Freitag, 29. August 2014

Intersity Festival Schaffhausen - Kairo 30. August 2014

Am Samstag, 30. August 2014, findet das alljährliche Intersity Festival in Schaffhausen statt. Dabei steht jedes Jahr eine andere Stadt im Zentrum, dieses Mal: Kairo. Die Stadt Schaffhausen wird dann für eine Nacht flächendeckend von den grössten Exponenten der urbanen Subkulturen (Techno, Hiphop und Mahraganat) Ägyptens übernommen werden.
Intersity Musik Festival Schaffhausen - Samstag 30. August 2014
Beim jährlichen Intersity Festival spannen die Schaffhauser Clubs zusammen, um in allen Locations je eine Genre-Grösse aus einer anderen Stadt auftreten zu lassen, dieses Jahr: Kairo. Jedes Jahr zieht das Festival ca. 3'000 Besucher an. In den sieben Jahren dieses Festivals ist Kairo die erste Stadt ausserhalb Europas bzw. innerhalb Afrikas. Die zu erwartende Reaktion als Kulturschock zu bezeichnen ist ein Understatement, zumal die meisten Menschen aus der Schweiz nur Pyramiden, Sharm El Sheikh, Muslimbrüder und Militärdiktatur mit Ägypten assoziieren.

Mit dabei sind auch Exponenten des neuen ägyptischen Musikstils Mahraganat, welcher sich zweifelsohne auf dem internationalen Aufstieg befindet. Vor ein Paar Monaten veröffentlichte die NZZ einen Artikel zu Mahraganat. Interessant ist, dass die Schweiz über die erste erwähnenswerte Mahraganat-Szene ausserhalb Ägyptens verfügt. Die erste regelmässige Partyreihe findet namentlich im Kraftfeld Winterthur statt. In die Musik kann man hier bei Soundclound hineinhören:



Neben vielen lokalen Künstlern sind folgende Acts mit dabei:

Al Madfa3geya: Die derzeit erfolgreichsten Mahraganat Künstler Kairos. Wirklich ominpräsent und aus jedem Taxi und vorbeidüsendem Scooter zu hören.

DJ Feedo: Nominiert als bester Hiphop DJ Nordafrikas. DJ Feedo ist der berühmteste ägyptische Hiphop DJ/Produzent der letzten 10 Jahren. Auf Facebook hat er über 200'000 Likes. Letztes Jahr wurde er zum besten DJ Nordafrikas nominiert. Er hat auch schon einen Track mit Akon produziert.

Ahmed Samy: Resident aus der Techno-Kernzelle Kairos, dem VENT Club, welcher seit bald einem Jahr besteht und von Kairo Is Koming (dem ersten Techno-Kollektiv Ägyptens) gegründet wurde. Man könnte ihn als Repräsentant einer für Kairo neuen Szene betrachten. So sieht sich VENT jedenfalls selbst, siehe auch Youtube hier.

Folgende Locations sind am Intersity 2014 in Schaffhausen beteiligt: TapTab – Orient – Kammgarn – Dolder2 – Güterhof – Cuba Club. Weitere Infos auf www.intersity.ch.

Die Gründer des Vent waren am 11. Januar 2013 im TapTab in Schaffhausen. Es gibt also einen roten Faden, der sich eindeutig durch Schaffhausen zieht. Wer einmal in den Auftritt im TapTab Schaffhausen hineinschauen möchte, kann das hier tun:


Zweiter Schaffhauser Radioweitwurf - Radio Rasa

Schaffhauser Radioweitwurf, die Zweite! Veranstaltet wird das Ganze wieder von Radio Rasa. Am Samstag den 30.08.2014 fliegen ab 15:00 Uhr die Fetzen beziehungsweise die Rundfunkempfänger. Der Wettbewerb findet auf dem Munot-Sportplatz in Schaffhausen statt. Radio Rasa bietet die Alternative zum blossen Radio hören und will seinen Mitgliedern, Gönnern, Hörerinnen und Hörern die Möglichkeit geben, ihre Kraft und ihre Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Mit einem guten Versuch winkt der Titel des internationalen Schaffhauser Stadtmeisters, bzw. der internationalen Schaffhauser Stadtmeisterin. Titelträger sind Bea Koch, David Keller und Pascal (Kinder). Auch dieses Jahr werden wieder Radios in 3 Kategorien geworfen.
Zweiter Schaffhauser Radioweitwurf, organisiert wiederum von Radio Rasa
Der Sender will mit dem Radioweitwurf nicht zur Wegwerfgesellschaft beitragen. Daher können ausschliesslich defekte Radiogeräte verwendet werden. Radio Rasa kümmert sich um die artgerechte Entsorgung. Für alle, denen das nötige Wurfobjekt (Mindestgewicht 2'000 Gramm) fehlt, stellt Radio Rasa Radiogeräte zur Verfügung. Bei all dem sportlichen Treiben soll das Rahmenprogramm natürlich nicht zu kurz kommen. Für Unterhaltung und das leibliche Wohl der ZuschauerInnen und AthletInnen ist gesorgt. Bei schlechtem Wetter fällt der Anlass ins Wasser.

