Dienstag, 2. Juni 2015

Google Erfolgsgeschichten - Beat Hochheuser

Die Google Erfolgsgeschichten sind eine spannende Sache. Von Zeit zu Zeit berichtet Google über Unternehmen und Projekte, welche mit Hilfe der Google Dienste zu einer Erfolgsstory wurden. Im Januar 2015 erhielt ich einen Anruf von Google, offenbar war man dort auf den Namen Beat Hochheuser aufmerksam geworden. Ich benutze für meine Onlineshop-Projekte wie www.peachpatronen.ch und www.tinte.ch für Tintenpatronen und Toner oder auch www.zigi24.ch für E-Zigaretten so ziemlich alle Google Services, die es gibt und war häufig bei neuen Goole Diensten wie damals Gmail schon als Beta-Tester mit dabei. Ich mache Suchmaschinenoptimierung für die Shops, schalte Werbung mit Google Adwords und analysiere die Besucherströme mit Google Analytics. Auf meinem Youtube Kanal habe ich über 1'500 Videos hochgeladen, eines davon ist das legendäre Hans Ruedi Merz Bündnerfleisch Video mit fast 2 Millionen Views. Ich benutze Google Alerts, um über die neusten Produktentwicklungen von Herstellern auf dem Laufenden zu bleiben, dieser Blog hier läuft mit der Blogger Software von Google usw. Am Telefon fragte man mich, ob ich meine Geschichte für die Google Erfolgsgeschichten zur Verfügung stellen würde. Und was sagt man da? Natürlich ja!
Beat Hochheuser - aufgenommen vom Google Fotografen in Schaffhausen
Besonders interessant war für Google die extrem hohe Conversion-Rate bei meinen Adwords Werbekampagnen auf der Google Suchmaschine. Die Conversion-Rate gibt darüber Auskunft, wie viele der Shopbesucher, welche über Klicks auf die Anzeigen in den Google Suchergebnissen zum Onlineshop gelangt sind, dann nachher auch wirklich eine Bestellung aufgeben. Dies kann man messen, in dem man einen Programmcode von Google auf die letzte Bestätigungsseite im Onlineshop einbaut, welche nur bei abgeschlossenen Bestellungen geladen und dem Käufer angezeigt wird. Hier komme ich auf eine Conversion-Rate von bis zu 20%, was bedeutet, dass jeder fünfte Homepagebesucher, welcher über einen Klick auf meine Werbeanzeigen auf der Google Suchmaschine in den Onlineshop gelangt, auch kauft, was einen extrem hohen Wert darstellt.
Beat Hochheuser - Google growth engine - aufgenommen von Google in Schaffhausen
Diese sehr hohe Konversionsrate, also dass jeder fünfte Onlineshopbesucher auch eine Bestellung tätigt, kommt durch verschiedene Faktoren zu Stande. Zum einen habe ich die Suchbegriffe über die Jahre immer wieder analysiert und optimiert. Suchbegriffe, welche zwar zu vielen Klicks aber zu wenig Bestellungen führten, wurden nach und nach durch verwandte Begriffe mit einer besseren Performance ersetzt. Andere wurden komplett gestrichen (wenn jemand eigentlich auf der Suche nach Peach Ice Tea ist, wird er kaum Peach Patronen für Drucker kaufen usw.). Zudem handelt es sich bei Tintenpatronen und Tonern für Drucker natürlich in dieser Hinsicht um ein dankbares Produkt, da man nur nach diesen Produkten sucht, wenn man sie auch wirklich benötigt und somit in aller Regel eine starke Kaufabsicht hat. Niemand geht zum Zeitvertreib mal im Internet schauen, was es denn für neue Druckerpatronen-Modelle gibt - ganz im Gegensatz zu beispielsweise Autos - hier wird man niemals auf eine solch hohe Konversionsrate kommen, verdient dann aber dank der Hochpreisigkeit der Produkte im Verkaufsfall natürlich auch deutlich mehr. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man online auch noch massiv günstiger fährt als beim Kauf von Drucker-Verbrauchsmaterial in einer Filiale in der Einkaufspassage. Dort werden in aller Regel nur Originalpatronen und Originaltoner angeboten - diese gibt es online billiger und zudem gibt es noch die massiv günstigeren Alternativpatronen und Ersatztoner von Drittherstelllern wie Peach, mit denen man gut und gerne mehr als 50% der Druckkosten einsparen kann, was natürlich einen enormen Kaufanreiz schafft. Ausserdem sitzt man ohnehin vor dem PC, wenn einem der Drucker meldet, dass er Bedarf an neuer Druckertinte bzw. neuem Toner hat, von dem her liegt der Einkauf über das Internet natürlich sehr nahe.
Mit Peach Tintenpatronen reduzieren sich die Druckkosten enorm - Beat Hochheuser
Nach dem ich mein Geschichtlein in aller Ausführlichkeit geschildert hatte, wurde es da niedergeschrieben und nach meinem Okay auch zu guter Letzt von der bei Google zuständigen Schlussinstanz durchgewunken. Bei solch einem durchstrukturierten Grosskonzern war das vermutlich auch nochmals eine ziemliche Prozedur, bis von allen grünes Licht gegeben wurde. Als nächstes kündigte sich ein Google Fotograf an und vereinbarte einen Termin um die obigen Fotos (und noch zahlreiche weitere) zu schiessen. Mit im Gepäck hatte er eine ausführliche Anleitung, wie denn die Fotos auszusehen hätten, den sog. Google Photography Style Guide - "feel free to share this guide with your creative and agency partners" steht auf der letzten Seite, also könnt ihr gerne reinschauen.
Google Photoguide - hier gibt es strenge Regeln
Danach strich wieder einige Zeit ins Land, bis mich per Post ein kleines Brieflein erreichte. Ja richtig, per Post, nicht digital per Email, wie man es bei Google wohl vermuten würde.
Auch Google nutzt für gewissen Sachen die gute alte Post
Eine Ausbuchtung im Briefumschlag liess von vornherein vermuten, dass neben dem Brief noch etwas anderes darin sein wird. Doch zunächst das Brieflein.
Brief von Google
Neben dem Brief befand sich auch noch ein Google USB-Stick mit sämtlichen gemeinsam entwickelten Inhalten im Couvert. Ja, auch das überraschte, ich erwartete, dass man das alles nur online bekommt - per Google Drive in the cloud oder wie auch immer, aber nein, Google schickte einen schicken USB-Stick per Post.
Der Google USB Stick mit den zusammen erarbeiteten Inhalten
Die Story kann man bei Interesse u.a. hier bei Google anschauen (english) / Deutsche Version - kurz und bündig verfasst, in Deutsch und Englisch. Es werden auf der Page noch zahlreiche andere Projekte vorgestellt, welche mit den Google Produkten zu Erfolgsgeschichten wurden. Da sind ziemlich viele coole Projekte dabei - und wer selbst ein Start-Up gründen möchte, findet bei den Google Erfolgsgeschichten sicher die eine oder andere Inspirationsquelle ;-). War eine coole Sache, dort mitmachen zu dürfen. Vielen Dank nochmals an Google und ihre hilfreichen Tools an dieser Stelle, ohne die das Internet nicht das wäre, was es heute ist.

