Ideen und Anregungen sind sehr willkommen und werden per Mail an info@das-festival.ch oder auf der Facebookseite von "Das Festival" entgegen genommen. Wer den überzeugendsten Vorschlag einreicht, gewinnt ein Viertagespass für "Das Festival" 2013.

Auch hinter den Kulissen haben sich einige Neuerungen ergeben. So wurde die bisherige Veranstaltungsgesellschaft GT Productions GmbH in die Flow Productions AG umgewandelt. Die Flow Productions AG übernimmt sämtliche Rechte und Pflichten der bisherigen GmbH. Durch die Umwandlung der Produktionsgesellschaft in eine AG sind weitere OK-Mitglieder als Mitinhaber beteiligt. Die Geschäftsführung wird nach wie vor von Simon Vogel wahrgenommen. Mit der Gründung der AG wurde auch ein Verwaltungsrat ins Leben gerufen. Nebst Adrian Brugger und Simon Vogel, die als Gründungsmitglieder des Festivals die bisherigen Gesellschafter waren, sind folgende Personen im neuen Verwaltungsrat vertreten: Markus Höfler, 1965, Geschäftsführer der Brauerei Falken AG, Stv.-Geschäftsleiter des Vereins Zürcher Volksfeste. Urs Peter Naef, 1953, aus Flurlingen, Mediensprecher des Migros-Genossenschafts-Bundes. Reiner Roduner, 1958, Inhaber und CEO der Absolutturnus Film AG und Mitinhaber und geschäftsführender Partner der Seed Audio-Visual Communication AG und der Shining Pictures GmbH. Der Einsatz des Verwaltungsrates bringt nicht nur eine willkommene Steuerungs- und Kontrollinstanz mit sich – durch das Engagement der gut vernetzten und kompetenten Verwaltungsräte erschliessen sich die Organisatoren einen umfangreichen Erfahrungsschatz. Zudem verspricht sich die noch junge Musikveranstaltung neue und wegweisende Kooperationsmöglichkeiten. Quotes:

Urs Peter Naef: "Mit meinem Engagement will ich mithelfen, dass "Das Festival" zu einem einzigartigen, hell leuchtenden Fixstern der Schweizer Festival-Szene wird."

Markus Höfler: „Ich bin stolz und motiviert, die Weiterentwicklung des Festivals mitgestalten zu können und diese einmalige Veranstaltung als erfolgreiche Institution in Schaffhausen zu etablieren. Das Festival soll ein weiterer Puzzelstein des aufstrebenden Schaffhausens werden und es soll nicht nur Schaffhauserinnen und Schaffhauser begeistern.“

Reiner Roduner: "Die Faszination Musik, die Freude an emotionalen Projekten mitzuarbeiten und tolle Freundschaften haben mich nach Schaffhausen gebracht. Schaffhausen verfügt mit dem jungen Festival über ein Event-Bijou, welches sich schweizweit etablieren kann."

Rückblicke auf das Festival 2012 in Schaffhausen

Das Schaffhauser Fernsehen hat ein paar interessante Sendungen mit Rückblicken auf das Festival 2012 auf dem Herrenacker ausgestrahlt. Bei jeder Sendung stehen einige Personengruppen im Vordergrund, etwa die verschiedenen Acts oder die Helfer, das Sicherheitspersonal oder die Zuschauer. Die Sendungen kann man sich hier anschauen.

Das Festival 2012 Teil 1 - backstage mit Min King - Lo Fat Orchestra




Das Festival 2012 Teil 2 - Züri West - Mando Diao - The Bianca Story




Das Festival 2012 Teil 3 - Bastian Baker - Bligg - Melanie Fiona





Das Festival 2012 Teil 4 - Helfer - Sicherheitspersonal - Zuschauer


Mittwoch, 29. August 2012

Simon Stocker - neu gewählter Stadtrat Schaffhausen

Das Schaffhauser Fernsehen hat ein Interview mit dem neu gewählten Schaffhauser Stadtrat Simon Stocker von der Alternativen Liste (AL SH) geführt. In der Sendung spricht Simon Stocker darüber, wie er den Tag der Wahl erlebt hat und warum er glaubt, dass er gewählt, Daniel Preisig (SVP) nicht gewählt und Peter Käppler (SP) abgewählt wurde. Das interessante Gespräch kann man sich hier anschauen.




Haifisch im Rhein bei Schaffhausen - Video

Mittlerweile gibt es sogar auf YouTube ein Video vom Haifisch, besser gesagt von der Haifischflosse aus Plastik, die sich im Rhein bei Schaffhausen tummelt.