Donnerstag, 28. August 2014

Podiumsdiskussion - Stadtratswahl 2014 Schaffhausen

Die Podiumsdiskussion zur Stadtratswahl 2014 in Schaffhausen, welche von Robin Blanck (Schaffhauser Nachrichten) und Marcel Fischer (Neuer Geschäftsführer von Radio Munot, Nachfolger von Wälz Studer) moderiert und im SHF sowie auf Radio Munot ausgestrahlt wurde, ist neu auch online auf Youtube abrufbar.
Podiumsdiskussion zur Stadtratswahl 2014 Schaffhausen (Fotos: SHF)
Im ersten Teil, moderiert von Robin Blanck, kommen die beiden Kandidaten für den frei werdenden Sitz des Schaffhauser Stadtpräsidenten (derzeit noch: Thomas Feurer) zu Wort. Sie wurden bereits 2012 für vier Jahre als Stadträte gewählt und sind somit ohnehin weiterhin bis Ende 2016 im Stadtrat vertreten. Für Peter Neukomm (SP) und Raphaël Rohner (FDP) geht es also einfach darum, ob sie die nächsten beiden Jahre als Stadtpräsident oder als "normaler" Stadtrat tätig sein werden.
Stadtpräsident Kandidaten Schaffhausen: Peter Neukomm und Raphaël Rohner
Im zweiten Teil, moderiert von Marcel Fischer, kamen die drei Kandidaten zur Wort, welche neu in den Stadtrat einziehen möchten. Das wären Katrin Huber Ott (SP), Katrin Bernath (GLP) und Daniel Preisig (SVP). Neben den Fragen des Moderators wurden jeweils auch Fragen aus dem Publikum durch Sebastian Babic vom SHF an die Kandidaten gestellt. Die interessante Podiumsdiskussion unter dem Titel "Politik im Saal: Kampf um den Stadtrat" lief ruhig und fair ab. Das Schaffhauser Fernsehen hat die gesamte Sendung nun auf YouTube geladen, so dass man sie sich hier anschauen kann.


Interview Christine Schudel - Herbalife Schaffhausen

Christine Schudel - Herbalife Schaffhausen
Christine Schuldel aus der Region Schaffhausen vertreibt mit Erfolg Herbalife Produkte über ihre Homepage www.schlank-vital.ch im Internet. Der Onlineshop startete bereits sehr früh im Jahre 2002 und hat sich über die Jahre zu einer festen Grösse im Bereich des Vertriebs von Herbalife Produkten entwickelt. Es handelt sich dabei um Produkte aus den Bereichen Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Gewichtskontrolle und Körperpflege. Wie es dazu kam, dass Christine Schudel so früh in den Vertrieb von Herbalife Produkten eingestiegen ist und sich damit selbstständig gemacht hat, erzählt sie uns in folgendem Interview:

Interview mit Christine Schudel

Schaffhausen.net: Schön dass du da bist. Du arbeitest schon lange erfolgreich mit Herbalife, wie kam es dazu?

Christine Schudel: Nach meiner dritten Schwangerschaft 2001 fühlte ich mich total ausgelaugt und am Boden. Meine Nerven lagen blank, mein Gewicht war zu hoch und für den Haushalt und die drei kleinen Kinder hatte ich fast keine Kraft mehr. Eine gute Bekannte brachte mir Produkte von Herbalife vorbei und ich probierte sie einfach mal aus. Drei Tage später fühlte ich mich wieder energiegeladen, wenig später hatte ich auch meine Nerven und meine Laune wieder im Griff. Die positivste Überraschung erlebte ich nach etwa 3 Monaten mit den Produkten. Ganze 10 Kilo waren verschwunden und ich fühlte mich wieder wohl in meinem Körper.

Schaffhausen.net: Verkaufst du denn auch seit 2001 die Produkte von Herbalife?

Christine Schudel: Ja. Mit der neu gewonnenen Energie fühlte ich mich bald in der Lage, wieder etwas arbeiten zu wollen, einfach nebenbei etwas dazuzuverdienen. Mit drei kleinen Kindern sollte es von zu Hause aus sein. Ich suchte im Internet nach Möglichkeiten und landete wieder bei Herbalife. Nach ausführlichen Gesprächen mit einem Berater entschied ich mich, diese Produkte selber zu verkaufen, da ich nach eigener Erfahrung voll und ganz dazu stehen konnte.

Schaffhausen.net:: Bist du durch die Produkte auch sportlicher geworden?