Montag, 1. Juni 2015

Bericht - Kammgarnstars Bandcontest Schaffhausen

Kammgarnstars ist der Nachfolger des Klingenstars Bandcontests und fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. In der Kammgarn in Schaffhausen traten am letzten Freitag, 29. Mai 2015, fünf Bands gegeneinander an. Die Siegerband darf als Gewinn am Stars in Town 2015 am ausverkauften Samstag vor Sunrise Avenue, Pegasus und Carrousel auf der grossen Bühne auf dem Herrenacker stehen. Im Vorfeld wurden drei Bands im Internet aus einer langen Liste vom Publikum ins Finale gevotet und zwei Bands von der Jury nominiert. Als erstes trat die Band So Wasted auf, welche aus Thun kommt und von der Jury nominiert wurde. Die Band spielte bereits um 21:00 Uhr. Zu dieser Zeit war es noch sehr schönes Wetter draussen und nur wenig Publikum in der Halle, so dass die Band gegen den ohnehin schon vorhandenen Heimvorteil der Schaffhauser Bands im Voting praktisch keine Chance hatte. Die Sieger-Band wurde am Schluss des Abends aus einer Kombination von Publikums-Voting und Jurybewertung bestimmt. Der Jury gefiel So Wasted sehr gut, gereicht hat es aber trotzdem nicht.
So Wasted aus Thun am Kammgarnstars Band Contest in Schaffhausen
In den Auftritt von So Wasted in der Kammgarn Schaffhausen kann man hier hineinschauen:





Es folgte die sehr junge Band Cool Down aus Hilzingen in Deutschland. Ihr musikalischer Stil war nicht wirklich einzuordnen, die Lieder waren von der Art her sehr verschieden. Die Live-Show von Cool Down war entgegen dem Namen der Band äusserst energiegeladen und es machte Spass zuzuschauen.





Es ging weiter mit The Daisies aus Schaffhausen, die wir letztes Jahr im TapTab gesehen und darüber berichtet haben.
The Daisies aus Schaffhausen live in der Kammgarn am Kammgarnstars Contest
The Daisies spielen Indie / Alternative / Spherical und hatten eine grosse Fangemeinde mitgebracht - so voll wie bei ihrem Konzert war die Kammgarn weder vorher noch nachher.





Es folgten Tony Dynamite and the shootin' beavers aus Schaffhausen, welche mit ihrem Surfrock und viel Entertainment-Einlagen ordentlich einheitzten.





Den Schluss bildete die Schaffhauser Band BluePearl mit Rock, Pop-Punk und Pop-Rock.



Um die Wartezeit bis zur Siegerehrung zu verkürzen, gab es noch einen HipHop-Mundartrap Überraschungs-Gig (ausser Konkurrenz) von Stereosopha mit Heer und Hille, von denen Letzterer den ganzen Event über auch gekonnt und unterhaltsam moderiert hatte.





Danach stand der Sieger fest - verdientermassen haben The Daisies mit einer grossen Fangemeinde und einer guten Jury-Wertung souverän gewonnen. Sie werden nun am bereits jetzt schon ausverkauften Samstag, 8. August 2015, vor Sunrise Avenue, Pegasus und Carrousel auf der grossen Stars in Town Bühne den Herrenacker rocken. Wir freuen uns drauf, bis dann!
The Daisies - Sieger bei Kammgarnstars und spielen am Stars in Town 2015

Donnerstag, 28. Mai 2015

Hochschule Schaffhausen - Kammgarn Flügel West

Im frei gewordenen Kammgarn Flügel West, wo früher einmal das Kunstwerk Das Kapital von Joseph Beuys domiziliert war, soll neu eine private Hochschule ihren Platz finden. Die Schaffhauser Hochschule soll im zweiten und dritten Stock untergebracht werden, während der vierte Stock wirtschaftlich genutzt werden soll (Büros für Firmen o.ä.). Das Erdgeschoss und der erste Stock sollen der öffentlichen und kulturellen Nutzung offenstehen und z.B. eine kleine Theaterbühne o.ä. beherbergen.
Hochschule Schaffhausen im Kammgarn Flügel West (Foto: SHF)
Die oberirdischen Parkplätze sollen in eine Tiefgarage unter dem Kammgarnhof verlagert werden, so dass der Kammgarn Parkplatz künftig für andere Aktivitäten genutzt werden kann. Um das alles finanzieren zu können, sollen die oberen Stockwerke von der Stadt Schaffhausen an Private verkauft werden. Alles Weitere hier in der Sendung des Schaffhauser Fernsehens SHF mit dem Schaffhauser Stadtpräsidenten Peter Neukomm.


Mittwoch, 27. Mai 2015

Bravo Hits Party Kammgarn - 3x2 Tickets gewinnen

Diesen Samstag, 30. Mai 2015, steigt in der Kammgarn Schaffhausen ab 22:00 Uhr die neunte und somit letzte Ausgabe der Bravo Hits Party für diese Saison. Deshalb gibt es ein Saisonschluss-Special feat. Ibrahim Bassiv und dem Knightrider Soundsystem. Zusammen mit der Kammgarn verlosen wir 3x2 Tickets. Um zu gewinnen, schreibe einfach ein Email mit dem Betreff: "Wettbewerb Bravo Hits" und deinem vollständigen Namen an: Update - Der Wettbewerb ist beendet, die Gewinner wurden informiert.
Bravo Hits Party Kammgarn Schaffhausen - Mai 2015
An der Flashback-Party dröhnt wie gewohnt 1-A-Sound aus den guten alten 90er- und 2000er-Jahren aus den Boxen, von Bloodhound Gang über Ace of Base oder Nirvana bis Lenny Kravitz ist alles mit dabei. Auch David Hasselhoff ist jeweils gut vertreten, Limbo Dance lässt grüssen. Lustigmachende Brause-Drinks und die passende Deko tun ihr Weiteres und machen die Bravo Hits Party in der Kammgarn sicher auch diesmal wieder zu einer Riesensause. Der Eintritt kostet 15 Fränkli und ab 20 Jahren kommt man rein - noch jüngere kennen die Musik eh nicht mehr ;-). Empfohlen sei hier noch der Vorverkauf auf Starticket, da die Veranstaltung regelmässig ausverkauft ist. Wir sehen uns dort, bis dann!

