Posts mit dem Label Hermann-Luc Hardmeier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hermann-Luc Hardmeier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. Dezember 2018

"Ehrenmann" und "Ehrenfrau" ist das Jugendwort des Jahres 2018

Ups, fast wäre es dieses Jahr vergessen gegeangen. Seit geraumer Zeit verfolgen wir auf Schaffhausen.net die Wahl des Jugendwortes. Die Prämierung war eigentlich schon im November, doch irgendwie ist es uns durch die Lappen gegangen. Kurz, bevor 2018 vorbei ist, wollen wir nun das Versäumte nachholen.

Für alle, die ungeduldig darauf gewartet haben und den letzten Monat offenbar unter einem Stein gewohnt haben, tun wir deshalb so, als ob es kein kalter Kaffee wäre. Das Jugendwort 2018 ist: Tataaaaaaaaaaaaaaaaaaa -- "Doppeladler".

Ups, ach nein, das ist ja das Wort 2018. Naja, aber hätte ja sein können. Noch ein Versuch. Das Jugendwort 2018 ist: Tataaaaaaaaaaaaaaaaaa -- "Ehrenmann" und "Ehrenfrau".

Ausgewählt wurde es von einer 21-köpfigen Jury unter Leitung des Langenscheidt Verlages. So werde jemand bezeichnet, der etwas Besonderes für einen tut, erklärte der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München. Verhält man sich also wie eine echte Lady oder wie ein echter Gentleman, so ist man in den Augen der Jugendlichen ein Ehrenmann oder eine Ehrenfrau. Die Jury bestand in diesem Jahr unter anderem aus Journalisten, Bloggern, Schülern und einem Polizeikommissar aus Berlin-Kreuzberg. Juror Oliver Bach, Literaturwissenschaftler an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, sagte über "Ehrenmann/Ehrenfrau": "Die Jugendsprache hat dieses Wort wiederentdeckt. Zur Zeit meines Opas war der Ausdruck auf höhere, männliche Gesellschaftsschichten beschränkt. Diese Grenze ist nun gefallen.“ Der 18 Jahre alte Youtuber Fabian Grischkat sagte: "Ich freue mich besonders über das Wort, da es in Zeiten von Hass und Hetze ein positives Zeichen setzt. Jeder Mensch, der eine gute Tat vollbringt, darf sich ab heute mit dem offiziellen Jugendwort schmücken!"

Bei einer vorangegangenen, unverbindlichen Online-Abstimmung war Ehrenmann/Ehrenfrau" auf dem dritten Platz gelandet. Seit Ende August bis zur Wahl am 13. November standen 30 Begriffe zur Auswahl, die zeigen sollen, wie Jugendliche heute reden. In der Auswahl stand auch das sehr häufig verwendete Wort „Lauch“. Es bezeichnet einen Trottel bzw. jemand, der laut der Jury „unmuskulös“ ist. Lauch hatte leider von Anfang an keine Chance, denn Beleidigungen und Schimpfwörter werden aus Prinzip nicht zum Jugendwort erkoren. Der Langenscheidt möchte mit der Wahl die Kreativität der Sprache zeigen und ein positives Signal senden, heisst es immer wieder vom Organisator der Wahl. Da passen negative Begriffe natürlich nicht ins Bild. Der Favorit der rund 1,5 Millionen Teilnehmer des Online-Votings war "verbuggt" - für etwas, das voller Fehler ist. Ebenfalls viele Stimmen erhielt der Begriff „Breiern“. Der Ausdruck soll den Zustand erklären, wenn jemand erbricht und trotzdem weiterfeiert. „Besti“ für beste Freundin, „Borderitis“ als Allergie gegen Grenzen und „Axelfasching“ für Achselhaare schafften es auch auf die Liste. „Auf deinen Nacken“, ein Ausdruck für „Du zahlst“ oder „Boyfriend-Material“ für jemanden, der sich für eine Beziehung eignet, sind weitere kreative Wortkreationen, welche eingereicht wurden. Man könnte die Liste noch seitenlang fortsetzen. Da stand beispielsweise auch „glucosehaltig“ für süss, „Ich küss dein Auge“ für jemanden, den man gerne hat, „lan“ für krass, „wack“ für langweilig oder „lit“ für cool bzw. „Lituation“ für eine coole Situation. Ein „Appler“ prahlt gerne mit seinem iPhone, ein „Gymkie“ (Kombination aus Gym und Junky) ist jemand, der zu oft in der Muckibude trainiert. Ein „Snackosaurus“ ist ein verfressener Mensch“ Der ist gerade voll am „Ranten“ heisst so viel wie ausrasten. Beim „Chinning“ schiesst man ein Selfie, auf welchem man ein Doppelkinn imitiert. Schaust du zu lange in den Bildschirm, dann hast du vielleicht einen „Screenitus“. Wer sich in der Nacht in die Decke einrollt, der ist ein „Einwraper“.“Sheeesh“ ist ein Ausdruck des Erstaunens. Echt jetzt? Wirklich? Ja! Und zu guter Letzt sei noch auf die Ausdrücke „zuckerbergen“ und „Lmgtfy“ hingewiesen. Das erste heisst so viel wie „stalken“, der zweite Ausdruck ist die Abkürzung für „Let me google that for you“. Verwendet wird er, wenn jemand eine unnötige Frage stellt, die auch Google beantworten kann. Die Kriterien für die Top 30 sind laut Verlag Originalität, Kreativität, Verbreitung sowie kulturelle, gesellschaftliche und zukünftige Relevanz. Die Jury musste sich dann für eines der zehn beliebtesten Wörter aus dem Online-Voting entscheiden.

2017 hatte der Ausdruck "I bims" gewonnen, ein Synonym für "Ich bin" und "Ich bin's". Seit 2008 wird jährlich ein Jugendwort bestimmt. Da die Wahl eine Werbeaktion des Langscheidt-Verlages für sein Jugendsprache-Buch ist, wird häufig diskutiert, ob das gewählte Wort wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht. Ziemlich verbuggt, denn schliesslich arbeiten bei Langenscheidt viele Ehrenmänner und Ehrenfrauen. Und falls du mehr wissen willst: Lmgtfy!

Von Hermann-Luc Hardmeier.

Hermann-Luc Hardmeier schreibt seit 2009 über die Wahl des Wort des Jahres und die Wahl des Jugendwortes.

Montag, 10. April 2017

Schaffhausen: The Baseballs im Interview - "Wir würden gerne einmal mit Elvis abhängen."

Die Berliner Band "The Baseballs" war am vergangenen Samstagabend in Schaffhausen. Die drei Herren mit den Elvis-Frisuren sind derzeit auf Europatournee. Frontmann Sam und die Sänger Basti sowie Digger hatten vor ihrem Auftritt in der ausverkauften Kammgarn kurz Zeit für ein Interview. Wir sprachen mit ihnen über Musik, ihr Erfolgsrezept und natürlich über Elvis Presley. Das Interview wurde von Hermann-Luc Hardmeier geführt.

Bild: The Baseballs auf der Bühne in Schaffhausen. (Foto: Phillip Schmanau, Interview: Hermann-Luc Hardmeier)

Hermann-Luc Hardmeier: Hand aufs Herz - Wie lange braucht ihr am Morgen vor dem Spiegel für die perfekte Elvis-Locke?

Sam: Wir sind mittlerweile geübt und jeder hat seine eigene Taktik. Föhn, Haarspray und Gel heissen die Zauberworte. In 10 bis 15 Minuten ist alles fertig. Aber man findet immer ein Strähnchen, das nicht sitzt. Es kann auch mal eine halbe Stunde gehen. 

Hermann-Luc Hardmeier: Was verbindet ihr mit Schaffhausen?

Digger: Wir verbinden damit immer nur Positives, wir waren ja am Sommer schon am Stars in Town und sind generell sehr gerne in der Schweiz. Wir haben uns beim Essen noch unterhalten und gewundert, warum wir im schönen Club „Kammgarn" noch nie gewesen sind. Die Voraussetzungen für eine coole und entspannte Show heute Abend sind auf jeden Fall gegeben.

Hermann-Luc Hardmeier: Euer Markenzeichen ist der Rock’n’Roll und optisch die Nähe zu Elvis. Ist das echt oder ein Marketinggag?

Digger: Wir sind dem Style von damals verfallen und haben uns in Berlin anhand der Frisuren erkannt und gefunden. Wir hatten auch vor den Baseballs alle in Bands gespielt, die etwas mit der Zeit von damals zu tun hatten. Ich hatte vorher eine Bluesband. Sam spielte Elvis-Coversongs. Viele Leute stellen sich das wie so eine Wissenschaft vor, dass man im stillen Kämmerchen brütet, welche Marketingstrategie man fahren könnte, um Erfolg zu haben. Wir sind Elvis-Fans der ersten Stunde.

Hermann-Luc Hardmeier: Vor euch gab es ja bereits den Musiker Sascha, der als Dick Brave die Hitparade mit neu aufgenommenen Rock’n’Roll-Songs stürmte und den Stil von damals kopierte. War er ein Vorbild?

Digger: Klar. Das kann man auch nicht verschweigen. Wir fanden seine Musik eine tolle Sache und dachten, das Einzige, was ihm fehlte, war dieser Doo-Wop-Style aus den Sixties. Die Vocal-Arrangements mit Backings und Pi-Pa-Po. Das haben wir dann ausprobiert, haben gejammt und mit Fail und Trial etwas Eigenes kreiert. Erfreulicherweise konnten wir die Leute auf uns aufmerksam machen. Wir haben ironischerweise auch die neuen Medien extrem gut nutzen können und sind zu 95% für unseren Durchbruch selber verantwortlich. Das ist etwas, was man gerne vergisst, wenn man über uns berichtet. Wir sind nicht mit unserer Idee zu einer Plattenfirma gegangen und haben gesagt: Da sind wir, bringt uns mal gross raus.

Sam: Es war tatsächlich extrem viel Herzblut dabei. Wir wollten der Jugend diese Musik wieder näherbringen.

Hermann-Luc Hardmeier: Hat euch der Erfolg in dem Fall überrascht?

Sam: Ja, total. Die Leute haben sich europaweit vom Rock’n’Roll-Virus infizieren lassen. In den Charts von heutzutage, da ist ja nicht mehr viel Handgemachtes dabei und es ist schön zu sehen, dass die Radiostationen über ihren Tellerrand hinausgeschaut haben und uns spielten.  Etwas, was ehrlich und echt klingt.

Basti: Als wir uns 2007 vor 10 Jahren gründeten, haben wir niemals landesweit geschweige denn europaweit gedacht. Wir wären schon zufrieden gewesen, wenn wir nicht immer in den klassischen Rock’n’Roll-Clubs gespielt hätten. Wir haben dann 2009 den Umbrella-Song aufgegriffen, weil der einfach auf der Hand lag als weltweite Nummer 1. Er eignete sich einfach perfekt dazu, um ihn als Rock’n’Roll-Version zu spielen.  Das war der erste Song überhaupt, den wir probiert hatten und wir hatten Timing-mässig einfach ein riesiges Glück gehabt. Dass das dann so einschlägt, damit war nicht zu rechnen. Das kann man nicht planen.

Hermann-Luc Hardmeier: Der Song eignete sich perfekt. Was muss denn ein Song haben, damit ihr ihn mit dem Baseball-Twist verseht und ihn in euer Repertoire aufnehmt?

Basti: Wir probieren einfach alles aus. Der erste Antrieb ist natürlich, dass man Songs nimmt, die Erfolg haben und die Leute kennen. Derzeit schiessen überall die 90er-Jahre Partys wie Pilze aus dem Boden. Alle Leute hören Britney Spears und Everybody auf den Partys. Wir wollten auf dieser Welle mitreiten und die Energie jener Zeit mit dem Rock'n'Roll kombinieren. Deshalb haben wir für unser aktuelles Album „Hit me Baby..“ die 90er-Jahre-Songs ausgewählt, um sie zu „verrock’n’rollisieren“. Dann geht’s in den Proberaum und wir schauen, was geht und was nicht. Manchmal tüfteln wir auch lange an einem Lied und lassen es wieder fallen, wenn das gewisse Etwas fehlt. Es gibt nicht ein Grundgeheimnis für die Baseballs-Meganummer.

Hermann-Luc Hardmeier: Habt ihr es in dem Fall nie bereut, dass ihr euch auf „nur“ eine Musikrichtung spezialisiert habt?

Digger: Rock’n’Roll ist sehr vielseitig. Insofern haben wir nicht ein Problem, dass wir eingeschränkt sind. Wir lieben diesen Sound und stehen dazu. Man würde ja jetzt auch nicht Metallica fragen, ob sie HipHop machen wollen. Wir können uns schon ausleben und fühlten uns nie limitiert.

Basti: Wir sind seit Kindesbeinen Rock’n’Rollfans. Das kannst du gar nicht wegbringen.

Sam: Wir versuchen ja aus den unterschiedlichsten Sparten Songs zu nehmen und in Rock’n’Roll umzuwandeln. Von da her sind wir relativ vielseitig. Wir haben beispielsweise „Candy Shop“ von 50 Cent genommen. Da hätte wohl auch nie jemand gedacht, dass das funktionieren kann. Wir haben es geschafft und solche Dinge sind die grossen Herausforderungen für uns.

Hermann-Luc Hardmeier: Elvis ist euer Vorbild. Wenn es irgendwann via Zeitreise möglich wäre, ihn zu besuchen. Was würdet ihr ihn fragen?

Sam: Ich weiss gar nicht, ob ich ihn etwas fragen würde…
Basti: Du kennst seinen Lebenslauf eh auswendig.

Sam: Genau, ich würde ihn fragen, ob er Fragen hat. Wie die Zukunft so ist. (lacht).
Aber schlussendlich würde ich einfach gerne mit ihm abhängen, mit ihm jammen und mit ihm sein Erdnuss-Butter-Bananen-Sandwich essen. Das wäre mein Traum.

Hermann-Luc Hardmeier: Elvis war ja auch ein riesiger Frauenheld. Wie sieht das bei euch aus?