Christine Schudel: Eigentlich bin ich ja eher ein Sportmuffel. Die Energie, die ich mit den Herbalife Produkten erhalten habe, machte Lust auf mehr Bewegung und so habe ich angefangen zu Walken und mich regelmässig zu bewegen. Auch mit meiner Ernährung habe ich mich intensiv auseinandergesetzt und einiges umgestellt. Mit den Herbalife Produkten, die ich auf meine persönlichen Bedürfnisse angepasst habe und einer ausgewogenen Ernährung, fiel es mir leicht, mein neues Gewicht bis heute zu halten

Schaffhausen.net: Wie bist Du darauf gekommen, selber auch Beraterin zu werden? Braucht es dafür eine Ausbildung?

Christine Schudel: Da ich nach meiner Ansicht nur gut beraten konnte, wenn ich jedes einzelne Produkt auch genau kenne, besuchte ich Kurse und Schulungen, die von Herbalife angeboten werden. Dabei lernte ich viel über die Herbalife Produkte selbst, die Möglichkeiten, die sie bieten und profitierte auch vom Erfahrungsaustausch mit anderen Beratern an den Kursen. Schulungen besuche ich auch heute noch, da sich die Produkte laufend weiterentwickeln und auch immer wieder Neues dazukommt. Heute gebe ich mein Wissen und meine Erfahrungen an jeden Interessierten weiter.

Schaffhausen.net: Machst du telefonische Beratung oder machst du Hausbesuche?

Christine Schudel: Sowohl als auch. Das ergibt sich von selbst. Kommt jemand aus der Nähe trifft man sich, andere werden telefonisch oder per Email beraten. Das gilt für Kunden, wie auch für jemanden, der das Geschäft kennen lernen möchte.

Schaffhausen.net: Wie kommen denn die Leute auf dich? Über das Telefonbuch oder die gelben Seiten?

Christine Schudel: Hauptsächlich über das Internet. Seit 2002 betreibe ich erfolgreich einen Internet-Shop. Unter www.schlank-vital.ch können die Produkte direkt bei mir bestellt oder ein Beratungstermin vereinbart werden. Auf der Homepage findet man auch meine übrigen Kontaktdaten wie Telefonnummer und Emailadresse. Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme.

Montag, 25. August 2014

Zebrahead Konzert - Zwischenbühne Horw Fotos Videos

Üblicherweise spielt die Band Zebrahead aus Orange County in den USA an grossen Festivals - bei uns in der Nähe beispielsweise am Southside Festival 2012 und 2014 sowie am Greenfield Openair 2014. Doch zwischendurch lassen es sich die fünf Jungs nicht nehmen, auch mal auf Clubtour zu gehen und in den wirklich kleinen Clubs aufzutreten. Für das letzte Konzert ihrer Europa Clubtour haben sie sich einen wirklich kleinen Club ausgesucht: Die Zwischenbühne in Horw (ich hatte vor dem Konzert noch nie etwas davon gehört - und alle die ich gefragt habe, ebenfalls nicht ;-).
Zebrahead - Zwischenbühne Horw, Schweiz - Europa Clubtour 2014 - August
Ein kleiner Club - eine bekannte Band - natürlich waren die Karten im Vorverkauf ratzfatz weg. Gekauft ganz offensichtlich von wahrhaftigen Zebrahead Fans - jeder zweite hatte ein Zebrahead T-shirt an, die ganze Meute sang die Lieder mit, tanzte was das Zeug hielt und machte Circle Pits am Laufmeter. Circle Pit in einem so kleinen Club, geht das? Ja, es geht, und wie! Gut zu sehen in folgendem Video:



Recht bald folgte auch einer ihrer bekanntesten Hits: Hello Tomorrow - and good-bye to yesterday. We've been waiting for this moment. And we still don't know what to say. We may never find the answers or know the reason why. Why we both decided we should say good-bye...



Wie oben im Video gesehen war Stagediven nicht nur erlaubt, nein sogar erwünscht. Sehr regelmässig erklommen Leute aus dem Publikum die Stage und liessen sich in die Menge fallen. Zudem verfügt Zebrahead auf der Bühne auch jeweils über eine voll ausgerüstete Bar - gut zu sehen unten. Der Zebrahead Barkeeper - unten links im Bild - hat zwar auch ein Mikrophon, benutzt dieses jedoch recht selten zum Singen sondern kümmert sich hauptsächlich um die Bar.
Drink, drink, my swiss friends - Zebrahead mit Bar auf der Bühne, Zwischenbühne Horw
Neben der Band versorgt er dort auch Leute aus Publikum, die regelmässig von der Band auf die Bühne gebeten werden. Dazu stimmen sie dann ein Lied an: "Drink, drink, my swiss friends, drink drink with me, drink, drink my swiss friends, until you have to pee".
Zebrahead: Sie trinken gerne mal einen mit dem Publikum auf der Bühne, Zwischebühne Horw
Neben dem Circle Pit wurde das Publikum auch anderweitig zum Mitmachen animiert - zum Beispiel T-Shirt ausziehen und wild damit herumwedeln - auch hier liess sich das Publikum nicht lange bitten, doch seht selbst:



Weil's so schön war, gibt's hier nochmal einen Circle Pit - und zwar denjenigen zum letzten Lied des Abends Zebrahead: Anthem