Die Haiflosse wackelt so stark hin und her, dass es ein recht seltsamer Hai sein müsste. Wahrscheinlich ist es ein ferngesteuertes kleines U-Boot, auf dem eine Haifischflosse installiert wurde. Bei Radio Munot hat sich zudem eine Augenzeugin gemeldet, die gesehen haben will, dass die Flosse mit einer Schnur zu einem Weidling gezogen wurde. So oder so, ein lebendiger Haifisch ist es sicher nicht - und damit wäre wohl auch dieses Sommerloch gestopft ;-)

Die Winterhure

Lustiger Druckfehler bei den Schaffhauser Nachrichten :)


Vielen Dank an Jérôme Ehrat für das Bild!

Montag, 27. August 2012

Raphaël Rohner definitiv Stadtrat, Käppler abgewählt

Die Stimmen wurden von der Stadt Schaffhausen heute nochmals nachgezählt. Der Unterschied zwischen Raphaël Rohner und Peter Käppler beträgt nach wie vor 25 Stimmen. Allerdings sind bei der Nachzählung nun beide Ergebnisse um 108 Stimmen tiefer als bei den provisorischen Ergebnissen, da am Sonntag ein Wahlbogen versehentlich doppelt gezählt worden war. Somit ist Raphaël Rohner von der FDP nun definitiv neuer Stadtradt und ersetzt den abgewählten Peter Käppler von der SP (Bild von raphael-rohner.ch).

Die neuen Ergnisse der Stimmzählung lauten folgendermassen (es wurden nur die Stimmen von Raphaël Rohner und Peter Käppler nachgezählt, da ihre Ergebnisse derart knapp beieinander waren):

Raphaël Rohner: 4'751 (gestern: 4'859 Stimmen).
Peter Käppler: 4'726 (gestern: 4'834 Stimmen).

Resultate Stadtratswahl und Regierungsratswahl SH

Am Sonntag wurde in Schaffhausen der Regierungsrat (Kantonsregierung) und der Stadtrat (Stadtregierung) für die Jahre 2013  bis 2016 gewählt. Beim Regierungsrat gab es erwartungsgemäss keine Überraschungen und alle fünf bisherigen Regierungsräte wurden in ihrem Amt bestätigt.

Christian Amsler (FDP): 14'870
Ernst Landolt  (SVP): 14'525
Reto Dubach  (FDP): 13'745
Ursula Hafner-Wipf (SP): 12'149
Rosmarie Widmer Gysel (SVP): 12'001

Nicht gewählt ist Werner Bächtold (SP) mit 8'989 Stimmen. Damit bleibt beim Regierungsrat im Kanton Schaffhausen alles beim Alten.

Neuer und alter Regierungsrat des Kantons Schaffhausen

Beim Schaffhauser Stadtrat wird es hingegen Veränderungen geben. Folgende Resultate wurden in der Stadt Schaffhausen von den Kandidaten erzielt:

Peter Neukomm (SP): 7'468
Thomas Feurer (ÖBS): 5'762
Simon Stocker (AL): 5'687
Urs Hunziker (FDP): 5'433
Raphaël Rohner (FDP): 4'859
Peter Käppler (SP): 4834
Daniel Preisig (SVP): 4'077

Klar nicht gewählt ist somit Daniel Preisig. Das Resultat zwischen Raphaël Rohner und Peter Käppler fiel jedoch so knapp aus, dass die Stimmen heute, Montag, erneut gezählt werden. Nach dem kantonalem Wahlgesetz muss eine Nachzählung durchgeführt werden, wenn die Differenz zwischen zwei Kandidaten weniger als 0.3 Prozent der abgegeben Stimmen beträgt. Die Nachzählung beschränkt sich auf die beiden Kandidaten Raphaël Rohner und Peter Käppler. Damit sind Peter Neukomm, Thomas Feurer, Simon Stocker und Urs Hunziker definitiv gewählt. Die Stimmbeteiligung lag bei 57.95 Prozent, das absolute Mehr bei 3'882 Stimmen. Als Stadtpräsident wurde Thomas Feurer mit 5'371 Stimmen in seinem Amt bestätigtg (absolutes Mehr 3'653 Stimmen).

Sehr gross war die Freude natürlich bei der Alternativen Liste, deren Kandidat Simon Stocker von den Herausforderern deutlich am meisten Stimmen bekam und eine rauschende Wahlfeier in der Fassbeiz feierte.


