Freitag, 20. März 2015

Umbau Gastrobetrieb MYRTA Herrenacker in vollem Gange

Es wird fleissig gearbeitet am Herrenacker 18 in Schaffhausen. Mitte April 2015 soll es dann bereits losgehen mit dem neuen Gastrobetrieb MYRTA in den Räumlichkeiten des ehemaligen JazzArt Cafés, welches Anfang 2014 geschlossen wurde (siehe den Schaffhausen.net Bericht hier). Anders als beim Jazz Café werden bei MYRTA - so wie auch früher bei Sandor Lukacsis Lounge 74 - nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch der erste Stock verwendet. Bei der Lounge 74 mussten die Gäste damals das Mietertreppenhaus benutzen, um in den ersten Stock zu gelangen, was suboptimal war. Neu wird es eine separate Treppe - vom Eingang aus gesehen links - geben, die direkt in den ersten Stock führt. Ursprünglich als Wendeltreppe geplant, wird nun eine gerade Treppe realisiert.
Umbau MYRTA Herrenacker - Erdgeschoss, linker Hand kommt die Treppe hin
MYRTA wird eine Mischung aus einem Speiserestaurant und einem Café werden. Der Name MYRTA leitet sich einerseits aus dem Namen des Gebäudes Haus zum Myrthenbaum ab, andererseits soll aber auch der Myrtenzweig - der bekanntlich ein Symbol der Fruchtbarkeit ist - ein Grundthema für den Gastrobetrieb werden und beispielsweise bei den kulinarischen Köstlichkeiten eine Rolle spielen.
Im hinteren Teil des Erdgeschosses kommt die neue, offene Küche hinein
Neue MYRTA Geschäftsführerin wird Stéphanie Jud, ihr Stellvertreter ist Önder Yilmazer, der auch schon im JazzArt Café zum Team gehörte. Zudem werden auch noch Raphael Brüschweiler, bestens bekannt als Barchef vom TapTab, sowie Federica Fele, die auch den bekannten Foodblog www.federicafele.com/blog/ betreibt, zum aktiven Team im täglichen Gastrobetrieb gehören. Während des Stars in Town Festivals auf dem Herrenacker (siehe auch unseren Stars in Town - Hinter den Kulissen Bericht) verwendet die Trägergesellschaft des Festivals, die Flow Productions AG, den ersten Stock der Haus zum Myrtenbaum Liegenschaft jeweils als Büro. Als das JazzArt Café geschlossen wurde, suchten die Verantwortlichen nach einer neuen Lösung. So gründeten Adi Brugger und Simon Vogel, die Geschäftsleiter von Flow Productions, sowie Stéphanie Jud und Patrick Schindler, Inhaber von D'Chuchi, die mir und anderi GmbH, welche als Pächter der Liegenschaft fungiert. Es wird allgemein eine ausgedehnte Zusammenarbeit von MYRTA und Flow Productions geben.
Der erste Stock des Myrthenbaums wird am Stars in Town als Festival-Büro genutzt
Der MYRTA Gastrobetrieb wird ganztägig geöffnet sein. Es wird sowohl Mittagessen wie auch abendliche Häppchen geben. Die angebotenen Speisen werden sich durch ihre hohe Qualität, regionale Herkunft sowie saisonale Ausrichtung auszeichnen. Convenience Food soll keiner angeboten werden, das Angebot wird mehr in Richtung Slow Food gehen. Beim Mittagessen wird es ein täglich wechselndes Gericht als Vegi- und als Fleischvariante sowie immer ein Salat- und Suppenangebot geben. Eine Speisekarte im klassischen Sinn ist nicht geplant, die aktuellen Gerichte werden auf einem schwarzen Brett stehen und im Internet auf der MYRTA Homepage angekündigt werden. Am Nachmittag wird es Kaffee und Kuchen geben und am Abend sollen Sharing Plates angeboten werden, die man dann wie Tapas zusammen am Tisch essen kann. Das Getränkeangebot wird nicht 0-8-15 sein, sondern es wird speziellere Sachen geben. Zudem wird ein Monatsbier angeboten und spezielle Kaffeevarianten, welche auch immer mal wieder wechseln werden. Die Standard-Kaffeeröstung wird gelabelt werden, so dass man sie auch für zu Hause kaufen kann. Dies gilt ebenso für andere hausgemachte Produkte wie Salatdressing, Chutneys, Marmelade, Eingemachtes und Haustee. Bei der Ausarbeitung des Gastrokonzeptes ist Patrick Schindler von D'Chuchi Schaffhausen behilflich.
Die Wand im ersten Stock des MYRTA soll so erhalten bleiben wie sie ist
Im ersten Stock soll eine Art Wohnzimmeratmosphäre herrschen, in der man auch gut ein Buch lesen oder mit dem Laptop oder Tablet im Internet surfen kann. Der erste Stock wird immer zugänglich, aber variabel in der Gestaltung sein. Ideen wären, dass dort auch ein Mutter-Kind-Tag stattfinden oder eine Lesung besucht werden kann. Evtl. wird es später auch mal kleinere musikalische Events geben. Erhalten wird im ersten Stock die beeindruckende Wand, welche historisch äusserst interessant ist. Das Haus zum Myrtenbaum war nämlich bei der Bombardierung von Schaffhausen 1944 bis zum ersten Stock abgebrannt und wurde nachher wieder aufgebaut, was sich alles Schritt für Schritt aus der Wand ablesen lässt.
Überraschung: Beim Umbau gab es viele Altlasten, die zum Vorschein kamen
Das MYRTA-Team wollte keine Pinselrenovation, sondern es gleich richtig machen. Sie haben drei Decken und vier Wände herausgebrochen, dabei kam u.a. ein unbekanntes Fenster zum Innenhof zum Vorschein. Die Toiletten wurden komplett renoviert, zudem müssen auch die Wasser- und Abwasserleitungen komplett saniert werden, weil sie undicht sind. Es gab allgemein viele Altlasten, die nach und nach im Rahmen der Renovation zum Vorschein kamen und immer wieder zu Verzögerungen geführt haben.
Das MYRTA-WC im Haus zum Myrthenbaum wird komplett renoviert
MYRTA wird von Dienstag bis Samstag ganztägig geöffnet sein, wobei sonntags evtl. ein Brunch angeboten werden wird. Freitag und Samstag wird das Lokal bis Mitternacht und somit länger als die übrigen Tage offen haben. Es wird auch auf den Herrenacker Platz rausgestuhlt werden, aber es gibt nicht nur einen Sommerbetrieb, die Lokalität wird das ganze Jahr über geöffnet sein. Weitere Infos gibt es hier auf der MYRTA Facebook Seite sowie demnächst auf der MYRTA Homepage unter www.myrta.me im Internet. Schaffhausen.net wünscht dem MYRTA-Team viel Erfolg beim Endspurt der Renovation und freut sich auf die Eröffnung.

Text und Fotos: Beat Hochheuser für www.schaffhausen.net

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