Dienstag, 26. Mai 2015

SEVEN Interview - BackFunkLoveSoul - Plattentaufe

Am Samstag, 16. Mai 2015, fand die Plattentaufe von BackFunkLoveSoul, dem brandneuen Album von SEVEN mit einer 14-köpfigen Band im ausverkauften Volkshaus in Zürich statt. Im Rahmen des Events konnte ich vor dem Konzert noch ein Interview mit SEVEN führen, bei dem es neben dem neuen Album auch um seine äusserst erfolgreiche make SEVEN dance Aktion im Hauptbahnhof Zürich ging, von der das YouTube Video innert 6 Tagen schon über 200'000 Views hatte.
SEVEN - BackFunkLoveSoul Plattentaufe Volkshaus - Beat Hochheuser
Beat Hochheuser: Dein neues YouTube Video "Nobody Wants to Dance with Real People" von deiner Aktion "make SEVEN dance" im Hauptbahnhof Zürich hat in nur 6 Tagen über 200'000 Views erreicht. Wie bist du auf die Idee gekommen und wie lief der Umsetzungsprozess ab von der Idee bis zur Realisation?

SEVEN: Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Samsung und das ganze spielte sich am 10. April 2015, dem Releasetag des neuen Galaxy S6 Smartphones, im Zürich HB ab. Ich arbeite seit vier Jahren mit Samsung sehr gut zusammen und es ist aussergewöhnlich, dass eine grosse Firma sich so stark mit einem Musiker identifiziert. Ich komme da immer wieder mit so komischen Ideen und sie finden diese Ideen cool. Sechs Tage später kam mein neues Album BackFunkLoveSoul heraus und somit passte das natürlich optimal. Dann haben wir zusammen die Idee für mein neues Lied "Nobody Wants to Dance" entwickelt. Es geht darum, dass die Schweizer etwas zurückhaltend sind und zu wenig tanzen. Innerhalb von 10 Tagen haben wir die Idee aus dem Boden gestampft, abgeklärt was man alles dafür zusammenbauen muss usw. Das wurde alles nur für diesen einen Tag im Hauptbahnhof gebaut und danach wieder zerlegt. Die Aktion hat extrem viel Spass gemacht und es haben unglaublich viele Leute mitgemacht. Ich dachte, es machen vielleicht 50 bis 100 Menschen mit und wir müssten dann die einzelnen Personen beim Zusammenschneiden recht lange zeigen. Schlussendlich waren es etwa 400 verschiedene Tanzeinlagen, die wir verwenden konnten.



Beat Hochheuser: Wie lange hast du denn im Hauptbahnhof getanzt?

SEVEN: Die ganze Aktion ging acht Stunden mit drei 45-minütigen Pausen, da ich auch mal etwas essen und trinken musste. Es war brutal anstrengend, aber auch mega cool und ich würde es jeder Zeit wieder machen. Draussen lief das Lied "Nobody Wants to Dance" in einer Endlosschleife. Für mich war das aber nichts Schlimmes, da hinsichtlich des Entstehungsprozesses eines Liedes acht Stunden praktisch nichts ist. Da hört man zum Teil zig Duzend Mal immer nur die gleichen vier Takte. Die eigene Musik so lange im Repeat zu hören, ist also kein Problem.



Beat Hochheuser: Haben die Leute gemerkt, dass du dich direkt hinter dem Screen befunden hast?

SEVEN: Es ist genau um das gegangen, dass die Leute auf die Plattform gegangen sind und tanzen und auf dem Screen kopiert eine Person – in diesem Falle jetzt ich – ihre Moves. Im ersten Moment haben die meisten gerätselt, wie das funktioniert, ob es eine App ist, ob es animiert ist oder ob es vorgefertigte Videos sind, bei denen der ähnlichste abgespielt wird. Wir haben die Aufnahmen sehr stark technisiert, so dass man das Gefühl hatte, es sei in einer Matrix. Wir haben einen sehr starken Kontrast verwendet und in 4K gefilmt, so dass alles so richtig brillant ausgesehen hat. Wenn man so ein perfektes Bild sieht, kommen viele nicht gleich darauf, dass ich direkt hinter dem Screen stand, obwohl dies ja eigentlich das Naheliegenste wäre. Es sah aber alles aus, als wenn es bearbeitet worden wäre und darum dachten viele, es seien vorbereitete Videos, die zuvor in einem grossen Studio aufwendig aufgenommen worden sind. Ich glaube, das war auch der Reiz daran, dass die Leute nicht genau gewusst haben, wie das Ganze funktioniert. Dann bleibt man länger stehen und überlegt, wie es geht und probiert es vielleicht auch selber aus. Am Schluss der Blöcke bin ich jeweils aus der kleinen Box nach vorne zu den Leuten herausgekommen und das war immer ein geiler Moment.



Beat Hochheuser: Es war ja wahrscheinlich nicht so einfach vorauszusehen, wie die Leute im Zürich HB reagieren werden. Haben sie sich so verhalten, wie du es erwartet hattest?

SEVEN: Ich dachte zuerst, dass das Schneiden ein Horror wird, weil zu wenig Personen mitmachen. Ich hätte nicht mal halb so viele Leute erwartet, wie mitgemacht haben. Schlussendlich hatten wir jetzt viel zu viel Material und die Qual der Wahl. Neben dem Musikvideo gibt es noch 16 Full-Clips in meinem YouTube-Kanal, wo man die sechzehn speziellsten und unterschiedlichsten Tanzeinlagen in voller Länge sehen kann. Auch diese einzelnen Sessions werden auf YouTube erstaunlich viel angesehen. Diese vollen Sessions zeigen auch ein bisschen besser, wie es wirklich abgelaufen ist im Hauptbahnhof.

Beat Hochheuser: Welche Tanzeinlage hat dir am besten gefallen?