Ob Raphaël Rohner tatsächlich Peter Käppler im Stadtrat ersetzen wird, erfahren wir definitiv nach der Nachzählung der Stimmen dieser beiden Kandidaten.

Donnerstag, 23. August 2012

Wahlprognose Stadtrat Regierungsrat Schaffhausen 2012

So, die Stadtratswahlen und die Regierungsratswahlen in Schaffhausen stehen unmittelbar bevor, am kommenden Sonntag, 26. August 2012, wird gewählt. Das Schaffhauser Fernsehen hat dazu eine Sendung ausgestrahlt, in der auch Robin Blanck von den Schaffhauser Nachrichten und Bernhard Ott von der Schaffhauser AZ um eine Einschätzung für die Stadtratswahl gebeten werden. Zeno Geisseler von den Schaffhauser Nachrichten und Bea Hauser von der Schaffhauser AZ werden zur Regierungsratswahl befragt.

Beim Regierungsrat scheint die Einschätzung den Befragten recht einfach zu fallen. Sowohl Zeno Geisseler von den Schaffhauser Nachrichten als auch Bea Hauser von der Schaffhauser AZ gehen davon aus, dass die fünf derzeit aktiven Regierungsräte (Reto Dubach, Ursula Hafner-Wipf, Christian Amsler, Rosmarie Widmer-Gysel und Ernst Landolt) wiedergewählt werden. Dem Herausforderer Werner Bächtold von der SP, welcher derzeit noch keinen Sitz im Regierungsrat inne hat, werden keine Chancen zugerechnet.

Beim Stadtrat fällt die Prognose deutlich schwerer. Robin Blanck von den Schaffhauser Nachrichten hält die Chancen für eine Überraschung bei der Stadtratswahl für durchaus intakt und eine Prognose für sehr schwierig. Auch Bernhard Ott von der Schaffhauser AZ hält eine Einschätzung für schwierig und möchte keine Prognose wagen. Die Sendung des Schaffhauser Fernsehens kann man sich hier anschauen.



Schaffhausen.net hält den Ausgang bei der Regierungsratswahl ebenfalls für klar. Die fünf derzeitig amtierenden Regierungsratsmitglieder werden alle wieder gewählt. Werner Bächtold wird zwar weiterhin Velo fahren, aber nicht in der Kantonsregierung.

Beim Stadtrat scheint die Prognose tatsächlich weitaus schwieriger. Da jedoch die Stadt Schaffhausen jetzt nicht unbedingt die Stadt der grossen Veränderungen ist, werden die vier derzeit amtierenden und erneut kandidierenden Stadtratsmitglieder (Thomas Feurer, Peter Käppler, Peter Neukomm und Urs Hunziker) vermutlich wiedergewählt werden. Die amtierenden Stadträte haben einen enormen Vorsprung beim Bekanntheitsgrad und auch bei aller Kritik an einzelnen Stadträten - einen riesigen Bock hat eigentlich niemand von ihnen geschossen. Da nur vier der derzeitigen Stadträte erneut kandidieren, bleibt also noch ein Platz frei für einen der neuen Kandidaten. Auf Grund der demographischen Situation gehen wir davon aus, dass der älteste der Bewerber, also Raphaël Rohner, gewählt werden wird. Es gibt immer mehr ältere Leute in der Stadt und es wird sehr schwierig für die jüngeren Kandidaten, Simon Stocker (31 Jahre alt) und Daniel Preisig (36 Jahre alt), diese für sich zu gewinnen. Ausserdem ist es auch schwierig, die Jungwähler zum Wahlgang zu motivieren (siehe Ausschnitt SHF: "Nei ich gang gar nid go stimme - wil - es schisst mi eh ah"). Zudem ist Raphaël Rohner von der FDP, der gleichen Partei wie die scheidende Stadträtin Jeanette Storrer. Da die Stadt Schaffhausen häufig für Beständigkeit ist, kommt dies ebenfalls Kandidat Raphaël Rohner zu Gute. Ob dieses Resultat wünschenswert wäre, ist eine ganz andere Frage und wie es wirklich herauskommen wird, sehen wir am kommenden Sonntag - aber immerhin hat somit mal jemand eine Prognose gewagt.

Wer Weiteres über die Kandidaten der Stadtratswahl erfahren möchte, dem sei das interessante Prodiumsgespräch unter der Leitung von Robin Blanck ans Herz gelegt, welches beim Schaffhauser Fernsehen ausgestrahlt wurde und das man sich hier anschauen kann.