Digger: Wir haben uns kennen gelernt, als wir uns alle auf der Bühne schon ein wenig die Hörner abgestossen hatten. Wir alle haben das früher genossen, dass man auf der Bühne einen gewissen Status hat. Ich würde sagen, dass wir mittlerweile ein sehr erwachsenes Leben auf der Bühne führen. Klar gibt es einmal hier ein Flirt und da ein Flirt aber wir sind nicht auf der Bühne, um uns ein Mädel für die nächste Nacht zu suchen. Das schaffen wir auch rein körperlich gar nicht mehr.  (lacht)

Sam: Das ganze 50er-Jahre-Image, da spielt man natürlich ein wenig damit. Die Mädels im Publikum mit den Petticoats wissen, wie das damals bei Elvis war. Wenn man auf die Knie fällt, dann kreischen sie.  Auch wenn sie es selber nicht sehr erregend finden.

Digger: Vielleicht rufen sie auch nur einen Krankenwagen und wir missinterpretieren diese Rufe.

Hermann-Luc Hardmeier: Letzte Frage: Wie muss die Show heute sein, damit ihr zufrieden seid?

Sam: So lange wir ins Publikum schauen und lachende Gesichter sehen, sind wir glücklich. Da kannst du gar nicht anders, als zu feiern. Es ist ein Geben und Nehmen. Je mehr die Leute mitgeben, desto mehr fordern sie uns heraus mehr zu geben und wir freuen uns, wenn alle mit uns eine grosse Party feiern.

Digger: Wir messen den Erfolg der Show mehr an der Reaktion des Publikums als an unseren eigenen Leistungen. Das trägt uns seit 10 Jahren und wir denken, das merken die Zuschauer.
Von Hermann-Luc Hardmeier.

Freitag, 13. November 2015

Zombiejagd mit dem Jugendwort 2015

"Smombie" ist das Jugendwort 2015. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Wirft man die Begriffe „Zombie“ und „Smartphone“ in den Duden-Mixer, so erhält man das deutsche Jugendwort 2015 namens „Smombie“.

Ein „Smombie“ ist eine junge Person, die von der Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil sie nur auf ihr Handy starrt. Solche Menschen kann man täglich auf der Strasse beobachten. Nicht selten kommt es dabei zu unheilschwangeren Situationen: Zusammenstössen mit Strassenschildern, anderen Mitmenschen, beinahe Unfälle, wenn der Smartphone-Fan fast in den Bus läuft oder das lustigste: Wenn zwei „Smombies“ zusammenstossen.

„Smombie“ ist das deutsche Jugendwort des Jahres. Die Jury des Langenscheidt-Verlags kürte den Begriff an einem sehr passendem Datum: Am Freitag, den 13. wurde in München die Telefon-Zombiejagd eröffnet. Ausgeknobelt wurde der Begriff mittels eines Online-Votings auf der Jugendwort-Seite. Dort hatte zwar der Begriff „merkeln“ ganz vorne gelegen. Das heisst in etwa so viel, wie „abwarten und keine Entscheidung treffen“ mit einem kleinen sarkastischen Seitenhieb auf die aktuelle deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Verhalten in politischen Krisen.

Doch ganz so demokratisch wie man meint, geht es dann doch nicht zu und her. Das Siegerwort wird von der Langenscheidt-Jury selber ausgewählt. Ein Begriff wurde dieses Jahr sogar disqualifiziert. Es handelt sich dabei um den Ausdruck „Alpha-Kevin“. Laut den Wortschöpfern ein Synonym für einen „Oberdeppen“. Da der Langenscheidt-Verlag niemanden beleidigen wollte, wurde der rote Zensurstift angesetzt. „Es lag uns fern, Personen zu diskriminieren“, lautete die offizielle Begründung dazu.

„Smombie“ reiht sich ein in die Siegesliste der deutschen Jugendwörter, seit es die Wahl gibt.

• 2014: Läuft bei dir
• 2013: Babo
• 2012: Yolo
• 2011: Swag
• 2010: Niveaulimbo
• 2009: hartzen
• 2008: Gammelfleischparty

Neben „Smombie“ und „merkeln“ waren auch noch Ausdrücke wie „Maulpesto“ (starker Mundgeruch“, „Dia Bolo“ (missratenes Selfie) und „Discopumper“ (einer, der nur ins Fitnessstudio geht, um im Ausgang gut auszusehen) im Rennen.

In der Schweiz hätte 2015 sicherlich der Satz „Ich bin Bruno, der Kameramann“ oder „Hallo Mueter“ das Rennen als beliebteste Jugendausdrücke gemacht. Doch leider wurde in Helvetia die Wahl des Jugendwortes gestoppt. Das letzte offizielle wurde 2012 mit „shaz“ gewählt. Danach folgte 2013 noch eine Abstimmung von 20min.ch, die den Begriff „chills“ kürte. Seither gibt den Jugendlichen die deutsche Jury den Takt an.

Ob die Vertreter des TV-Magazins „taff“, Bravo-Redakteure, Youtubern, Langenscheidt-Experten und wer noch alles dabei war, wirklich wissen, wie die heutige Jugend spricht? „Smombie“ ist nicht gerade ein Ausdruck, der leicht über die Lippen geht. Auch ergibt eine Umfrage von verschiedenen Radiostationen und Online-Medien am Wahltag das Ergebnis, dass die Jugendlichen den Begriff oft gar nicht kennen. Wenn man ihnen jedoch die Bedeutung erklärt, können viele darüber lachen.

Naja, ist das der Sinn einer Wahl zum Jugendwort? Bei dieser Frage kann man skeptisch, kritisch, ablehnende oder lobend sein. Fakt allerdings ist folgendes: Die Wahl des Jugendwortes lässt einmal pro Jahr darüber nachdenken, welche neuen Begriffe durch die jungen Hirne flattern und vielleicht eines Tages im Duden Einzug finden werden.

Und insofern ist es ja unwichtig, ob „Smombie“ nun oft benutzt wird, oder nicht. Aber irgendwie ist es beruhigend, dass die Jugend nach wie vor neue Wörter erfindet, die hoffentlich nicht nur von einigen Jugendlichen, sondern vor allem auch von Erwachsenen nicht verstanden werden.

Genau das ist das doch das Witzige an der Jugendsprache!

  Ach ja, noch ein Tipp für alle „Smombies“: Schaut ab und zu von eurem Smartphone auf und werft einen Blick auf die Strasse. Sonst gibt es bald keine von euch mehr, welche die Jugendsprache sprechen können. Und das wäre doch hashtag-lol-selfie-stick und yolo-mässig schade.

Von Hermann-Luc Hardmeier


Hermann-Luc Hardmeier hat auf 20min.ch, in der Zeitung "Schaffhauser Nachrichten" und auf Schaffhausen.net schon mehrere Artikel zum Thema Jugendsprache publiziert.


Zum Thema Jugendsprache ist von Hermann-Luc Hardmeier auch folgender Artikel auf 20min.ch erschienen:

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/16791764

http://www.hermann-luc-hardmeier.ch/?p=472

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Die Schweiz wählt # zum Wort des Jahres - Ein Review von Hermann-Luc Hardmeier

Gartenzaun, Gartenhag, Hashtag, vier gekreuzte Zündhölzli, oder wie man auch immer sagen möchte: Das Twitter-Zeichen # wurde zum Schweizer Wort des Jahres gewählt. Eine kurze Übersicht über die wichtigsten Resultate von Hermann-Luc Hardmeier.

Begründung der Jury: Der Wunsch nach Verdichtung und Schlagwörter schlägt sich in unserer Sprache nieder.

Bild: Poetryslammerin Hazel Brugger war Teil der Radio-SRF-Jury, welche das Wort des Jahres wählte. (Foto: www.srf.ch, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)


Im Vergleich zu den bisherigen Wörtern des Jahres sticht  # schon etwas heraus:

2013: Stellwerkstörung (SBB)
2012: Shitstorm
2011: Euro-Rabatt
2010: Ausschaffung
2009: Minarettverbot
2008: Rettungspaket
2007: Sterbetourismus
2006: Rauchverbot
2005: Aldisierung
2004: Meh Dräck
2003: Konkordanz

Zudem wird auch jedes Jahr das Unwort des Jahres und der Satz des Jahres gewählt.
Hier nur ein paar Outtakes:

Unwort des Jahres:
2014: Dichtestress
2013: Bio
2010: FIFA-Ethikkommission

Satz des Jahres:
2014: Es bleibt unbeständig (Wetter)
2012: Vada a bordo, cazzo!
2011: Das Leben ist kein Bonihof.
2009: Ich bin nicht gut integriert in der Schweiz - ich bin Schweizer (Granit Xhaka)
2004: Switzerland - zero Points.

Von Hermann-Luc Hardmeier

Und hier ist der ausführliche Bericht zum Wort des Jahres:

# ist das Schweizer Wort des Jahres

Warum die Jury das Twitter-Zeichen # zum Wort des Jahres gewählt hat. Ein Review zur Wahl von Hermann-Luc Hardmeier.

Jedes Jahr erwartet die Schweiz mit Spannung die Wahl zum Wort des Jahres. Weit mehr als 1000 Vorschläge haben 2014 die Jury unter SRF-Leitung erreicht und nun sind die Würfel gefallen. # sprich „Hashtag“ ist der Sieger bzw. die Siegerin. Hmm, woher kommt einem das Symbol denn eigentlich bekannt vor? Jaja, natürlich von Twitter, doch da war doch noch was anderes. Ah ja, richtig. Diese gekreuzten Linien bilden doch die Grundlagen des Tic-Tac-Toe-Spiels. Genau, das mit den Kreisen und Kreuzen, das überlebenswichtig für so viele langweilige Schulstunden war. Und nun ist es also Schweizer Wort des Jahres: Bravo! 2015 kommt dann wahrscheinlich 4-Gewinnt als Wort des Jahres und 2016 Mikado. Oder Monopoly.

Hashtag wird von älteren Menschen noch als „Gartenhag“ bezeichnet und vom helvetischen Mundwerk als „Häsch-Täg“ ausgesprochen. Da kann man sich einen plumpen Kneipenwitz nicht ersparen: Bob Marley hatte manchmal auch seine Häsh Täg, hahahaha. Wortwitz beiseite und weiter geht’s: Das Zeichen erlangte seine Berühmtheit in den sozialen Medien wie Twitter, Instagram und Facebook. Es gilt quasi als Postleitzahl für Gruppenmeldungen. In der Funktionsweise eine Weiterentwicklung des @-Zeichens, welche die E-Mails jeweils an den richtigen Adressaten weiterleitet. Kurz gesagt: # passt zu unserer heutigen Kommunikation und für den Wunsch des Verdichtens und Zeitsparens. Anstatt ein lustiges Foto mit dem Kommentar zu versehen: „Marc und Peter haben Spass in den Ferien“, wird das Ferienfoto kurzerhand mit #fun gekennzeichnet und jeder weiss Bescheid. Für die Jury bestehend aus dem Autoren Martin Suter, dem Schriftsteller Pedro Lenz, Ursula Schubiger vom Radio SRF, Daniel Quaderer, Bänz Friedli und Poetryslammerin Hazel Brugger steht der Begriff sinnbildlich für eine Gesellschaft und vor allem für eine Jugend, die rasch auf den Punkt kommt und für eine zunehmende Verdichtung der Sprache. Der Wunsch nach Schlagworten schlägt sich sozusagen in der Sprache nieder. Weniger ist manchmal mehr? Wenn man der Jury glaubt, dann auf jeden Fall.

 # hätte anstatt als Wort des Jahres vielleicht viel besser als Jugendwort des Jahres hergehalten. Auf die Anfrage von Hermann-Luc Hardmeier für die Zeitung "Schaffhauser Nachrichten" erklärte die Jury-Präsidentin jedoch, dass die Wahl des Jugendwortes aufgegeben worden sei. "Wir fühlen uns nicht qualifiziert dazu und versuchen, mit 20min.ch eine Zusammenarbeit beim Jugendwort zu erreichen", erklärte Ursula Schubiger gegenüber Hermann-Luc Hardmeier von den "Schaffhauser Nachrichten". Schade. Denn das Jugendwort  # wäre gar nicht so unpassend gewesen...

Selfie fällt in Ungnade

Es wurde eine Flut von Begriffen eingereicht und nach einigen Stunden wurden danach die Entscheidungen gefällt. Leicht gemacht hat man sich es dabei nicht, denn auch das Wort „Selfie“ hatte einen starken Anspruch auf das oberste Treppchen des Podests angemeldet. „Das ist mir jetzt eine Spur zu banal“, sagt Bänz Friedli, der seit 12 Jahren der Jury angehört. Es wäre seiner Meinung nach „das Naheliegendste“ und man sollte es sich als Jury nie zu einfach machen. „Man muss sich in 20 Jahren daran zurückerinnern und wird sich hoffentlich nicht mehr an diesen Stadtpräsidenten erinnern, der sein Handy nicht im Griff hatte“, sagte er und verweist augenzwinkernd auf den Skandal um das Nack-Selfie von Politiker und Stadtammann Geri Müller.

Unwort des Jahres: Dichtestress

Was wäre die Wahl des Wort des Jahres ohne ein Unwort des Jahres? „Dichtestress“ wurde von bürgerlichen Politikern Ende 2013 aus der Versenkung gezaubert. Ursprünglich stammt es aus der Tierwelt, doch es wurde eingefangen, gezähmt und darf nun für Pro- und Contra-Argumente für politische Initiativen an der Leine geführt werden. Beispielsweise für die „Masseneinwanderung“ oder „Ecopop“. Dabei wären doch genau diese zwei Begriffe herrliche Anwärter für Unwörter des Jahres gewesen. Dicht gefolgt von „Food Porn“ und nach den grauenhaften Ausstrahlungen von gewissen Flirt-Sendungen auf „drei +“ würde ich auch gerne „Bachelor“ dazuzählen. Die Jury ist des öffentlichen Gebrauchs des Wortes „Dichtestress“ müde und kritisiert völlig zu Recht, dass man in an einem gemütlichen Ort wie der Schweiz noch nie wirklich einen echten „Dichtestress“ erlebt hat.