SEVEN: Es gab sehr viele sehr gute Tänzer, es gab so viele verschiedene Bewegungen, wir hatten schräge Sachen und komische Einlagen bis hin zu Pantomimen. Der kleine Nevio mit seiner Bauchrolle hat mich umgehauen. Zudem kam ein Rollstuhlfahrer und drehte sich im Rollstuhl auf der Tanzfläche. Dann plötzlich stand er auf und hat zwei Minuten getanzt und setzte sich danach komplett erschöpft wieder in seinen Rollstuhl und fuhr davon. Wir standen nur noch mit offenem Mund da. Der ist mir wirklich eingefahren, weil das extreme Überwindung braucht. Es haben zu dieser Zeit etwa 150 bis 200 Leute zugeschaut und er fuhr mit seinem Rollstuhl zur Tanzfläche und stand dann auf. Alle Leute guckten komisch. Das hat sich sehr beeindruckt, weil man dafür wirklich Mut braucht.



Beat Hochheuser: Du fällst immer wieder durch interessante Marketing-Ideen auf. Was hast du da schon alles gemacht?

SEVEN: Bei diesem Album habe ich im Dezember 2014 und Januar 2015 Partys gecrashed. Die neue Platte ist für mich ein back to the roots Album. Vor 13 Jahren habe ich meinen ersten Song auf Vinyl geschnitten und habe diesen selbst den DJs vorbeigebracht. Das war früher üblich und man hat das so gemacht. Der DJ ist der Mann auf der Kanzel, wenn er es spielt, kennen es nachher mehr Leute und wenn er es nicht spielt, ist das nicht gut. Beim Radio hatte man damals eh keine Chance ohne Namen und mit R&B Musik. Beim neuen Album habe ich es jetzt wieder wie vor 13 Jahren gemacht. Ich habe auch wieder eine Vinylplatte geschnitten und habe sie 2014 den DJs vorbeigebracht. Recht viele von ihnen hatten nicht mal mehr einen Plattenspieler und fragten sich, wieso jetzt der SEVEN da ist und ihnen eine Platte vor beibringt. Das war alles sehr lustig und wir haben es auch alles auf Video aufgenommen.

Zudem bin ich früher mit einem DJ an R&B Partys gegangen. Er hat ein Halfplayback aufgelegt und ich habe live gesungen und das alles ohne dass das Publikum vorher wusste, dass es an der Party überhaupt einen Liveact geben wird. Genau das habe ich jetzt 13 Jahre später beim aktuellen Album auch wieder gemacht. Natürlich kennen die Leute mich jetzt, da ist die Überraschung noch grösser und es hat eine etwas andere Ausstrahlung, aber die Idee ist im Prinzip immer noch die selbe. Ich gehe dort hin, wo die Leute schon bereit sind, die entsprechende Musik zu konsumieren und schon am Tanzen sind. Man muss sich dort beweisen, die Leute kennen diese Musikrichtung und sind wählerisch, von dem her ist es nicht so einfach. Aber wenn man dort überzeugen kann, kann man auch wieder neue Leute gewinnen. Von dem her war es eine gute Aktion und vor allem auch eine Wundertüte, weil wir keine Ahnung hatten, wie es ankommen wird. Der Vorhang geht auf und vielleicht haben die Leute Freude, vielleicht nicht, vielleicht fühlt sich jemand beim Flirten gestört - du weisst nie was passiert. Schlussendlich ist es aber immer gut herausgekommen und es hält einen auch frisch, wenn man Sachen macht, wo nicht alles penibel geplant werden kann.
SEVEN live an der BackFunkLoveSoul Plattentaufe im Volkshaus in Zürich
Beat Hochheuser: Was war die verrückteste Marketingaktion, die du gemacht hattest?

SEVEN: Beim letzten Album haben wir Zürich maskiert. Wir hatten zehn verschiedene Grössen von Masken-Aufklebern, die ich und 15 Kollegen in einer Nacht auf die Gesichter von Werbeplakaten geklebt haben. Da wir alle Grössen im Gepäck hatten, konnten wir auf so ziemlich jeden Kopf die passende Maske kleben und haben das bei etwa 800 Plakaten gemacht. Das war eine sehr lustige Aktion. Zunächst wusste niemand, wer es gewesen ist, das haben wir erst später aufgelöst. Im Nachhinein haben wir natürlich eine Anzeige bekommen und mussten auch eine Busse bezahlen. APG war am stärksten betroffen, aber sie haben sich mega cool verhalten. Die ganze Aktion war nachher auch überall in den Medien und wir hatten zwei Mal eine Titelstory mit dieser Geschichte, wo ja dann die Plakate auch abgebildet waren, von dem her hatten APG und die werbenden Firmen auch etwas davon. Es gäbe aber sicher auch andere Firmen, die einen trotzdem in die Pfanne gehauen hätten, aber APG hatte schnell gemerkt, dass es für sie gar nicht so schlimm war. Natürlich konnten sie es aber nicht ungestraft durchgehen lassen, sonst hätte es ja am Folgetag der nächste gemacht. Wir haben uns dann noch mit APG getroffen und eine gute Lösung gefunden, die Busse mussten wir aber trotzdem bezahlen - aber das war immer noch günstiger als die Titelseiten gekostet hätten.



Beat Hochheuser: Jetzt müssen wir aber auch mal noch über dein neues Album BackFunkLoveSoul sprechen, denn darum geht es ja schliesslich heute an der Plattentaufe. Mit dem neuen Album gehst du zurück zu deinen Wurzeln. Vorher hattest du bei jedem Album einen neuen Stil bzw. ein neues Genre gewählt. Wieso hattest du genau jetzt, nach 13 Jahren, die Idee, wieder zu deinen Wurzeln zurückzukehren?

SEVEN: Ich habe diese musikalische Reise gebraucht, um herauszufinden, was alles für Zutaten vorhanden sein müssen, um mein Lieblingsgericht zu kochen. Bei meinem zweiten Album habe ich mit einer Bigband zusammengearbeitet und dabei gemerkt, dass für mich Bläser extrem wichtig sind, um meinen kompletten Sound zu verbinden. Danach habe ich viel mit Elektronikern und anderen Produzenten zusammengearbeitet, um von diesen zu lernen. Ich habe ein komplettes Album im Amerika aufgenommen um herauszufinden, wie die Produzenten dort die Sachen machen, die ich liebe. Ich wollte neue Sachen lernen und erkennen, wieso gewisse Dinge dort anders tönen als meine und wie sie das machen. Ausserdem habe ich mit einem Orchester zusammengearbeitet, um zu schauen, wie man etwas orchestriert und wie man Streicher am besten aufnimmt, damit es geil tönt. Zudem habe ich unplugged gearbeitet um herauszufinden, wie man ohne elektrische Hilfsmittel arrangiert und wie man z.B. einen Klavierflügel aufnimmt, damit das nachher geil tönt. Bei meinem letzten Album kam dann noch das Element Rock dazu, bei dem ich gemerkt habe, dass für mich eine elektrische Gitarre eigentlich viel wichtiger ist, als ich es mir bewusst war. Wenn ich mir meine alten Lieblingsscheiben anhöre, Funk aus den 70er Jahren, P-Funk, dann bekommt dort die elektrische Gitarre viel Platz. Das habe ich bei meinem letzten Album für mich entdeckt, vor allem dann auch live. Bei meinem neuen Album habe ich alle Zutaten, die ich auf meiner Reise kennen gelernt habe, bereit gehabt, um wieder einmal mein Lieblingsmenü zu kochen, ohne mir neue Sachen anzueignen. Man hört auch alle Stationen beim neuen Album heraus, jede Zutat, die ich mir angeeignet habe, ist drin.
SEVEN live im Volkshaus - BackFunkLoveSoul - Plattentaufe - Zürich
Beat Hochheuser: Ist das neue Album dein Lieblingsalbum?