Alles in allem ein sehr gelungener Abend. Es ist cool, dass Bands die sonst vor einem riesen Publikum spielen, trotzdem immer wieder auf eine kleine Club-Tour gehen. Die Atmosphäre bei den Clubkonzerten ist deutlich familiärer, die blitzschnell ausverkauften Vorverkäufe werden zum grossen Teil durch Fans gekauft, so dass das Publikum zum ganz überwiegenden Teil aus Leuten besteht, die sich auch wirklich dafür interessieren. Das ist bei Festivals oft anders, häufig sind die Zuschauer entweder eigentlich wegen einer anderen Band da oder man hört Aussagen wie: "Auf welche Band freust du dich denn am meisten?" >> "Das ist mir eigentlich völlig egal, ich bin wegen dem Trinken hier". Hehe, ja ist ja auch was Schönes, aber eben, bei einer Clubtour ist es ein anderes Feeling. Hier ein kleiner Ausschnitt von ihrem Auftritt am Southside Festival 2014 in Neuhausen Ob Eck, von Schaffhausen aus nicht weit, gleich nach der Deutschen Grenze hinter Singen:



Durch ihre steigende Popularität weltweit - und besonders auch in Japan - wurden Zebrahead von Sega gebeten, den Titelsong für ein Sonic Videospiel zu schreiben. Heraus kam der Titel His World, gesungen und geschrieben von Ali Tabatabaee und Matty Lewis:



Als nächstes reisen Zebrahead zurück in ihre Heimat USA und natürlich - wie könnte es auch anders sein - gehen dort sofort wieder auf Tour ;-). Wir hoffen, dass sie uns bald wieder beehren - ist immer wieder schön mit euch!
Zebrahead: Ali Tabatabaee (Rap), Dan Palmer (Lead-Gitarre), Ben Osmundson (Bass)
Zebrahead: Matty Lewis (Lead-Sänger, Rhythmus Gitarre)

Freitag, 22. August 2014

Spanier Carlos Abad in den Stadtrat - Gran Purismo

Gran Purismo - Carlos Abad in den Stadtrat
Im Rahmen der AL-Kampagne für das Ausländerstimmrecht hat die Alternative Liste heute Carlos Abad als neuen Kandidaten für den Schaffhauser Stadtrat präsentiert.

Carlos Abad, der in Schaffhausen unter dem Künstlernamen Gran Purismo bestens bekannt ist, hat die spanische Staatsbürgerschaft und keinen Schweizer Pass. Aus diesem Grund ist er natürlich auch nicht als Stadtrat von Schaffhausen wählbar. Nichts desto trotz kandidiert er und man kann seinen Namen natürlich auch auf dem Wahlzettel aufschreiben - diese Stimmen werden dann aber nachher nicht gezählt, da sie ungültig sind (weil ungültiger Kandidat gewählt).

Carlos Abad wurde in Schaffhausen geboren und engagiere sich seit vielen Jahren für die Stadt. Aus diesem Grund wäre er in den Augen der Alternativen Liste ein idealer Kandidat für den Schaffhauser Stadtrat.

Die Stadt Schaffhauser Stimmbürger stimmen am 28. September 2014 über das Ausländerstimmrecht ab. Die Alternative Liste ist der Auffassung, dass das Wahlrecht nicht nur vom Ausweis abhängen soll. Es gibt Schweizer, die sich nicht für die Politik interessieren und es gibt Ausländer, die sich sehr dafür interessieren. Deshalb sollten diese, sofern sie gewisse Kriterien erfüllen (z.B. 5 Jahre ununterbrochenen Wohnsitz hier), ebenfalls Abstimmen und Wählen dürfen. Alles Weitere zur Kandidatur von Carlos Abad hier im Beitrag des Schaffhauser Fernsehens inkl. Ausführungen von Florian Keller.



Wer mehr zum Ausländerstimmrecht wissen möchte, dem sei hier noch eine Sendung mit Florian Keller aus dem März 2014 ans Herz gelegt, bei der er mit Zeno Geisseler vom Schaffhauser Fernsehn SHF über das Ausländerstimmrecht und dessen Voraussetzungen diskutiert.


Mittwoch, 20. August 2014

Top-Barkeeper verlässt Schaffhausen Richtung Heimat

Der Chefbarkeeper André Oliveira verlässt das Schaffhauser Tanzlokal "Orient" und kehrt in seine Heimat Portugal zurück. In seinen 11 Jahren hinter dem Tresen hat er viel erlebt.
André Oliveira an seinem Arbeitsplatz als Chefbarkeeper im Orient (Bild: Hermann-Luc Hardmeier)

Es war im Sommer 2003, als der damals 20-jährige André Miguel Rodrigues Oliveira nach Schaffhausen kam. Er studierte Architektur in Portugal und wollte ein bis zwei Jahre in der Schweiz arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren. Sein Cousin arbeitete damals im Café Vordergässli, wo auch die Lebenspartnerin von "Orient"-Chef Metin Demiral im Service tätig war. Die Kontakte waren schnell geknüpft und André Oliveira durfte als Springer im Orient anfangen. Der Portugiese, der selber gar nicht so gerne in den Ausgang geht, war plötzlich im Herzen des Nachtlebens der Munotstadt. André Oliveira war fleissig und arbeitete sich hoch. Nach drei Jahren war er Barkeeper und Hausmeister. Nach weiteren drei Jahren Chefbarkeeper und Nightmanager. „Ich mache alles, von den Bestellungen, über die Arbeitspläne bis zum Dekorieren des Clubs vor Partybeginn“, sagt der seit Donnerstag 31-Jährige.