Satz des Jahres: Es bleibt unbeständig

Die Meteorologen bei SRF sprechen manchmal, als seien sie mit dem Mähdrescher über den Duden gefahren. Wortkreationen, bis zum Rand angefüllt mit heisser Luft sind keine Seltenheit. Denn was soll ein Satz wie „Es bleibt unbeständig.“ schon aussagen? Irgendwie ein Widerspruch, wenn etwas bleiben soll, gleichzeitig aber unbeständig ist. Oder nicht? Diese Ambivalenz gefiel auch der Jury und der Seiltanz zwischen Regen, Sonne, Hochs und Tiefs beschreibe und charakterisiere doch eigentlich ganz herrlich die Grosswetterlage in der Schweiz. Ein bisschen unbeständig sind auch die Siegersätze der Jury zur Wahl des Wort des Jahres. 2009 beispielsweise wurde zum Jugendwort des Jahres ein ganzer Satz gewählt (vergleiche dazu den entsprechenden Bericht von Hermann-Luc Hardmeier auf der Website hermann-luc-hardmeier.ch)

Doch nun genug der Gartenzäune, unbeständigen Wetterlagen und gestressten Dichtern. Ich sag jetzt nur noch #Feierabend.

Von Hermann-Luc Hardmeier im Winter 2014.

Montag, 24. November 2014

„Läuft bei dir“ ist das deutsche Jugendwort 2014

Von Hermann-Luc Hardmeier: Der Langenscheidt-Verlag hat den Nachfolger von Babo (Jugendslang für „Chef“) und Yolo (Jugendslang für „Ergreife die Gelegenheit“, sozusagen das neue „Carpe Diem“) gewählt.

Das neue Jugendwort gefällt auch den Jüngsten. (Bild: Google.ch, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

In Deutschland wird das Jugendwort seit 2008 von einer Jury erkoren und hat sich in den letzten drei Jahren mit freakigen fremdsprachlichen Ausdrücken begnügt. Da gab etwa kreative Wortkreationen wie „Swag“, Yolo“ oder auch „Babo“. Nun also back to the Roots: Eine deutsche Wortkreation. Und angesichts dieser Euphorie vergisst man schnell einmal, dass „Läuft bei dir“ streng genommen gar kein Wort, sondern ein ganzer Satz ist. Der Jugendsatz des Jahres halt.

Die 14-köpfige Jury bestand aus Jugendlichen, Journalisten und Sprachwissenschaftlern. Der Jugendsatz des Jahres beschreibt ihrer Meinung nach perfekt eine typische Situation, in welche Jugendliche geraten können. Übersetzt heisst es so viel wie „Du hast es drauf!“, kann aber auch einfach eine anerkennende Feststellung wie „cool“ oder „krass“ sein. Und natürlich kann der Ausdruck auch ironisch verstanden werden. Gute Note in der Schule kassiert? – „Läuft bei dir.“ Erfolgreich in der Disco geflirtet? –„Läuft bei dir.“ Das neue iPhone schon am ersten Tag aus Versehen auf den Boden fallen lassen? „Läuft bei dir ;-)“

Bushido als Wortschöpfer?

Wo der Ausdruck seine Wurzeln hat, ist nicht so ganz klar. Einen starken Einfluss hat aber sicherlich der öffentlich ausgetragene Streit zwischen den zwei Rappern Bushido und Kay One, in welchem sich auch Eko Fresh zu Worte meldet. Bushido hat einen Disstrack gegen seinen einstigen Freund und Zögling Kay One („Leben und Tod des Kenneth Glöckler“) gemacht. Im Videoclip ist eine alte Aufnahme zu sehen, in welcher sich Kay eine Hantel gegen den Schädel hämmert. Bushidos Kommentar: „Läuft bei dir, Kay.“ Eko Fresh reanimierte den Ausdruck, als ein Strafverfahren gegen Bushido eingeleitet wurde. Bushido hatte in einem Song mehr oder weniger direkte Drohungen gegen deutsche Politiker ausgesprochen. Eko Fresh twitterte darauf das Foto von der Titelseite der Bild-Zeitung. „Strafverfahren gegen Bushido“ und fügte an: „Läuft bei dir dicka.“ Das kann noch lange so weiter gehen.

Den Ausdruck „Läuft bei dir“ kann man übrigens auch zu „Bei dir läuft“ umdrehen und auch Versionen wie #läuft wurden bereits in freier Wildbahn gesichtet.

Ist das Jugendwort repräsentativ? Und wie kommt die Jury eigentlich zu ihren Begriffen? Diese Frage wird wohl nie vollständig geklärt werden. Die Suche nach dem Ausdruck mit dem meisten Style passiert online. Jugendliche können Vorschläge einschicken und dafür voten. 2014 wurde die Wahl angeblich manipuliert und deshalb hat Langenscheidt das unanständige Wort „fappieren“ (ein Ausdruck für masturbieren) von der Wahl ausgeschlossen. Ob gelungen oder nicht; für Gesprächsstoff sorgt der Ausdruck allemal.

Und um das Ganze abzurunden, hier noch die Top-5 aus der Wahl des deutschen Jugendwortes:

Die Top 5 Jugendwörter 2014 im Überblick:

1. Läuft bei dir
2. Gönn dir! (Viel Spass dabei! Gönn es dir! Oder auch: Ironischer Wunsch)
3. Hayvan (spielt auf die positiven oder negativen Eigenschaften von Tieren an, zum Beispiel Muskelpaket, treuer Freund oder aber: triebgesteuert, ohne Denkvermögen)
4. Selfie (Dieses Jugendwort kennen ausnahmsweise sogar Erwachsene)
5. Senfautomat (Klugscheisser bzw. jemand, der alles kommentiert)

Von Hermann-Luc Hardmeier

Freitag, 17. Oktober 2014

Interview mit der Band Revolverheld

Niels Grötsch und Kris Hünecke von der Band Revolverheld nahmen sich vor ihrem Auftritt in der Kammgarn am 16. Oktober 2014 Zeit für ein Interview. 

Von Hermann-Luc Hardmeier. 

Bild: Die Band Revolverheld in der Kammgarn. (Foto: Hermann-Luc Hardmeier. Interivew: Hermann-Luc Hardmeier.)


Hermann-Luc Hardmeier: Freut ihr euch auf das Konzert? Ist im Vergleich zu euren gewohnten Auftritten Schaffhausen nicht etwas klein?
Revolverheld: Wir freuen uns extrem auf den Auftritt. An kleineren Konzerten hat man viel mehr Kontakt mit dem Publikum und kriegt ein direktes Feedback. Wir können auch vor 100 Leuten spielen und unseren Spass haben. Wir finden nicht, dass Schaffhausen ein grosser Kontrast zu unseren sonstigen Shows ist. Wir waren ja nicht auf einen Schnipp berühmt. Das hat sich entwickelt und so empfinden wir ein kleineres Publikum angenehm und erinnern uns zurück an damals, als wir angefangen haben.

 Hermann-Luc Hardmeier: 2. Habt ihr vor der Show noch ein wenig Sightseeing gemacht?
Revolverheld: Na klar. Wir haben den Rheinfall angeschaut. Ihr habt es echt schön hier.

Hermann-Luc Hardmeier: Schön, dass es euch in der Schweiz und vor allem bei uns gefällt. Ihr hattet ja nicht immer positive Erfahrungen mit den Schweizern… 
Revolverheld: Du sprichst DJ Bobo an?

Hermann-Luc Hardmeier: Ja genau. Habt ihr ihm verziehen? 
Revolverheld: An einer Castingshow namens „Dein Song“ haben wir mit unserem Schützling gegen seinen Schützling verloren. Das werden wir ihm nie verzeihen. Das kannst du auch so schreiben. Aber DJ Bobo hat eben zwei Seiten. Er ist so unglaublich freundlich, man muss ihn einfach gern haben.

Hermann-Luc Hardmeier: Wie seid eigentlich auf den Namen Revolverheld gekommen? Seid ihr alles Fans von Lucky Luke?
Revolverheld: Nein, nein (lacht). Wir texten sehr direkt und wir hatten das Bild vor uns, dass ein Cowboy direkt schiesst, ohne Fragen zu stellen. Unser Revolverheld schiesst knallhart mit Worten. So ist das entstanden. Aber Bandnamen sind schnell einmal Schall und Rauch. Man kann den Bandnamen von uns immer wieder mit neuen Inhalten füllen.

 Hermann-Luc Hardmeier: Früher hiesst ihr ja „TsunamiKiller“. Bis der Tsunami in Thailand 2004 eine Katastrophe verursachte. 
 Revolverheld: Ach das ist jetzt wirklich lange her. Darüber mögen wir nicht mehr sprechen.

Hermann-Luc Hardmeier: Ist Revolverheld eine politische Band?
Revolverheld: Nein. In unseren Songs geht es um Liebe (Song: Halt dich fest), und um Dinge, die wir erleben. Beispielsweise Träume, die man verwirklichen soll. (Song: Spinner). Man sollte nicht ein falsches Leben führen und sich von Widerständen nicht aufhalten lassen. Wir kennen das selber. Früher sagte man uns: Was ihr wollt von Musik leben? Das klappt nie! Und dennoch gingen wir unseren Weg. In unserem neuen Album geht es zudem um den Entschleunigungsgedanken. Die Menschen haben so wahnsinnig viel zu tun. Die Zeit zum Relaxen fehlt.

Hermann-Luc Hardmeier: Wenn ihr nicht politisch seid, müsst ihr mir aber erklären, warum ihr an einer Demo zur Energiewende gespielt habt und warum euer Bandleader sagte, er wolle nicht, dass die CDU eure Songs spielt. 
Revolverheld: Die Band ist nicht politisch, aber wir sind politische Menschen. Wenn man uns nach unserer Meinung fragt, dann sagen wir die natürlich. Die CDU hat an einer Wahlfeier diverse Songs von deutschen Bands gespielt. Ich glaube, die Toten Hosen haben die CDU deshalb sogar verklagt. Als die CDU einen Revolverheld Song spielte, ärgerte uns das auch, und wir haben das öffentlich kritisiert.

Hermann-Luc Hardmeier: In einer Stunde beginnt das Konzert in der Kammgarn. Was wünscht ihr euch?
Revolverheld: Wir möchten mit unserer Musik die Menschen berühren. Wir sind aber auch sehr kritisch und werden nach dem Konzert radikal Bilanz ziehen.

Hermann-Luc Hardmeier: 10. Wurdet ihr von den Medien schon oft zerrissen?
Revolverheld: Ja, das macht uns aber nichts aus. Aber seltsam war, als ein Independent-Magazin uns vorwarf, wir seien zu fest Mainstream. Wir haben mit Independent eigentlich nicht so viel am Hut und sind ganz klar Pop-Rock, der in der Hitparade zu finden ist.

Hermann-Luc Hardmeier: Am Bundesvision Song Contest 2014 habt ihr gewonnen. Was hat eigentlich Stefan Raab zu euch gesagt?
Revolverheld: Er ist ja ein grosser Musikfan. Wir waren auch in seiner Show und haben live den Song gespielt. Er natürlich mit seiner Ukulele. Ich glaub, er mochte unseren Song wirklich. Er ist ein Supertyp. Wir haben ihm viel zu verdanken und der Bundesvision Song Contest war ein gewaltiger Karrierekick für uns.

Besten Dank für das Interview!

Von Hermann-Luc Hardmeier.


Sonntag, 14. September 2014

Poetryslam Schweizermeisterschaft: Der Siegerwhiskey geht nach Bern

Der 42-jährige Christoph Simon sticht alle andern jungen Wortkünstler aus und wird Schweizermeister im Poetryslam 2014. Von Hermann-Luc Hardmeier 


Christoph Simon hält sich kurz vor seinem Siegerapplaus die Hand vor das Gesicht. Der Rummel um seine Person war ihm nicht so ganz recht. Bild: Hermann-Luc Hardmeier

Grosse Überraschung im Volkshaus in Basel. Am Samstagabend, 13. September 2014, wurde der neue Meister unter den Wortakrobaten gekürt. Und es war nicht einer der „üblichen Verdächtigen“. Zum Schluss stemmte Christoph Simon aus Bern den Siegerwhiskey in der Höhe. Hier die Story, wie es zu diesem Sieg kam. Beobachtet von knapp 900 Besuchern im Volkshaus und Hermann-Luc Hardmeier für Schaffhausen.net. In drei runden traten zwölf Slammer gegeneinander an. Unter ihnen viele bekannte Gesichter wie Hazel Brugger, die bereits einmal den Meistertitel sichern konnte. Oder Kilian Ziegler, der im Vorfeld in den Zeitungen als einer der Favoriten auf den Titel gehandelt wurde. (Und dies, obwohl es an einem Slam absolut verpönt ist, jemanden als Favoriten zu nominieren). Die zwei Schaffhauser Slampoeten (bzw. Ex-Schaffhauser) Diego Häberli und Lara Stoll schafften es leider nicht in die Finalrunde. Wie bei Poetryslam üblich, hatte jeder Poet fünf Minuten Zeit, einen Text vorzutragen. Der Text musste selbst geschrieben sein, auf Hilfsmittel wie Verkleidung, Instrumente und dergleichen musste verzichtet werden. Es war unglaublich, wie vielfältig und kreativ die Wortkünstler zu Werke gingen. Es wurde gerappt, gesungen, geturnt und natürlich getextet, was das Zeug hielt. Die Teilnehmerin Fatima Moumouni führte gekonnt ein kleines Poetry-Theaterstück auf, Jan Rutishauser Schlug ein Rad auf der Bühne, während er die Menschheitsgeschichte vom Urknall bis zum heutigen Datum Revue passieren liess. Inklusive Dinosaurier Tyrannosaurus Rex, der von einem Kometen dahingerafft wurde. Martina Hügi nahm die Sex-Selfie-Affäre einer Angestellten des Bundes zum Anlass, eine Parodie auf zweideutige Arbeit bei Staatsbetrieben zu schreiben. Dominik Muheim stahl einen Kindertraktor und erlebte ein turbulentes Abenteuer damit. Pierre Lippuner imitierte Trompetenklänge und erzählte von Liebeskummer, während er ein kleines Jazzkonzert parallel inszenierte. Natürlich alles nur mit seinem Mundwerk. Und, und, und. Das bis auf den letzten Platz besetze Volkshaus Basel applaudiert, jubelte und lachte herzhaft. Die Stimmung war ausgelassen und wurde von Laurin Buser gekonnt moderiert. Auch er ist übrigens ein ehemaliger Meister. Er gewann zweifach den U-20-Titel an der Schweizermeisterschaft und wurde zwei Mal Vize-Champ. Zudem wurde er U-20-Meister an den deutssprachigen U-20-Poetryslam Meisterschaften in Bochum.

Spannende Finalrunde

Wer der jeweilige Gruppensieger war, wurde mit Abstimmungstafeln von 1 bis 10 von einer Publikumsjury ermittelt. Die Tafeln waren vorgängig verteilt worden. Ins Finale und in die vierte Runde schafften es schliesslich die drei jeweiligen Gruppensieger: Christoph Simon, Kilian Ziegler und Marco Gurtner. Eine Wahl des Siegers war ein schieres Ding der Unmöglichkeit. Alle drei hatten die Gäste mit ihren Texten begeistert und setzten mit ihren Finalaufführungen noch eins drauf. Da war Marco Gurtner aus Thun. Grossartig, wie er verschiedene Stimmen imitieren konnte und in seinem Text unter anderem über spiessige Eltern berichtete, wie sie ihrem Kind die Gefahr einer Maschine näherbringen wollten. Die Leute kugelten sich vor Lachen. Dann kam Kilian Ziegler aus Olten. Der Slampoet berichtet über sein Soziologiestudium, welches ihn zum Berufs-Relaxer gemacht hat. Er bezeichnet sich selber als „Chill-Bert Gress“ und „BequEMINEM“ und war ein bisschen besorgt, ob er aufgrund der Überdosis an Gemütlichkeit nicht bald einmal ein Burnout haben werde. Er balancierte gekonnt zwischen witzigen und intelligenten Vergleichen und streute in Nebensätzen speziellen Schenkelklopfer-Humor ein. Diese Witze waren von einer besonderen Qualität: Sie waren so billig, dass man nicht über deren Inhalt, sondern über die Art der Witze lachen musste. Und dies nicht zu knapp. Zum Schluss kam Christoph Simon. Der Berner Schriftsteller stach in jeder Hinsicht heraus. Er war kein Entertainer, keine „Rampensau“ , die rappte, reimte und schauspielerte. Christoph Simon war eher ein bisschen scheu, mit den Händen in den Hosentaschen und setzte einen unterschwelligen britischen Humor ein. Sein Text wirkte deshalb umso intensiver. Er forderte die Gäste auf, mehr Mut zu haben. Die Besucher sollten sich doch selber trauen, einmal auf einer Bühne einen Text vorzutragen oder einmal einen Apfel zu essen, ohne ihn vorher zu waschen. Oder noch besser: Einem Politiker, der eine Familie ausschaffen will, einen Ziegelstein über den Kopf zu hämmern, um so dessen humanitäres Denken zu fördern. 

Christoph Simon bei seiner Siegesansprache. Bild: Hermann-Luc Hardmeier

Der 42-Jährige war anders als die anderen Slammer. Vielleicht war es dies, in Kombination mit der Qualität seines guten Textes, was den Ausschlag gab. Die Gäste klatschten und jubelten ihn schliesslich auf den Poetryslam-Thron. Die Finalisten wurden nicht mit den Tafeln der Vorrunde, sondern anhand der Lautstärke des Applauses des Publikums bewertet. Christoph Simon konnte es gar nicht fassen. Beim Applaus, der ihm galt, hatte er noch die Hand vor das Gesicht gehalten. Er wurde von den Slammern nach seinem Sieg in die Luft gestemmt und ergriff völlig begeistert das Mikrophon: „Wegen meines Alters haben die anderen in der Garderobe ein wenig über mich gespottet. Ich würde sagen, ich habe einfach meine letzte Chance ergriffen.“ Der sympathische Sieger fand die richtigen Worte und genehmigte sich einen kräftigen Schluck des Siegerwhiskeys, bevor er ihn mit den anderen grossartigen Teilnehmern des Poetryslams 2014 teilte. Von Hermann-Luc Hardmeier 

Der Siegerwhiskey wird mit den Mitstreitern ehr und redlich geteilt. Bild: Hermann-Luc Hardmeier

Kilian Ziegler an der Schweizermeisterschaft 2014. Ausschnitt aus dem Text "Die Google-Sichere-Weste".
Video: Hermann-Luc Hardmeier
Hazel Brugger an der Schweizermeisterschaft 2014. Text "Dani".
Video: Hermann-Luc Hardmeier

Sonntag, 21. Oktober 2012

CH-Meisterschaft im Poetryslam: Schaffhausen geht nicht leer aus

Am vergangenen Weekend fand in Winterthur die 3. Schweizermeisterschaft im Poetryslam statt. Mit am Start waren auch einige Slammer, die ehemals oder immer noch in der Region Schaffhausen wohnhaft waren bzw. sind. Hermann-Luc Hardmeier hat für Schaffhausen.net den Anlass besucht.

(Foto: Hermann-Luc Hardmeier)

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Schweizermeister kommt nicht aus Schaffhausen. Auch Platz 2 und 3 konnten wir nicht gewinnen. ABER: In der Kategorie: "Team" hat das Ensemble unter dem wohlklingenden Namen "Logorrhö" mit Lara Stoll und Martina Hügi gewonnen. Lara Stoll kommt ursprünglich aus Stein am Rhein und ist nun Winterthurerin. In der Kategorie "Einzel" war nur ein Schaffhauser ins Finale gezogen: Diego Häberli. In drei Gruppen kämpften insgesamt neun Slammer um den Einzug in die Endrunde. Diego hat einen phänomenalen Text mit Tempo, Witz und Charme vorgetragen. Sein Text hatte eine Art Refrain, bei welchem jedes Erlebnis, das er erzählte, an den Refrain "angehängt" wurde. Ähnlich wie bei einer Wandererzählung. Es ging darin um sein Auto und seine Fahrkünste. Er berichtete, wie er einen Hydranten umfuhr, dass er lieber einen Flammenwerfer anstatt eine Hupe hätte und wie er mit diesem Kinder grilliert, die nicht schnell genug über den Fussgängerstreifen marschieren. "Eine Hupe ist doch etwas für Weicheier", bilanzierte er. Der Applaus war enorm, doch am Ende reichte es nicht. Michèle Friedli flog mit ihrem Text zum Thema "Besuch beim Frauenarzt" wie eine Rakete direkt in die Endrunde. Es fielen dabei Sätze wie "Der Frauenarzt spricht über meine Gebärmutter, wie wenn sie ein Joghurt mit Verfallsdatum wäre", welche für grosse Euphorie sorgten. Unter den gut 600 Gästen am Samstagabend im Casinotheater (Total besuchten den zweitätgigen Anlass 1500 Besucher) befand sich übrigens auch der Satiriker Viktor Giacobbo, der immer wieder schelmisch bei den Pointen mitgrinste.

In der Endrunde gab es sodann einen Fight zwischen ihr, Laurin Buser und Renato Kaiser. Michèle Friedli hat wirklich einen tollen Humor, viel Sarkasmus und stylische berndeutsche Ausdrücke, welche sie gezielt einsetzt. Ihr "Diss" gegen die Swisscom, welche sie nicht sehr liebenswert als "Schisscom" bezeichnete, war zum Brüllen komisch. Doch der Mann mit der tiefsonoren Stimme, Laurin Buser, gab ebenfalls Vollgas. Er brachte einen Raptext mit 7x16 Zeilen, den er als Strophendrama bezeichnete. Seine Geschichte handelte von Liebe und wie sie unter Alkoholeinfluss zu Sex-Exzessen ausarten kann. Die Perfektion seiner Reimtechnik war bestechend. Eigentlich waren diese zwei Slampoeten kaum zu überbieten. Doch dann kam Renato Kaiser. Schon beim ersten Text hat er einen Stilbruch gemacht: Er setzte nicht auf Humor, sondern appellierte mit seinem Text an den Verstand und war sehr nachdenklich. Auch seine Performance war speziell: Zuerst einmal weinte er ins Mikrophon. Nun, in der Endrunde, war er erneut philosophisch eingestellt. Den Humor setzte er erst gegen den Schluss als Ass im Ärmel ein. Er sprach darüber, wie man für 15 Minuten erfolgreich bzw. einsichtig sein kann. Irgendwann kamen zu den nachdenklichen auch amüsante Töne dazu. Er wisse nun auf alle wichtigen Fragen der Welt eine Erklärung. Wer waren die Nazis? Wie heilt man Krebs und wer zum Teufel ist David Guetta? Als er sodann noch einen ultimativen Diss gegen den Schmusesänger Florian Ast losliess, hatte er die Herzen im Saal endgültig erobert. Der Sieger der Endrunde wurde wieder mit der Applauslautstärke des Publikums ermittelt. Michèle schied knapp aus. Laurin und Renato mussten zu einer zweiten "Applausrunde" antreten. Nach kurzer Beratung kürte die Jury schliesslich den Goldacher Renato Kaiser mit dem drahtigen, pinken Siegerpokal und einer Flasche Absinth. Nach dem Slam gab es eine Runde "Karaoke from Hell", bei welcher sogar einige der Poetryslammer zum Mikro griffen. Alles in allem war die Schweizermeisterschaft eine wirklich geile Veranstaltung, bei welcher man viele kreative, lustige und nachdenkliche Texte hörte.

Wir gratulieren Renato Kaiser herzlich zu seinem Sieg. Glückwünsche selbstverständlich auch für  Lara Stoll und Martina Hügi zum Teamerfolg. Und keine Angst: Schaffhausen rüstet sich bereits für die Pokaljagd im "Einzel" im nächsten Jahr.

Für Schaffhausen.net: Hermann-Luc Hardmeier

Montag, 7. Februar 2011

20min Kommentar-Rekord von Hardmeier geknackt

Die Jugendsprache ist ein interessantes Thema. 2009 wurde "s'beschte wos je hets gits" zum Schweizer Jugendwort gewählt und traf genau den Nerv der Zeit. 2010 wählte die gleiche Jury den Ausdruck "hobbylos" zum Jugendwort und bekam sehr viele kritische Kommentare zu hören. Der Artikel dazu wurde vom Schaffhauser Hermann-Luc Hardmeier geschrieben und hat bei 20min nun den Kommentar-Rekord gebrochen. Satte 145 Kommentare mit neuen Ideen für bessere oder andere Jugendwörter haben die User hinterlassen. Das ist selbst für 20min Online, die täglich 120 000 Besucher verzeichnen, kein alltägliches Ereignis.


(Der Bericht von Hermann-Luc Hardmeier auf 20min Online)

Den Artikel mit den Jugendwörtern von Hemann-Luc Hardmeier und den z.T. wirklich lustigen alternativen Ideen zu Jugendwörtern und Ausdrücken gibt es hier zu sehen:
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/16791764

Lustige Ausdrücke anstatt "hobbylos" sind etwa "Chill de Läbe", "Gratuliere, du häsch dä Fleischchäs gunne" oder die Entschuldigung "Es tuet mir sorry". Viel Spass beim Stöbern.

Update Schweiz:
Von Hermann-Luc Hardmeier: Die Nachfolger von "hobbylos" wurden 2011 "Mopfer" als Mischung zwischen Mobbing + Opfer. 2012 hiess der Sieger "shaz", als umgangssprachliche Bezeichnung für den Lieblingsmenschen (vor allem in SMS und auf Facebook), danach folgte 2013 "chills" als Aufforderung, nicht gleich bei jeder Kleinigkeit durchzudrehen und auf das Jugendwort 2014 darf man gespannt sein.

Update Deutschland:
Von Hermann-Luc Hardmeier: Deutschland geht ganz andere Wege als die Schweiz. 2010 gab es beim Jugendwort noch eine Stichwahl zwischen Niveaulimbo (ein sinkendes Gesprächsniveau) und Speckbarbie (eine Frau in viel zu engen Kleidern), doch dann änderte der Langenscheidt Verlag, der die Wahl managt die Kriterien. Während sich das Heidiland direkt am Wortschatz der jugendlichen Sprecher bedient, lässt sich Deutschland stark von der Hitparade, Youtube und Co inspieren. 2011 wurde "Swag" zum Jugendwort gewählt. Es bedeutet sinngemäss "lässig-coole Ausstrahlung" und wurde vom Lied "Turn my Swag on" des US-Rappers Soulja Boy geprägt. Ein Jahr später schafft es sodann "Yolo" auf das Podest. Das Jugendwort 2012 (wir sprechen hier immer noch vom deutschen Jugendwort) steht als Abkürzung für "you only live once". Der Ausdruck ist eigentlich nichts anderes als das lateinische Lebensmotto "Carpe Diem" und will ausdrücken, dass man das Leben beim Haarschopf packen soll, auch wenn man nicht immer direkt ins Ziel gelangt. Der Ausdruck wurde mit der Hip-Hop-Single "The Motto" von Drake feat. Lil Wayne" auf einen Schlag bekannt. Von Hermann-Luc Hardmeier.

In diesem Zusammenhang ist in der Zeitung Schaffhauser Nachrichten auch ein spannendes Interview mit der Poetryslammerin Lara Stoll erschienen. Sie hat dem Journalisten Hermann-Luc Hardmeier darüber auskunft gegeben, wie die Wahl des Jugendwortes jeweils abläuft:

Bild: Zum Lesen des Berichts anklicken! Foto: Hermann-Luc Hardmeier, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier.


Das waren einige der zahlreichen Beispiele für Jugendwörter. Wie immer lösen die Wörter eine Diskussion darüber aus, ob die Ausdrücke überhaupt repräsentativ und gebräuchlich sind. Schreibt doch bei Schaffhausen.net in die Kommentarfunktion rein, wenn ihr weitere Ideen für Jugendwörter habt, die eigentlich hätten gewählt werden müssen.