SEVEN: Das neuste ist immer das beste Album. Wenn du etwas machst, gibst du in diesem Moment dein Bestes und wenn es dann fertig ist, dann ist es das Beste was du in diesem Moment geben kannst. Zu diesem Zeitpunkt ist es dir am nächsten. Wenn ich in drei Jahren dann hoffentlich wieder ein Album fertig haben werde, wird das dann mein Lieblingsalbum sein. Das ist alles sehr Zeitpunktabhängig und wie ein Tagebucheintrag, welcher beschreibt, wie man gerade zu der betreffenden Zeit ist. Das neue Album ist aber sicher von der Art und Weise, von der Stilrichtung, vom Text und auch wie es rüberkommt mit Abstand am nächsten am Mensch Seven dran. Ich werde mittlerweile in meinem Leben nicht mehr so viel suchen, ich bin ein bisschen angekommen und gelassener als früher. Ich bin glücklich zuhause, meine Band gefällt mir so gut, dass ich Niemanden auswechseln will. Dies gibt einem auch die Möglichkeit, brutal ehrlich zu sein. Das Album hat mehr Ecken und Kanten und es ist viel kaltschnäuziger als alles andere, was ich bis jetzt gemacht habe. Ich bin gelassen und wenn es jemandem nicht passt, dann gefällt es demjenigen halt nicht. Es war mir sehr wichtig, dass man das auch wirklich spürt. Ich habe einfach gesagt, hier ist es, take it or leave it.
SEVEN - BackFunkLoveSoul - Plattentaufe Volkshaus Zürich
Beat Hochheuser: Viele Bands kommen bei neuen Auftritten mit immer noch mehr Special Effects, Screens, Lichtshows, Tänzerinnen und weiteren Showelementen. Was hälst du von dieser Entwicklung und in welche Richtung geht es bei dir?

SEVEN: Meine Jungs sind seit heute Morgen am Aufbauen. Wir haben einen eigenen Bühnenbau und haben viel Licht dabei sowie bewegliche Bühnenelemente, die hoch- und runterfahren können. Die Show ist mir brutal wichtig, aber nicht auf Kosten von der Musik. Die Show muss die Musik unterstützen, sie darf nicht ablenken. Wenn man ein Solo geil inszenieren kann, in dem z.B. der Saxophonist auf der Bühne hinauffährt und dort oben sein Solo spielen kann, finde ich das super. Aber wenn es tausend Screens auf der Bühne gibt und die Leute im Publikum gar nicht mehr wissen, wo sie hinschauen sollen, dann finde ich es eigentlich wie fast schade, überhaupt so gute Musiker dabei zu haben. Ich investiere bei einem Konzert in erster Linie in erstklassige Musiker und wenn man ökonomisch denken würde, habe ich natürlich mit 13 Musikern viel zu viele dabei. Aber es ist mir schon wichtig, diese im absolut optimalen Licht zu präsentieren. Show, Ablauf und Regie zu arrangieren mache ich fast am liebsten und das ist ein wichtiger Teil eines Konzertes. All diese Elemente sollten aber nur unterstützen und nicht übermalen.
Seven Plattentaufe Volkshaus Zürich - BackFunkLoveSoul Album
Beat Hochheuser: Letzte Frage, am Anfang einer Karriere macht ein Musiker so ziemlich alles noch selbst. Wie ist das bei dir beim neuen Album, wie stark bist du beispielsweise bei der Album-Grafik oder bei Musikvideos involviert?

SEVEN: Ich mache immer noch alles selbst ;-). Wo SEVEN drauf steht ist auch SEVEN drin. Facebook, Instagram und Twitter mache ich komplett alleine. Zudem schreibe und produziere ich die Musik alleine. Wenn ich eine Idee für die Grafik zu einem Album habe, habe ich schon eine ziemlich gute Vorstellung davon und überlege mir, welcher Grafiker der Richtige für die Umsetzung dieser Idee wäre. Dann gehe ich mit dieser Idee zum Grafiker und erläutere ihm, wie ich es mir vorstelle. Die Umsetzung muss dann der Grafiker machen, ich selbst bin nun mal kein Grafiker sondern Musiker. Da ich mittlerweile schon mit vielen Leuten zusammenarbeiten durfte, habe ich die Möglichkeit, für jede Idee die richtige Person zu finden. Genauso ist es auch bei der Musik. Beim neuen Album wusste ich, was ich für eine Art von Album machen möchte und hatte Ideen für Songs im Kopf. Somit wusste ich, dass Beni, mit dem ich das Album zusammen gemacht habe, der richtige Partner sein wird um den Spielplatz zusammen zu bauen. Ich bin besser, wenn ich mit anderen Leuten zusammenarbeite, aber ich muss derjenige sein, welcher bestimmt, sonst geht es nicht.
SEVEN - Plattentaufe Zürich - Volkshaus - BackFunkLoveSoul
 Bericht, Interview und Fotos: Beat Hochheuser für schaffhausen.net

René Bättig - Wieso man gerade jetzt Ferien in der Schweiz buchen sollte

René Bättig ist der Inhaber des renommierten Schaffhauser Reisebüros Rolf Meier Reisen an der Vorstadt 12 inmitten der Altstadt. Insbesondere seit dem tiefen Eurokurs ab dem 18. Januar 2015 buchen in der Schweiz wohnhafte Personen - besonders natürlich diejenigen in den Grenzregionen - vermehrt in Deutschland, da sie denken, hier die Reise günstiger buchen zu können - ein Trugschluss, wie uns René Bättig hier im Anschluss gleich ausführlich erklärt.
René Bättig - Inhaber von Rolf Meier Reisen an der Vorstadt 12 in Schaffhausen
Durch den tiefen Eurokurs werden die Konsumenten, vor allem hier im Grenzgebiet zu Deutschland, verständlicherweise ein bisschen durcheinander gebracht. Seit Mitte Januar 2015 liest, hört und sieht man überall in den Medien, wie attraktiv die Europreise sind und wie unattraktiv das Einkaufen in der Schweiz grundsätzlich ist. Nach Auffassung von René Bättig - und dies nicht nur weil er Inhaber eines Reisebüros sei - ist von der Medienwelt einerseits in diesem Bereich sehr negativ berichtet worden und andererseits auch ohne dass man sich die Mühe gemacht hätte, um zumindest im Reisebereich die Angebote auch mal effektiv miteinander zu vergleichen.