Elf Jahre sind vergangen, seit er die Schwelle des Orients zum ersten Mal überschritt. Nun will André Oliveira nach Porto ziehen und heiraten. „Für mich beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt“, sagt er. „Ich will eine Familie gründen, ein Haus bauen und vielleicht ein eigenes Geschäft eröffnen. Ob das ein kleines Café, ein Restaurant oder vielleicht sogar eine Bar wird, lässt er offen. Sicher ist jedoch, dass er nicht das "Orient"-Konzept nach Porto exportieren wird. "Das Kapitel Nachtleben ist für mich vorbei.“ Während seinen elf Jahren hat er viel erlebt. Grosse DJs, wilde Partys, Schlägereien, Liebesstorys und, und, und. „Frauen flirteten mich an, um Gratisdrinks zu bekommen. Ich habe genug Beziehungsprobleme gesehen und gehört, damit ich professionell als Psychologe arbeiten könnte. Ich durfte völlig überraschend die Musiker meiner Lieblingsband „The Wailers“ bewirten. Man verwechselte mich immer wieder mit DJ Sam und fragte mich, wann ich endlich auflege. Ich könnte über meine Erlebnisse ein ganzes Buch schreiben“, sagte André Oliveira und lacht verschmitzt.

Er bereut diese Zeit nicht, aber er musste auch auf vieles verzichten. „Ich vermisse meine Familie. Ich vermisse den Strand, das Meer und das Fischen. Zudem habe ich seit elf Jahren keinen privaten Silvester mehr gefeiert.“ Man kann es dem sympathischen Barkeeper nicht verdenken, dass er sich Zeit für die schönen Seiten des Lebens nehmen will. Am Samstagabend feierte André Oliveira im Orient mit Apéro und mehr als einem Dutzend DJs seinen Abschied. Metin Demiral, dem er sehr viel verdankt, war natürlich auch unter den Gästen: „Er war ein grossartiger Mitarbeiter und eine wichtige Stütze des Orients. Ich glaube, ich realisiere erst, was mir fehlt, wenn er nicht mehr da ist.“ Bis Ende August bleibt André Oliveira noch im Orient. Danach wird er bestimmt wieder ab und zu kommen, um seine Freunde zu besuchen. Doch nun freut er sich auf seine Hochzeit und sein neues Leben. Wir wünschen André Oliveira alles Gute!

von Hermann-Luc Hardmeier.

