Mittwoch, 13. Mai 2020

Contempro Preis 2020 - Die Nominierten

Noch nie in der Geschichte des Contempo-Preises wurden so viele spannende und vollständige Dossiers eingereicht. Es haben sich in diesem Jahr 14 Bewerber zum ausgeschriebenen Thema «Sozio-kulturelle Projekte» gemeldet. Das freut die Verantwortlichen des Contempro Preises ausserordentlich.

Unter diesen 14 Bewerbern eine Auswahl zu treffen, wer für den diesjährigen Contempro-Preis nominiert wird und damit die Chance auf den mit 5000.-Franken dotierten Kulturförder-Preis hat, war eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Für das Auswahlverfahren haben sich aus diesem Grund die Nominationsgruppe sowie die Jury in einer „Grossen Konferenz“ beraten. In einer mehrstündigen, spannenden, kritischen und mit vielen guten Argumenten gespickten Diskussion einigten sich die Nominationsgruppe und Jury auf sechs Nominierte für den Contempo-Preis 2020.

Für diese sechs wird es eine Plattform in den (Social-)Medien vor der Preisverleihung geben. Die nominierten Projekte werden einzeln in einem Videoportrait vorgestellt, welches in den nächsten Wochen gedreht wird.

Das Contempo-Fest, welches ursprünglich am 13. Juni 2020 geplant war, findet aufgrund der unsicheren Lage nicht statt. Die Mitglieder des Vorstands haben sich aber dafür ausgesprochen, dass die Jurierung und Vergabe des Contempro-Preises noch vor den Sommerferien durchgeführt werden soll. Wann genau und in welchem Rahmen der Contempro-Preis übergeben werden kann, wird der Vorstand nach der Bekanntgabe der kommenden Lockerungs-Massnahmen von Ende Mai beratschlagen und anschliessend wieder informieren.

Folgende Projekte sind nominiert für den diesjährigen Contempro-Preis:

Reparierbar
2014 wurde die „Reparierbar“ als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Schaffhausen ins Leben gerufen mit dem Zweck, Werkstätten zu betreiben, wo Alltagsgegenstände unter kundiger Anleitung repariert werden können. Somit soll der Wegwerfmentalität der Gesellschaft entgegengewirkt werden. Die Reparatur und Langlebigkeit von Produkten ins Zentrum gerückt und die Konsumenten für das Reparieren begeistert werden. Die Veranstaltungen sind kultur- und generationenübergreifend.

bioloca
Unter dem Namen „bioloca“ besteht seit 2015 ein politisch und konfessionell unabhängiger Verein, der den Zusammenschluss von Menschen ermöglicht, die gemeinsam ein Stück Land kultivieren und mit Hilfe von Fachleuten Nahrungsmittel, insbesondere Gemüse erzeugen wollen. Auf dem Biolocahof im Chlaffentahl, Neuhausen erhalten die Mitglieder und andere Interessierte einen Einblick in die Zusammenhänge der Nahrungsmittelproduktion. Dies soll den bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördern. Eine naturnahe und biologische Landwirtschaft steht dabei im Zentrum. Produziert wird vielfältiges, saisonales und hochwertiges Gemüse, welches unter den Mitgliedern des Vereins aufgeteilt wird.

ProDemenz
Das Projekt „ProDemenz“ besteht aus zwei jungen Frauen, die sich „für eine Pro- statt Antihaltung mit dem Leben mit Demenz“ einsetzen. Zentral ist ihnen dabei, die Krankheit sichtbar zu machen, Hürden zu überwinden und Ängste zu nehmen. Dies versuchen sie, indem sie Demenzpatienten über den Kanal der Musik erreichen. Durch die Musik können frühe Erinnerungen erreicht und verloren geglaubte Fähigkeiten reaktiviert werden. Traditionelle Schweizer Lieder werden sorgfältig aufbereitet und können über ein „Musigdösli“ in Form eines einfach zu bedienenden Retroradios abgespielt werden.

Klimastreik Schaffhausen
Der „Klimastreik Schaffhausen“ ist eine Bewegung und ein Zusammenschluss junger Schaffhauser*innen, die für den Erhalt einer lebenswerten Welt kämpfen. Die junge Bewegung erfuhr im Verlauf des letzten Jahres ein grosses Wachstum und wurde unter anderem durch mehrere organisierte Klimastreiks und politische Vorstösse sichtbar. Das Ziel des „Klimastreik Schaffhausen“ ist es, die Wahrnehmung im Hinblick auf den Klimawandel zu schärfen. Das Kollektiv setzt sich für eine effektive Klimapolitik ein und verschafft jüngeren Generationen eine relevante Stimme im politischen Diskurs.

Halt de Lade
Vor wenigen Jahren wurde in der belebten und jugendlichen Neustadt ein Quartierladen ins Leben gerufen. Beim Namen musste nicht weit überlegt werden „Das isch halt de Lade“, entschieden die Gründer*innen. Betrieben wird der „Halt de Lade“ ehrenamtlich von einem Verein aus acht jungen und junggebliebenen Menschen. „Halt de Lade“ bietet neben Platten, Bier und regionalen Zutaten für einen Znacht oder ökologischem Waschmittel vor allem auch eines: Ein Ort und eine Plattform für Menschen unterschiedlichster Art, die sich über Musik, die Welt und vieles mehr austauschen können.

Fussballplatz Felsenau
Fussball ist mehr als nur ein Sport. Dieser Grundgedanke prägte Andrea Külling, die als Mutter fussballspielender Kinder, aber auch als Bewohnerin der Felsenau das Wachstum ihres Quartiers aufmerksam beobachtet und sich für die Renovierung des alten Fussballplatzes einsetzt. Mit Hilfe anderer Eltern und Kinder konnten durch kreative Aktionen die nötigen finanziellen Mittel geschaffen werden, um einen neuen, schönen Fussballplatz zu realisieren. Auf dem Platz treffen sich Kinder unterschiedlichen Alters und Kulturen. Das gemeinsame Ziel, einen Fussballplatz aufzuwerten, ermöglicht fussballtalentierten Kindern ein tägliches Training und fördert den Zusammenhalt und die Vernetzung im Quartier.

Quelle: Contempro Verein

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