Günstige Tarife bei Pauschalreisen
Seit dem 18. Januar 2015 sind die Angebote in der Schweiz häufig günstiger als wenn man im Ausland buchen würde. Dies hat damit zu tun, dass sehr viele Reisearrangements im Pauschalreisebereich umgehend an die tiefen neuen Eurokurse angepasst worden sind. Dies primär im Pauschalreisebereich, weil dort Veranstalter wie namentlich Tui oder Kuoni die Tarife umgehend so angepasst haben, dass man heutzutage, wenn man in der Schweiz Ferien bucht, weniger bezahlt als wenn man das selbe Angebot in Deutschland bucht. Dies hat nichts mit den Abflugflughäfen zu tun, da man bei Rolf Meier Reisen in Schaffhausen genau so gut ab München, Stuttgart oder Frankfurt Ferien buchen kann, wie auch mit Abflug von der Schweiz aus ab Zürich oder Basel. Es geht grundsätzlich darum, dass wenn man Gleiches mit Gleichen vergleicht, man heutzutage im Pauschalreisebereich in der Schweiz nicht mehr und häufig sogar weniger bezahlt. Dies weil die Preise zu einem Zeitpunkt angepasst wurden, als der Eurokurs besonders tief war und der Kurs teilweise ja wieder nach oben schwankt.

Im Fernreisebereich ist es so - und dies unabhängig von der Preisangleichung wegen dem neuen Umrechnungskurs, dass Buchungen in der Schweiz im Allgemeinen sehr häufig günstiger sind als in Deutschland. Dies hat mit dem Einkauf, gewissen Hotels und Pauschalarrangements zu tun, bei denen von den Veranstaltern seit Jahren gute Deals zur Verfügung stehen. Wenn man etwa mit Edelweiss nach Phuket möchte, bekommt man in der Schweiz sicherlich den attraktiveren Preis als in Deutschland.

Unterschiedliche Ferienzeiten in Deutschland beachten
In den Schaffhauser Herbstferien ist in Baden-Württemberg Tiefsaison, was beutet, dass die Tarifstrukturen bei gewissen kleineren Reiseveranstaltern dann in der Off-Season und somit evtl. günstiger als die gleichen Angebote (jedoch mit einer anderen Fluggesellschaft) in der Schweiz sind. In der Schweiz zählt der Oktober schulferienmässig nun mal zur Hochsaison. In diesem Zeitraum kann es also definitiv zu Preisunterschieden kommen. Es sind aber in aller Regel nicht die genau gleichen Angebote, da man von einem Deutschen Flughafen aus abfliegt und auch nicht mit einer renommierten Schweizer Airline fliegt, sondern mit einer anderen. Dies muss natürlich nicht zwingend schlechter sein, aber es muss beim Preisvergleich eben schon auch beachtet werden.
Rolf Meier Reisen - Vorstadt 12 - Schaffhausen
Preiskampf besteht schon seit langer Zeit
Wenn es keine Preisangleichung gegeben hätte, hätten die Schweizer Reisebüros, von denen es ja immer noch sehr viele gibt, gar keine Daseinsberechtigung mehr. Die Reisebüros müssen sich schon seit Jahren mit dem Internet auseinandersetzen. Es ist auch dort eine Herausforderung, dass man die Tarife, welche im Internet angeboten werden, auch anbieten kann, teilweise ein paar Franken teurer, aber teilweise bei gewissen Hotels oder gewissen Leistungen sogar ein bisschen günstiger. Wenn die Kunden ein interessantes Angebot im Internet gefunden haben, sind wir auch immer sehr interessiert daran, dass sie uns eine Chance geben um zu schauen, was wir für ein Angebot machen können. Dank der vielen Verträge, die wir mit den Dienstleistern haben, können wir häufig sehr attraktive Offerten machen. In der heutigen Zeit konsultiert beispielsweise kein Reisebüro nur noch einen Veranstalter, nur eine Airline oder nur ein Hotel für eine Abklärung im Badeferienbereich.

Gleiche Angebote wie in Deutschland und auch in Euro bezahlbar
Rolf Meier Reisen hat seit mindestens sechs Jahren mit dem überwiegenden Teil der Deutschen Reiseveranstalter Verträge, die dem Konsumenten ermöglichen, das Deutsche Angebot in Euro bei Rolf Meier Reisen in Schaffhausen zu buchen und auch in Euro zu bezahlen. Der Kunde muss also nicht mal über die Grenze oder ins Internet, er bekommt die genau gleichen Angebote wie in Deutschland in Euro auch hier, sei das nun z.B. von Neckermann, Alltours, Thomas Cook, Jahnreisen oder Öger Tours. Der Kunde bekommt alle Angebote hier zu den genau gleichen Konditionen, wie auf der anderen Seite der Grenze in Deutschland. Zudem bekommt man bei Rolf Meier Reisen noch den guten Service mit dazu, den sie bieten können, da sie viele Destinationen kennen und sagen können, wo und wann die schönsten Destinationen sind.