Krokus - Chris von Rohr - Stars in Town 2014 Foto Video

Es war sicher DIE Hiobsbotschaft für die Stars in Town Macher im Jahr 2014. Am Samstagabend vor der diesjährigen Stars in Town Ausgabe musste Headliner Status Quo überraschend krankheitsbedingt absagen. Dabei lief dieses Jahr bis zur Absage eigentlich alles wie am Schnürchen. Doch dann das! Rick Parfitt, Gitarrist von Status Quo, musste sich notfallmässig einer grösseren Herzoperation unterziehen und die Band sagte notgedrungen ganze sechs Konzerte hintereinander ab, sprich alle Auftritte vom 2. bis und mit 10. August 2014. Mitten drin der Auftritt am Stars in Town in Schaffhausen am Mittwoch, 6. August 2014.
Status Quo cancelled shows - 2. - 10. August 2014 - Rick Parfitt heart problems
So eine Herzoperation ist keine kleine Sache, auch jetzt steht Rick Parfitt noch nicht wieder auf der Bühne. Als Übergangslösung sprang am 15. August im Clumber Park, Nottinghamshire, Freddie Edwards, der Sohn des Status Quo Bassisten John 'Rhino' Edwards für Rick Parfitt ein. Am 23. August rechnet man mit einer Rückker von Rick auf die Bühne - danach hat die Band Pause bis zum 17. November 2014. Nächstes Jahr, am 12. September 2015, wird Status Quo übrigens im Hallenstadion in Zürich spielen.
Status Quo musste krankheitsbedingt absagen, Christ von Rohr sprang mit Krokus ein
Tja, nun war guter Rat teuer - ein adäquater Ersatz für Status Quo musste her - und zwar subito. Zunächst wurde geschaut, welche Bands an anderen Festivals spielen, die in der Nähe - oder zumindest in Europa - stattfinden usw. Zudem sollte nicht einfach irgendein Ersatz gefunden werden, sondern eine Band mit ähnlicher Musik, Auftreten und Geschichte. Die Stars in Town Organisatoren waren heilfroh, als sie von der Schweizer Band Krokus bereits am Sonntagmorgen die Zusage für den Mittwoch erhielten. Mit der von Chris von Rohr 1975 gegründeten Band konnte ein adäquater Ersatz präsentiert werden.
Krokus sprang für Status Quo am Stars in Town 2014 Schaffhausen ein
Die für den Mittwoch bereits gekauften Tickets behielten trotz des Wechsels ihre Gültigkeit. Das Stars in Town Team war sehr kulant und gab allen Ticketbesitzern die Möglichkeit, ihr Ticket zurückzugeben und in Geld umzutauschen oder aber in ein Ticket für einen anderen Tag zu wechseln. Von der offerierten Ticketrückgabe machten schlussendlich aber nur sehr wenige Festivalbesucher Gebrauch - und von den retournierten Tickets konnten auch viele wieder verkauft werden, schliesslich war der Mittwoch schon seit langer Zeit ausverkauft gewesen und nicht wenige nutzten die dankbare Gelegenheit, jetzt doch noch an ein Ticket zu kommen.
Krokus am Stars in Town 2014 auf dem Herrenacker
Chris von Rohr, heutiger Bassist und Gründer von Krokus ist das Aushängeschild der Band. Er reiste bereits einen Tag früher nach Schaffhausen, um sich ein Bild der Munotstadt zu machen. Auch zeigte er sich überall und machte bereitwillig mit jedem ein Foto, der eins mit ihm wollte. Auch am Mittwoch selbst, vor dem Auftritt, stand er gut sichtbar beim Manor im Bereich der Tanne - wo alle Leute hindurch gehen um auf den Herrenacker zu kommen - und hielt mit jedermann ein Schwätzchen. Auch Selfies und dergleichen waren problemlos möglich - es wirkte fast sogar so, als wenn entsprechende Fragen danach gerade zu erwünscht waren. Chris von Rohr ist also ein Star zum Anfassen à la David Hasselhoff durch und durch. Ob Chris auch so gerne Burger nascht wie The Hoff ist allerdings nicht bekannt ;-).
Krokus zündete regelmässig Feuereffekte, Chris von Rohr hatte seinen Spass daran
Kurz vor der Verpflichtung von Krokus für das Stars in Town Festival auf dem Herrenacker traf Chris von Rohr im Rahmen des Blind-Dates des Schweizer Fernsehens mit dem Schaffhauser Exportschlager Gabriel Vetter, seines Zeichens Slam-Poet, Schriftsteller, Theaterautor und Kabarettist zusammen.
Der Schaffhauser Gabriel Vetter und Chris von Rohr beim SRF Blinddate (Foto: SRF).
Gabriel Vetter ist sonst überhaupt nicht auf den Mund gefallen - ganz im Gegenteil - und sein Mundwerk wird dereinst nach seinem Tode wahrscheinlich munter noch eine ganze Weile weiterarbeiten - aber beim Chris von Rohr Blind-Date kapitulierte er nach einer gewissen Zeit einfach vor dem rohrischen Schubladendenken und lies den Altrocker ohne Abwehrmassnahmen gewähren. Das SRF Blinddate mit Autor Gabriel Vetter und Chris von Rohr kann man sich hier anschauen:



Zudem nahm sich Chris von Rohr auch noch die Zeit, eine Sendung mit Sebastian Babic vom Schaffhauser Fernsehen SHF im Hotel Rüden aufzuzeichnen. Dort bringt Chris zum Ausdruck, wie sehr es ihm in der Munotstadt gefalle und dass er demnächst Asyl in Schaffhausen beantragen möchte ;-). Ausserdem erfahren wir, dass er sich gerne einmal mit Giacomo Casanova unterhalten würde. Alle Männer, die sich viel mit Frauen beschäftigen, sind nämlich für Chris von Rohr interessant, da man von den Frauen mehr lernen würde als von den Männern - soso. Das gesamte Interview des SHF mit Chris von Rohr kann man sich hier anschauen:



So, nun noch zur Musik selbst. Auf der Bühne ist Chris von Rohr bei Weitem zurückhaltender, als dass man es nach seinen ganzen anderen oben beschriebenen "Single-Auftritten" erwarten würde. Er steht etwas abseits auf der Bühne und macht sein Ding, spielt also Bass. Bei der Gründung von Krokus 1975 sah das noch anders aus, damals war Chris von Rohr Sänger der Band. 1980 warb jedoch Chris von Rohr himself intensiv um den heutigen Krokus-Sänger Marc Storace, der maltesische Wurzeln hat und Chris spielte fortan Bass, da er registrierte, dass seine stimmlichen Fähigkeiten die Band für eine Ausrichtung hin zu einem geradlinigen, rifforientierten Hard Rock im Stile von AC/DC nicht weiter gebracht hätten. Eine weise Entscheidung des Kopftuchträgers, denn Marc Storace ist als Sänger von Krokus eine ausgezeichnete Besetzung, wie man in folgenden Videos von ihrem Auftritt am Stars in Town 2014 auf dem Herrenacker in Schaffhausen unschwer erkennen kann.









Als Schlussbouquet zum ersten Abend gab es am Ende des Krokus-Konzertes noch einen fetten Feuerwerks-Gruss, der auf die weiteren drei Tage einstimmte. Alles in allem war es ein sehr gelungener erster Festivaltag, so dass sicher einige danach noch Karten für einen der anderen Tage kaufen gegangen sind.
Feuerwerk Stars in Town 2014 Schaffhausen (Foto: SiT FB)
Mit Krokus konnte in dieser wirklich sehr kurzen Zeit ein adäquater Ersatz für Status Quo gefunden werden. Wir wünschen Rick Parfitt gute Genesung. Wer Status Quo unbedingt einmal live sehen möchte, hat - wie oben bereits erwähnt - am 12. September 2015 die Möglichkeit, sie im Hallenstadion in Zürich schauen zu gehen - und wer weiss, vielleicht holen sie ihr Konzert am Stars in Town in Schaffhausen ja irgendwann einmal noch nach...

Dienstag, 19. August 2014

Stars in Town 2014 Zeitraffer & Thomas Hauser Interview

Dank nordagenda.ch können wir hier noch einen schönen Zeitraffer über das gesamte Stars in Town 2014 präsentieren. Wie es sich für einen kompletten Zeitraffer gehört, beginnt er mit dem Aufbau, dauert über die Konzerttage an und endet mit dem Abbau auf dem Herrenacker in Schaffhausen.
Stars in Town 2014 Schaffhausen - ein komplett ausgebuchter Herrenacker
Traditionsgemäss wurde die Kamera für den Zeitraffer im Compucollege-Büro von Boris Litmanowitsch im Haus der Wirtschaft am hinteren Rand des Herrenackers (oben pink im Bild) installiert, von wo aus ein perfekter Überblick ermöglicht wird. Den dreiminütigen Zeitraffer kann man sich hier anschauen:



Wer nochmals intensiv auf das Stars in Town 2014 in Schaffhausen zurückblicken möchte, dem sei hier das Interview des Schaffhausen Fernsehens SHF mit Thomas Hauser, Mediensprecher des Festivals, ans Herz gelegt:



Wer noch mehr wissen möchte, für den haben wir hier auf Schaffhausen.net noch ein paar ausführliche Konzertrückblicke auf ausgesuchte Acts mit Fotos, Videos und vielen Hintergrundinformationen bereitgestellt. Mehr werden folgen. Viel Spass!

Konzerte auf der Startrampe Bühne Fronwagplatz

Tom Odell - Stars in Town - Freitag 8. August 2014 - 20:15 Uhr

Yokko - Stars in Town - Donnerstag 7. August 2014 - 18:30 Uhr

Jan Delay und Disco No. 1 - Freitag 8. August 2014 - 22:15 Uhr

Funkschrank (Klingenstars) - Samstag 9. August 2014 - 17:30 Uhr

Montag, 18. August 2014

Google mag das Löschen nicht

lic. iur. Beat Hochheuser, Rechtsanwalt, Schaffhausen
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes - welches für die Schweiz keine direkte Gültigkeit hat - hat Google auch in der Schweiz die Möglichkeit zur Verfügung gestellt, Löschanträge für unliebsame Suchergebnisse in Google einzureichen. Für das Einreichen stellt Google ein Formular zur Verfügung, welches man jedoch erst nach einigem Suchen überhaupt findet - dies stellt schon einmal die erste Hürde dar und zeigt, dass Google lieber keine Löschanträge erhält. Das Formular findet sich hier.

Dass Google kein Freund der Zensur ist, zeigte sich in der Vergangenheit schon mehrfach. So versuchte der Suchmaschinenkonzern etwa schon, die Zensur der Chinesischen Regierung mit einem Ableger in China, später in Hongkong, aufzulösen und sah sich dabei mit zahlreichen Hackangriffen - vermutlich seitens der Chinesischen Regierung - konfrontiert.

Bis Ende Juli 2014 sind bei Google aus der Schweiz 1'645 Gesuche zu 7'085 Internet-Adressen (URLs) eingegangen. Die aktuelle ablehnende Haltung gegen das Entfernen von Suchergebnissen aus den eigenen Suchresultaten bei Google zeigt sich in zahlreichen Punkten:

Punkt 1: Abwägen von öffentlichem gegenüber privatem Interesse
Wenn eine natürliche Person einen Antrag stellt zur Löschung eines negativen Artikels einer Onlinezeitung über ihn oder sie, dann wird der betreffende Artikel nicht einfach von Google aus den Ergebnissen gelöscht. Es erfolgt eine Abwägung, ob das private Interesse an der Löschung grösser ist als das öffentliche Interesse auf Information über diese Person. Bei Politikern etwa ist das öffentliche Interesse stärker gewichtet als bei einer Privatperson, die in ihrer Ehre angegriffen wird. Die Abwägung erfolgt bei Google in Eigenregie und wird durch ein in Europa angesiedeltes Juristenteam erledigt. Dies hat zu Kritik geführt, da so Google selbst über die Löschung in den eigenen Suchresultaten entscheidet, was viele lieber einer externen, unabhängigen Stelle zuteilen würden.

Punkt 2: Man lässt sich viel Zeit
Die Löschanträge scheinen bei Google keine Priorität zu geniessen. Fristen werden bis zum letzten Tag ausgeschöpft. Das ist im Juristenalltag zwar üblich, jedoch könnte Google schneller agieren, wenn es ihnen wichtig wäre.

Punkt 3: Google informiert Webmaster / Zeitungen über die Löschung
Sobald Google ein Suchergebnis aus der eigenen Suche entfernt, wird die betreffende Quelle (z.B. eine Onlinezeitung, ein Verlag oder auch ein Blog oder ein Forum) über das Entfernen informiert. Die Löschung gilt nur für die eingereichte URL. Stellt die betreffende Onlinezeitung den Artikel nachher unter einer leicht abweichenden URL ins Internet, erscheint der Artikel auch wieder in den Google Suchergebnissen. Nun müsste die betroffene Person einen neuen Antrag bei Google mit der neuen URL stellen und das ganze Spiel würde von Neuem beginnen - wieder mit den gleichen, langen Wartezeiten. Danach könnte die Zeitung das Spielchen wiederholen - ein Teufelskreis und eine unendliche Geschichte für die betroffene Person.

Punkt 4: Google entfernt die Ergebnisse nur lokal
Google entfernt Suchresultate nie weltweit, sondern immer nur dort, wo sie müssen. Wird also beispielsweise auf der amerikanischen Version der Suchmaschine gegoogelt, erscheinen die hier in Europa gelöschten Suchresultate nach wie vor - das Urteil des Europäischen Gerichtshofes hat dort keine Wirkung und so sieht sich Google auch nicht veranlasst, die Artikel dort nicht anzuzeigen.

Punkt 5: Die Suchergebnisse erscheinen nur bei bestimmten Suchabfragen nicht
Wird bei Google beantragt, dass ein bestimmter Artikel nicht mehr bei einer Suche nach "Karlchen Scheuermeier" erscheint, so löscht Google im Falle der Gutheissung des Antrages das Suchergebnis auch nur bei einer Suche nach "Karlchen Scheuermeier". Sucht man hingegen nach seiner Frau, "Rosamunda Scheuermeier", welche ebenfalls im Artikel vorkommt, so erscheint das Suchergebnis nach wie vor.

Punkt 6: Es werden teilweise falsche Personen verdächtigt
Google gibt den Homepage-Betreibern bei der Information über die Löschung aus den Suchergebnissen nicht bekannt, wer den Löschantrag gestellt hat. Der erste Verdacht geht natürlich in Richtung der Person, über die im Artikel negativ geschrieben wird. Es kann aber auch sein, dass jemand den Antrag gestellt hat, der nur in den Kommentaren von Dritten unter dem Artikel angegriffen wurde. Wer also den Antrag gestellt hat, lässt sich weder für den Homepagebetreiber noch für die Suchmaschinenbenutzer nachvollziehen.

Punkt 7: Löschungen werden teilweise rückgängig gemacht
Es ist bekannt, dass Google mehrere Entfernungen von Suchergebnissen nachträglich wieder rückgängig gemacht hat. Wieso, darüber hüllt man sich in Schweigen. Vermutlich hat die betreffende Onlinezeitung nach der Information über die Löschung seitens Google Beschwerde beim Suchmaschinenriesen eingereicht - oder die Google-Jury hat den Fall von sich aus nochmals aufgerollt und anders entschieden.

Punkt 8: Die Antragsteller werden nicht über eine Löschung informiert
Eine Onlinezeitung, deren Artikel aus den Suchergebnissen gelöscht wird, wird von Google darüber informiert. Somit kann die Zeitung den Artikel unter einer neuen Adresse aufschalten und schon erscheint er wieder in den Google Suchergebnissen. Nicht informiert über eine Löschung wird hingegen der Antragsteller. Er muss also selbst immer wieder kontrollieren, ob der Betreffende Artikel aus den Suchergebnissen bei Google gelöscht wurde - und ob er auch nicht wieder zurückgekehrt ist, weil die betreffende Zeitung sich bei Google beschwert hat bzw. die Jury den Fall von sich aus nochmals aufgerollt und anders entschieden hat.

Viele weitere Artikel zum Thema Internetrecht finden sich auf der Homepage www.hochheuser.ch von Rechtsanwalt Beat Hochheuser, Schaffhausen.
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