Mit anderen Angeboten zu Rolf Meier Reisen kommen
Jeder Kunde ist gerne eingeladen, mit Angeboten aus Deutschland oder aus dem Internet bei Rolf Meier Reisen vorbeizukommen. Dies sieht René Bättig als nichts Negatives, sondern als legitim an, was auch für den Kunden spricht, da sich dieser bereits mit den Preisen und den Destinationen auseinander gesetzt hat. Hier gibt es immer wieder gute Erlebnisse und vielleicht gibt es auch einmal die Situation, dass man preislich nicht mithalten kann. In aller Regel können aber die Tarife ebenfalls angeboten werden und häufig können sogar auch noch attraktivere Angebote gemacht werden. Wenn eine Kunde mit einem anderen Angebot bei Rolf Meier Reisen vorbeikommt, sieht man das als ein Vertrauensschenken an und dann möchte man dem Kunden auf jeden Fall auch etwas zurückgeben. Es soll jeder ohne Hemmungen mit Vergleichsangeboten und Preisvorstellungen vorbeikommen, denn dies garantiert faire Preise - und dafür steht René Bättig mit seinem Reisebüro Rolf Meier Reisen ein.
Rolf Meier Reisen - Inhaber: René Bättig - Vorstadt 12 - Schaffhausen
Vorteile eines Reisebüros gegenüber Onlinebuchungen
Viele Kunden, die schon einmal in den Ferien schlechte Erfahrungen gemacht haben, wissen auch, dass man Vorteile hat, wenn man eine Pauschalreise über ein Reisebüro bucht. Wenn beispielsweise ein Vulkan in Island ausbricht, die Flieger ausfallen und man eine zusammengesetzte Reise über das Internet gebucht hat, dann interessiert das den lokalen Leistungserbringer, beispielsweise ein Hotel, nicht, dass der Flug nicht geht. Es bezahlt keine Versicherung und das Hotel verlangt in der Regel den Normalpreis für jede weitere Nacht. Dies passiert jedoch nicht, wenn eine Pauschalreise über Rolf Meier Reisen gebucht wird, denn dann untersteht die Reise dem Pauschalreisegesetz und man sucht für den Kunden eine Lösung respektive er bekommt das Geld zurück. Die gesamte Reise ist versichert, so dass der Kunde diesbezüglich risikofrei bleibt. Wenn das Reisebüro einen Veranstalter berücksichtigt, der unseriös ist, haftet das Reisebüro und nicht der Kunde. So etwas kommt selten vor, aber es kann passieren. Wesentlich öfter gibt es Streik, Unruhen, Epidemien und solche Sachen und dann hat man mit einem Reisebüro im Rücken die wesentlich besseren Karten.

Gute Angebote der Reisebüros zu wenig bekannt
René Bättig sieht ein Problem darin, dass die guten Angebote der Schweizer Reisebüros gegenüber den Angeboten von Deutschland oder aus dem Internet zu wenig bekannt sind. Zum einen wird von den Medien nicht darüber geschrieben und zum anderen ist auch der Verband zu wenig aktiv geworden. Es müsste eine Branchengrösse oder der Verband darüber informieren, dass durch den tiefen Eurokurs die Preise heute so tief sind wie noch nie, diese Aufgabe sollte nicht bei einem kleinen Reisebüro liegen. In Deutschland sind die Preise identisch geblieben, in der Schweiz sind sie jedoch gesunken. Über positive Sachen wird in den Medien aber bekanntlich leider wenig geschrieben. Es ist im Bewusstsein der Kunden, dass alle Angebote in der Schweiz teuer und in Deutschland günstig sind, aber wenn man einmal vergleicht, wird man sehen, dass dies nicht stimmt. Zudem ist es auch wichtig, dass man Sorge trägt zum Wirtschaftsmarkt Schweiz. Dieser sollte auch im Grenzgebiet nicht vernachlässigt werden. Es geht um unseren Nachwuchs, unsere Mitarbeiter und Lehrlinge. Es ist klar, dass die Angebote fair sein müssen, aber man sollte auch als Schweizer Reisebüro die Möglichkeit bekommen, diese fairen Angebote machen zu können.

Weitere Infos: www.rmr-reisen.ch
Beat Hochheuser für Schaffhausen.net

Montag, 25. Mai 2015

10 Thesen zum Ausgang in Schaffhausen

Man hört es überall, der Ausgang in Schaffhausen sei nicht mehr das, was er mal war. Es kämen weniger Leute in den Ausgang, die Umsätze würden zurückgehen etc. Tatsächlich scheint im Schaffhauser Ausgang weniger los zu sein als noch vor ein paar Jahren. Doch wo sind all die Leute hin, wo sind sie geblieben? Wir haben uns in der Munotstadt umgehört und möchten hier ein paar mögliche Gründe aufzeigen, die uns von verschiedensten Seiten genannt wurden. Vermutlich gibt es nicht den einen Grund, sondern es spielen verschiedenste Faktoren zusammen. Was meint ihr dazu? Eure Inputs gerne per Email oder Kommentar.
1. Man geht nicht mehr in Schaffhausen in den Ausgang, sondern nach Zürich
Für die Richtigkeit dieser These spricht, dass die SBB ihr Angebot an Nachtzügen extrem erweitert hat. Früher etwa gab es am Wochenende um 4:00 Uhr in der Nacht gar keinen Zug von Zürich nach Schaffhausen. Dies wäre aber häufig genau die richtige Zeit gewesen. 3:00 Uhr ist zu früh, schliesslich muss man auch erstmal von der Ausgangs-Location an den Bahnhof kommen und diese somit bereits so um 2:30 Uhr verlassen. 5:00 Uhr war vielen hingegen schon wieder zu spät. Es fehlte der genau richtige Zug, hier hat die SBB nachgebessert. Dafür spricht weiter, dass die Züge sehr gut gebucht sind, es scheint also tatsächlich viele Schaffhauser zu geben, welche das grössere Angebot in Zürich schätzen und nutzen. Dagegen spricht hingegen, dass die Gastronomen in Zürich ebenfalls sagen, es sei heute weniger los als früher. Trotzdem scheint der Besucherfluss von Schaffhausen nach Zürich zugenommen zu haben, was den Schaffhauser Lokalitäten natürlich Publikum entzieht.

2. Für eine Party mit DJ sind die Leute heute nicht mehr bereit Eintritt zu bezahlen
Dafür spricht, dass Bars mit DJ und Gratiseintritt heute am Wochenende sehr gut laufen. Als Beispiel sei der Cuba Club genannt. Seit dem Umbau ist hier grundsätzlich volles Haus. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren etwa das Domino und das Tabaco - hier kann man gratis rein, drin legt ein DJ auf. Vielen Ausgängern reicht das schon, dass ein DJ dort ist, Musik auflegt und sie etwas zu trinken an der Bar bestellen können. Sie sind nicht bereit, in den Clubs für bekanntere DJs einen Eintritt von z.B. 15 Fr. zu bezahlen. Da trinken sie für das Geld lieber zwei weitere Biere in den Bars mit Gratiseintritt. Selbstverständlich gibt es aber nach wie vor Partyreihen mit DJ und Eintritt, die sehr gut laufen, wie etwa die Bravo Hits Party im Kammgarn. Die Partyreihe gab es in der Kammgarn übrigens früher schon, damals hiess sie "Back to the Future" und war niemals so voll wie heute. Durch die Umbenennung in "Bravo Hits Party" und mehr Werbung kam ab der ersten Ausgabe der Neuauflage der Erfolg. Manchmal braucht es nur wenige Änderungen an einem Konzept, um es so richtig zum Laufen zu bringen.

3. Wer Facebook hat, kann zu Hause bleiben und ist trotzdem dabei
Über die Sozialen Medien wie Facebook, Instagram und co. kann man von Zuhause aus verfolgen, was die Freunde machen, ohne vor Ort dabei zu sein. Früher hat man zum Feierabend-Bier abgemacht, um sich zu erzählen, was unter der Woche so gelaufen ist - heute weiss man es schon von Facebook her. Das mag vielleicht ein paar Leute betreffen, aber so wirklich überzeugt mich dieses Argument nicht. Gamer, die nie in den Ausgang kommen und den Abend lieber mit dem Computer verbringen, gab es auch früher schon. Wenn man das Ausgangs-Gen besitzt, geht man auch in den Ausgang, ob man nun Facebook hat oder nicht.

4. Früher ging man in die Disco, um neue Musik zu entdecken, heute gibt es Spotify
Dank Internet-Radios und co. kann jedermann zu Hause genau die Musikrichtung hören, die er mag und bekommt ständig neues Musikstücke genau nach seinem Geschmack zugespielt. Früher ging man noch in den Ausgang, um neue Musikstücke zu entdecken, da die analogen Radiosender primär Mainstream spielten. Mag etwas Wahres dran sein, aber wahrscheinlich gibt es dann doch nicht so viele, welche den Freitag- und Samstagabend zu Hause mit Internetradio und co. verbringen.

5. Fitnessstudios und Körperkults sind in - durch Bier gefährde ich meinen Waschbrettbauch
Eine weitere Theorie, die mir zu Ohren gekommen ist. Fitnessstudios boomen wir nie zu vor und wer sich mühsam schöne Bauchmuskeln antrainiert hat, möchte diese nicht durch Bierkonsum aufs Spiel setzen. Nüchterner Ausgang macht auch keinen Spass, also bleibt man lieber gleich ganz zu Hause.

6. Demographische Entwicklung - Es gibt weniger junge Leute in Schaffhausen
Schaffhausen wird immer älter, es gibt seit Längerem weniger Kinder und somit auch weniger junge Leute in der Stadt. In den Ausgang gehen aber prinzipiell jüngere Leute. Weil es weniger Junge gibt, gehen auch weniger in den Ausgang.

7. Das Angebot hat stark zugenommen
Auch dieser Grund wird häufig genannt. Den Güterhof gab es früher beispielsweise gar nicht, heute finden dort an den Wochenenden regelmässig grosse Partys statt. Im Oberhof gibt es nach dem Restaurant-Betrieb Partys mit DJs, Bruno Meier ruft zur Poolparty in seiner Hafenbar und so weiter. Also kleiner ist das Angebot bestimmt nicht geworden - und mehr Ausgänger hat es auch nicht, bestenfalls gleich viele wie früher.

8. Kein Geld mehr um in den Ausgang zu gehen
Heute gibt es andere Ausgaben, die früher inexistent waren. Handyrechnung, ständig neue Kleidung, mehr Ferien. Da bleibt kein Geld für den Ausgang. Das Argument überzeugt mich nicht wirklich. Für Kleidung wurde schon früher massiv Geld ausgegeben und die Kohle für den Ausgang war speziell gegen Monatsende bei vielen schon immer sehr knapp.

9. Es finden mehr Homepartys statt und man geht deshalb weniger in den Ausgang
Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass die Homepartys stark zugenommen haben. In den USA ist das gang und gäbe, hier bei uns viel weniger, so zumindest mein Eindruck.

10. Es gibt in Schaffhausen weniger interessante Angebote als früher
Eine Aussage, die man auch immer mal wieder hört. Es sei immer die gleiche Leier. Die selben Partyreihen mit der x-ten Ausgabe - irgendwann habe auch der letzte die Ohren voll. Ja selbst bei den Konzerten würden immer wieder die selben Acts gebucht, wenn sie ein Mal den Laden voll gebracht haben. Es gäbe keine Innovation mehr. Von den Jungen sei niemand mehr bereit, etwas Eigenes, Neues auf die Beine zu stellen.

Dies waren die 10 Punkte, welche am häufigsten genannt wurden. Die einen sind aus unserer Sicht überzeugender, die anderen etwas weniger. Wahrscheinlich ist es die Kombination aller Faktoren, welche dann wirklich fühlbare Auswirkungen zeigt. Bestimmt gibt es auch noch weitere Punkte, die wir jetzt hier noch nicht beachtet haben. Ich werde sie dann ggf. gerne noch nachführen.

Text und Foto: Beat Hochheuser für Schaffhausen.net

Montag, 18. Mai 2015

Die 5 Finalisten-Bands für Kammgarnstars stehen fest

Soeben hat der Kammgarnstars Bandcontest die fünf Finalisten für den Event am Freitag, 29. Mai 2015 in der Kammgarn in Schaffhausen bekannt gegeben. Es werden folgende fünf Bands spielen:

The Daisies - Indie Elektro-Pop aus Schaffhausen (Bericht vom Gig im TapTab)
Cool Down - Alternative Rock/Pop aus dem Hegau
BluePearl - Pop mit Post-Grunge Einschlag aus dem Thurgau
So Wasted - Pop-Punk aus Thun (Jurynomination)
Tony Dynamite & the shootin' beavers - Surfrock aus Schaffhausen (Jurynomination)

Die ersten drei Bands wurden durch Abstimmung auf kammgarnstars.ch bestimmt, die übrigen zwei Bands wurden aus den weiteren Bewerbern von der Jury ausgewählt. Die fünf Finalisten messen sich am Freitagabend, 29. Mai 2015, ab 20:15 Uhr im grossen Finale in der Kammgarn Schaffhausen. Die Band mit den meisten Punkten gewinnt einen Auftritt auf dem Herrenacker am Stars in Town vor Carrousel, Pegasus und Sunrise Avenue am Samstag, 8. August 2015 auf der grossen Bühne.
Kammgarnstars Bandcontest - Das grosse Finale
Wir wünschen allen Bands viel Erfolg und hoffen, dass diejenigen, welche nicht nominiert wurden, trotzdem weitermachen. Es waren noch viele talentierte Bands dabei - keep on rocking!!!

Hier noch ein Video von The Daisies, welche am meisten Stimmen erhalten haben, von ihrem Auftritt im TapTab Schaffhausen am 19. September 2014:



Und hier der offizielle Trailer zum Event: