Donnerstag, 30. Mai 2013

Schaffhausen.net besucht Stadtrat Simon Stocker

150 Tage ist Simon Stocker von der Alternativen Liste Schaffhausen nun bereits im Stadtrat aktiv. Grund genug für Schaffhausen.net ihm an seinem Arbeitsplatz im Käfig einen kleinen Besuch abzustatten. Ja, richtig gelesen, Simon Stocker hat seinen Arbeitsplatz nämlich nicht wie man zunächst vermuten könnte im Stadthaus an der Stadthausgasse, sondern er arbeitet im sog. Käfig an der Vorstadt 43, gleich neben der "Weinstube zum kleinen Käfig" unweit der Schaffhauser Kantonalbank. All zu schlecht scheint es Simon Stocker in seinem Käfig jedoch keineswegs zu gehen, denn wie er uns bestätigt, betritt er den Käfig jeweils nach wie vor sehr gerne.

Stadtrat Simon Stocker an seinem Computer-Arbeitsplatz im Käfig.

Die erste grosse Feuerprobe
Simon Stocker hatte bereits kurz nach Amtsantritt seine erste grosse Feuerprobe zu bestehen. Bis zum 22. März 2013 wurden in der Stadt Schaffhausen seit Jahresbeginn bereits 14 Raubüberfälle begangen (Schffhausen.net berichtete), was weit über dem Durchschnitt der Vorjahre lag. Als Sozial- und Sicherheitsreferent war Simon Stocker im fünfköpftigen Stadtrat die zuständige Person und nahm sich der Sache an. Er sorgte dafür, dass in Schaffhausen die nächtliche Beleuchtung verstärkt wurde. Als Vizepräsident der kantonalen Polizeikommission hat sein Wort auch bei der Schaffhauser Polizei (SHPol) Gewicht und er kam mit SHPol überein, vorübergehend die Sichtbarkeit der Polizei zu verstärken und die Anzahl der Polizeipatrouillen zu erhöhen. Die verstärkte Polizeipräsenz zeigte Wirkung, so dass sieben Täter erwischt wurden. Danach kam es zu keinem Raubüberfall mehr. Die Einflussnahmemöglichkeit des Schaffhauser Stadtrates ist durchaus gerechtfertigt, da die Stadt Schaffhausen mit 3.7 Millionen Fr. pro Jahr unter den Gemeinden mit Abstand der grösste Geldgeber für die Schaffhauser Polizei ist. Zudem bestätigt Simon Stocker, dass er mit dem Schaffhauser Polizeikommandanten Kurt Blöchlinger ein gutes persönliches Einvernehmen hat.

Neben dem Computer-Arbeitsplatz steht ein grosser Sitzungstisch bereit.

Wie jetzt neu alle fünf Stadträte in der Stadt Schaffhausen ist auch Simon Stocker zu einem 70% Pensum angestellt. Den Freitag probiert er sich jeweils frei zu halten, was ihm auch ganz gut gelingt. Nach wie vor ist er der Auffassung, dass er dem richtigen Referat zugeteilt ist. Das Sozial- und Sicherheitsreferat, dem er vorsteht, besteht aus den Bereichen: Soziales, Betreuung und Sicherheit. Vor allem der Bereich Sicherheit gibt etwas mehr zu tun, als es bei der Aufteilung der Referate ursprünglich gedacht war. Für den Mehraufwand sorgten u.a. die oben erwähnte Raubüberfallproblematik sowie das vor kurzem erfolgte Unwetter in Schaffhausen, bei dem namentlich auch das Schaffhauser Tierheim komplett unter Wasser gesetzt wurde.

Schick, schick! Stadtschreiber Christian Schneider (ganz links) mit dem aktuellen Stadtrat:
Peter Neukomm, Simon Stocker, Raphaël Rohner, Urs Hunziker und Thomas Feurer (Stadtpräsident).
Foto: Stadt Schaffhausen
Videoüberwachung und Polizeistunde in der Stadt Schaffhausen
Die Vorgängerin von Simon Stocker, Stadträtin Jeanette Storrer, war überzeugt von der Videoüberwachung, welche im Dezember 2010 an 18 Standorten in der Stadt Schaffhausen eingeführt wurde (Schaffhausen.net berichtete hier). Die Alternative Liste, der auch Simon Stocker angehört, war nie von der Videoüberwachung angetan. Aus ihrer Sicht bringt die Videoüberwachung bei Littering, geringfügigen Sachbeschädigungen und dergleichen nicht viel, da eine gewisse Erheblichkeit gegeben sein muss, um die Videoaufnahmen überhaupt einsehen zu können. Simon Stocker behält seine kritische Haltung gegenüber der Videoüberwachung auch heute noch bei. Er steht grundsätzlich kritisch zu staatlichen Eingriffen, bei denen viele belastet werden, um einige wenige zur Rechenschaft zu ziehen. So sieht er es auch bei der Polizeistunde. Er ist nicht dafür, dass 99% sich korrekt verhaltende Partygänger mit kürzerem Ausgang bestraft werden, um die 1% zu erwischen, die sich nicht korrekt verhalten. Hier sieht Simon Stocker im Übrigen auch die Abgrenzung der Alternativen Liste zur SP, welche derartigen staatlichen Eingriffen gegenüber positiver eingestellt ist.


Andere Städte wie etwa Luzern rudern bei der Videoüberwachung bereits wieder zurück. In Luzern wurde beschlossen, auf einen Teil der installierten Videoüberwachung zu verzichten. Seit deren Einführung sei kein Rückgang sicherheitsrelevanter Ereignisse zu verzeichnen. Deshalb wird die Videoüberwachung an manchen Orten wieder eingestellt, um jährlich rund 30'000 Franken einzusparen. In Schaffhausen müssen gemäss Reglement die Kamerastandorte spätestens alle zwei Jahre auf ihre weitere Notwendigkeit überprüft werden (siehe Beitrag Schaffhausen.net). Es wird sich bei der nächsten Prüfung zeigen, ob sich Veränderungen bei der Schaffhauser Videoüberwachung ergeben werden.

Der Schaffhauser Stadtrat in der aktuellen Besetzung. Bild: Stadt Schaffhausen
Es herrscht übrigens eine sehr angenehme Atmosphäre im Büro von Simon Stocker und man merkt, dass er ein richtiger Schaffhauser ist. An den Wänden findet man grosse Bilder von typischen Schaffhauser Motiven, wie beispielsweise Weidlinge auf dem Rhein. Die Bilder stehen auf der Kommode und sind an die Wand angelehnt. Zum Aufhängen der Bilder ist Simon Stocker vor lauter anderen Sachen bis dato noch gar nicht gekommen.


Schaffhausen.net bedankt sich herzlich bei Stadtrat Simon Stocker für die nette Einladung in sein Büro. Und mal schauen, vielleicht werden wir in nächster Zeit ja auch mal noch von weiteren Stadträten, Regierungsräten - und was es sonst noch so alles Spannendes in Schaffhausen gibt - empfangen. Wir kommen gerne vorbei, ein Email an uns genügt (siehe Blogimpressum auf der rechten Seite). Für Schaffhausen.net: Beat Hochheuser, 30. Mai 2013.

Schaffhauser Polizei durchsucht Asylunterkunft

Die Schaffhauser Polizei hat mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen und des Grenzwachtkorps am Mittwochmorgen (29.05.2013) die Asylunterkunft in Buch kontrolliert. Die Polizisten verhafteten fünf Männer und stellten eine geringe Menge an Betäubungsmitteln sowie gestohlene Mobiltelefone sicher.

Bei einer mehrstündigen Hausdurchsuchungsaktion der Asylunterkunft in Buch am Mittwochmorgen (29.05.2013) kontrollierte die Schaffhauser Polizei die Bewohner und deren Zimmer. Auslöser für diese Aktion waren vermehrt deliktische Handlungen begangen durch Bewohner der Asylunterkunft in den Bereichen Betäubungsmittelgesetz und Vermögensdelikte, die im Frühjahr 2013 festgestellt werden mussten. Den Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefehl für diese Aktion hatte die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen, die ebenfalls an dieser Kontrolle teilnahm, ausgestellt. Unterstützt wurde die Hausdurchsuchung zudem von Spezialisten des Grenzwachtkorps. Mitunter ein Ziel der Aktion war es, die Mehrheit der nichtrenitenten und sich korrekt verhaltenden Asylsuchenden zu schützen bzw. von den vereinzelten Delinquenten zu trennen.

Nebst einer geringen Menge Marihuana stellte die Schaffhauser Polizei vier gestohlene Mobilfunktelefone sicher, die keiner Einzelperson zugewiesen werden konnten. Zwei Männer wurden wegen Besitzes des sichergestellten Marihuanas verzeigt und vorübergehend inhaftiert. Sie wurden wegen Verstössen gegen die Hausordnung von der Leitung der Asylunterkunft mit Hausverbot belegt. Gemäss den neusten beschlossenen Massnahmen führt dies zu einer Eingrenzung in die dafür vorgesehenen Räume im Ebnatfeld in der Stadt Schaffhausen. Ein Betäubungsmittelspürhund der Schaffhause Polizei fand des Weiteren die Verpackung einer Kokainportion und ein leergeräumtes Drogenversteck.

Drei weitere Männer wurden zwecks genauerer Personenüberprüfungen im Zusammenhang mit Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz dem Zentralen Polizeiposten Schaffhausen zugeführt. Die Abklärungen hierzu sind noch im Gange. Anlässlich der Hausdurchsuchung konnten auch drei offene polizeiliche Pendenzen erledigt werden, da die angeschriebenen Personen auf vorangehende Aufforderungen nicht reagiert hatten (Mitteilung SHPol).

Mittwoch, 29. Mai 2013

Überleben im E-Commerce: 15 Jahre PCP.CH Onlineshop

Der Schaffhauser Elektronikhändler PCP.CH wird 15 Jahre alt. 1998 eröffneten eine Handvoll Kantischüler einen kleinen Computerladen in der Schaffhauser Webergasse und programmierten einen Onlineshop. Heute gehört PCP.CH zu den langjährigsten Anbietern im hart umkämpften Onlinemarkt. Dank Expansion in die EU und gutem Kundenservice konnte der Jahresumsatz während den letzten 5 Jahren auf 40 Mio. Franken verdoppelt werden.

Das PCP.CH Team im Jahr 2000 (Martin Kern und Urban Weber oben,
Lorenz Weber, Benjamin Neuhoff, Jonas Tappolet, Beat Hochheuser unten).
Als vor 15 Jahren ein paar Kantischüler einen kleinen Computerladen mit Onlineshop in der Webergasse in Schaffhausen eröffneten, haben nur wenige an den langfristigen Erfolg von PCP.CH geglaubt. Es folgten jedoch Wachstumsjahre und im Jahr 2005 expandierte man nach Deutschland (www.comstern.de). Seit 2011 ist PCP.CH mit einer weiteren Filiale auch in Österreich in Lustenau aktiv (www.comstern.at). Ein Jahr später wurde mit Beck PC ein auf Gamer spezialisierter Schweizer PC-Assemblierer übernommen, und seit April dieses Jahres unterhält man auch einen Standort in der Slowakei. Heute gehört PCP.CH zu den langjährigsten Anbietern im hart umkämpften Onlinemarkt und setzt pro Jahr 40 Mio. Franken um.

PCP.CH - Standort in der Gruebenstrasse 104 in Schaffhausen
Natürlich lief auch bei PCP.CH nicht immer alles genau nach Wunsch. Eine im Jahr 2004 eröffnete Filiale in Aarau etwa wurde zwei Jahre später wieder geschlossen. „Für uns hat das Multichannel-Konzept nicht funktioniert.“, erklärt Lorenz Weber, Gründer von PCP.CH, den Rückzug. Ursprünglich wollte man mehrere Abholshops in der ganzen Schweiz eröffnen. „Die extrem stark zugenommene Konkurrenz machte uns zu schaffen, denn bis heute wurde der Margendruck immer stärker. Spätestens seit auch Migros und Coop im E-Commerce aktiv sind, wird ein regelrechter Verdrängungskampf geführt“.

Wachstum dank Internationalisierung
Statt Filialkonzept setzte PCP.CH auf Internationalisierung. Während der Konkurrenzkampf in der Schweiz immer härter wurde, suchte man nach günstigeren Einkaufsmöglichkeiten und zusätzlichen Absatzkanälen im Ausland. Heute pflegt PCP.CH ein breites Lieferantennetzwerk in der EU. Schweizer Herstellervertretungen haben zwar nicht immer Freude daran, aber nur auf diese Weise kann PCP.CH den Kunden sehr attraktive Preise anbieten.

Das Lager von PCP.CH in Schaffhausen an der Grubenstrasse 104

Auch der Kundenservice wurde über die Jahre laufend verbessert. Beispielsweise werden seit 2009 sämtliche Waren versandkostenfrei verschickt. Zudem können Bestellungen an einer der über 700 PickPost-Stellen der Post abgeholt werden. Des Weiteren beliefert PCP.CH die Kunden seit der Gründung auf Wunsch gegen Rechnung, eine im Internet eher seltene Bezahlmöglichkeit. Der Kundendienst ist für einen Onlineshop sehr entscheidend. Im Internet kennt man seine Kunden nicht sehr gut, umso wichtiger ist da der Service. Dazu gehören auch die umfangreichen Produktbeschreibungen, die bei PCP.CH seit der Gründung selbst erstellt werden.

Das PCP.CH Team in Schaffhausen

Im März 2011 hat PCP.CH den GIFIT-Innovationspreis in Österreich gewonnen. Der mit 10‘000 Euro dotierte Preis wurde von einer prominent besetzten Fachjury für die beste Vertriebsidee verliehen.

PCP.CH Geschäftsführer Lorenz Weber mit GIFIT-Innovationspreis in Österreich

Seit 2012 bietet PCP.CH unter der Marke BeckPC eigene Rechner an, die der Kunde nach Belieben selber konfigurieren kann. Vor allem Gamer und Grafiker wissen oft ganz genau, aus welchen Komponenten der Computer gebaut werden soll. Sie schätzen die hohe Qualität, die PCP.CH dank eigener Montage und 24 Stunden Dauertest garantieren kann. Viele Kunden sind auch froh, einen kompetenten Partner für Service und Support zur Hand zu haben.


Nach 15 bewegten Jahren hat PCP.CH heute über 300‘000 Kunden, einen Jahresumsatz von 40 Millionen Franken sowie knapp 50 Mitarbeiter, die durchschnittlich bereits seit über 5 Jahren im Betrieb tätig sind.

Dienstag, 28. Mai 2013

Schuhdieb in Neunkirch geschnappt - ein Fuchs!

In Neunkirch sind in der letzten Zeit sage und schreibe 42 Schuhe entwendet worden. Grösstenteils hatte sich der Dieb nur für den rechten oder aber auch mal für den linken Schuh entschieden. Teilweise haben ihm die Schuhe aber auch so gut gefallen, dass er gleich beide gemopst hat. Mittlerweile konnte der Schuhdiebstahl von Neunkirch im Kanton Schaffhausen aufgeklärt werden. Gestohlene Schuhe können bei der Schaffhauser Polizei abgeholt werden. Ob der eigene Schuh dabei ist, kann man auf folgenden Bildern abklären.


Polizeimeldung: Neunkirch: Fuchs auf Diebestour
Am Dienstag, 28. Mai 2013, haben Anwohner des Quartiers „Gigen“ in Neunkirch gemeldet, dass sie in einem Fuchsbau etliche Schuhe festgestellt haben. Die insgesamt 42, durch den Fuchs entwendeten Schuhe, konnten sichergestellt werden. Besitzer können ihre Schuhe bei der Polizeistation Klettgau abholen.


Am Dienstag, 28. Mai 2013 meldeten Anwohner des „Gigen-Quartiers“ in Neunkirch der Schaffhauser Polizei, dass schon seit längerer Zeit ein Fuchsbau im Quartier bestehe. Die Füchse entwendeten offenbar über Wochen hinweg Schuhe der Anwohner des Quartiers und brachten diese zu ihrem Fuchsbau. Eine Meldeerstatterin überbrachte die nun eingesammelten Schuhe der Polizeistation Klettgau. Nach der Sortierung des Schuhhaufens konnten die Polizisten schliesslich 36 einzelne Schuhe und lediglich 3 passende Paare ausmachen.

Die Schuhe sind zum Teil noch gut erhalten. Betroffene der Schuhdiebstähle durch die besondere Täterschaft, können sich bis Ende Juni 2013 bei der Polizeistation Klettgau in Neunkirch melden und ihre Schuhe abholen. Die nicht zugeordneten Schuhe werden anschliessend durch die Schaffhauser Polizei entsorgt (Text und Bilder: SHPol).

Erich Schlatter informiert durch eigene Homepage

Der Schaffhauser Erich Schlatter informiert jetzt direkt über seine Homepage www.erichschlatter.ch über seinen Fall. Derzeit befindet er sich in der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf, wie auch aus der Kontaktadresse auf seiner Homepage zu entnehmen ist:

Kontakt:
Erich Schlatter
Strafanstalt Pöschwies
Roosstrasse 49
8105 Regensdorf

Die Rubriken "Das Urteil" und "Lebenslauf" auf seiner Homepage wurden durch Erich Schlatter selbst verfasst und enthalten seine persönlichen Erinnerungen. Die Beiträge in den übrigen Rubriken wurden laut Homepage von der promovierten Historikerin Lea Haller, welche aktuell als Gastwissenschaftlerin am Département d'Histoire de Sciences Po in Paris tätig ist, professionell recherchiert.

Erich Schlatter aus Schaffhausen - Bild: SRF DOK Reporter
Erich Schlatters letzte von ihm selbst gewählte Destination war Valencia in Spanien, wo er in einem Orangenhain lebte. Schlussendlich hatte er in Valencia wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft gesessen und wurde am 9. August 2010 an die Schweiz ausgeliefert. Die Strafuntersuchung in Valencia war zuvor offenbar aus Mangel an Beweisen eingestellt worden.

Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde Erich Schlatter zunächst im Hochsicherheitstrakt der Klinik Rheinau untergebracht. Am 12. März 2013 wurde er dann durch einen Entscheid des Amtes für Justiz und Gemeinden Schaffhausen in die Massnahmestation der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf verlegt. Grund dafür war ein Gutachten, was besagte, dass eine Unterbringung in Rheinau nicht mehr unbedingt nötig sei.

Alle 5 Jahre muss die vom Kantonsgericht Schaffhausen angeordnete Massnahme, in deren Vollzug sich Erich Schlatter derzeit befindet, vom Gericht überprüft werden. Diese Überprüfung durch das Schaffhauser Kantonsgericht steht demnächst an. Dabei wird entschieden, ob die Massnahme nochmals um 5 Jahre verlängert wird, oder aber die Massnahme aufgehoben bzw. eine andere Unterbringung angeordnet wird.

Da laut Erich Schlatters Homepage dessen Anwalt, Martin Schnyder, eine öffentliche Anhörung beantragt hat, ist davon auszugehen, dass die Verhandlung vor dem Schaffhauser Kantonsgericht frei zugänglich sein wird. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir auf Schaffhausen.net darüber berichten.
UPDATE: Die öffentliche Verhandlung ist am Mittwoch, 3. Juli 2013, um 14:00. Weitere Infos.

Das Schweizer Fernsehen SRF hat übrigens den ersten Teil der Dokumentation über Erich Schlatter mit dem Titel "Ein Schräger Vogel auf der Flucht" nach einer zwischenzeitlichen Löschung wieder aufgeschaltet. Die Reportage kann man sich hier anschauen:

Montag, 27. Mai 2013

Siblinger Randenturm 2.0 - Neues Konzept

Im Dezember 2011 kam heraus, dass der neue Siblinger Randenturm nicht gebaut werden konnte (siehe damaligen Blogeintag auf Schaffhausen.net). Die Gemeinde Siblingen (Kanton Schaffhausen) hatte damals die Baubewilligung erteilt, jedoch hatte der Schaffhauser Heimatschutz Einsprache an den Regierungsrat des Kantons Schaffhausen erhoben. Die Einsprache wurde vom Regierungsrat zwar abgelehnt, aber die nächste Instanz, das Obergericht Schaffhausen, hiess die Beschwerde gut, da der geplante Siblinger Randenturm einen zu schweren Eingriff in die geschützte Randenlandschaft darstelle. Siehe auch den damaligen Beitrag des Schaffhauser Fernsehens.



Nun gibt es einen neuen Anlauf: Siblinger Randenturm 2.0 sozusagen. Der neue Turm soll bis 2014 realisiert werden. Die Gestaltung stammt von Raoul Müller und Patrick Birri. Zudem wurde noch der Holzbauingenieur Michael Hübscher aus Beringen hinzugezogen.


Die Gestalter beschreiben das Projekt folgendermassen:
Das Konzept des neuen Randenturmes ist von der Natur und derem Wachstum abgeleitet. Die Verwendung des Rohstoffes Holz und seine Rückführung an seinen Ursprungsort, den Wald. Der Turm wirkt, als sei er aus dem Grund gesprossen und strebe nach dem Licht über den Baumkronen. Durch die Wahl der Dreieckgrundform ist dieses Projekt aussergewöhnlich und generiert eine eigene Designsprache. Es ist somit unverwechselbar und gliedert sich in seiner Gesamtheit dennoch dem Wald unter. Die Dreiecksform hat noch weitere Vorzüge. Durch die kompakte Anordnung der Treppenläufe wird der Fussabdruck minimiert und der Turm wirkt filigran. Die Podeste können als Blätter oder Äste gelesen werden und bieten die Möglichkeit, die Baumkronen zu bestaunen, die sich in der Umgebung befinden, dienen als Kreuzungspunkte und als Rastorte. Die 5-eckigen Podeste sind in rechtwinklig zu der Dreiecksgrundform ausgerichtet und brechen so die Ecken des gleichseitigen Dreiecks. Es entsteht eine begehbare Skulptur, die stark an die Natur erinnert.


Primäre Tragstruktur des Turmes sind die drei Brettschichtträger. Diese werden durch die Treppenwangen und Zugstangen verstrebt und stabilisiert. Die Haupttragkonstruktion wird so bemessen, dass das Auswechseln einer einzelnen Brettschichtholzstütze möglich ist. Die Podeste sind durch Metallbaufertigteile an die Holzträger befestigt. Die Treppenläufe werden aus wirtschaftlichen Gründen in Metall ausgeführt. Zudem werden so die Lebenszykluskosten tief gehalten. Die Plattform und die Podeste sind aus Holz konstruiert und werden mit einen wetterbeständigen Belag überzogen. Mit geschlossenen Podesten ist die direkte Sicht nach Unten eingeschränkt, womit ein erhöhtes Sicherheitsgefühl erreicht wird. Durch die Überdachung der Primärstruktur wird diese geschützt. Daraus resultiert eine wesentlich erhöhte Lebensdauer und ein verringerter Wartungsaufwand. Der Turm wird so konstruiert, dass ein komfortables Begehen möglich ist.


Mit 19m Plattformhöhe am erhabensten Punkt bietet der Turm einen Blick über das Klettgau und den Randen. Durch die Ausbildung als Splitlevel-Geschoss bietet die Aussichtsplattform Sitzmöglichkeiten um sich nach dem Aufstieg zu erholen und die Möglichkeit die Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die circa 30m2 grosse Plattform ist auch für grössere Gruppen problemlos begehbar. Durch die Neigung der Primärstruktur ist dennoch nur ein geringer Fussadruck des Turmes vorhanden, welcher zudem den bestehenden Wanderweg nicht durchkreuzt und eine Neuanlegung dessen überflüssig macht.


Warum ein Holzturm:
Regionale Wertschöpfung:
Projekte in Holz können durch regionales Gewerbe vom Förster über den Säger bis zum Zimmermann ausgeführt werden. Durch die Verarbeitung und den Einsatz des Rohstoffes Holz in der Region verbleibt ein Grossteil der Geldmittel vor Ort. So werden Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen, unnötige Transporte vermieden und die Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder nachhaltig gesichert.

Holz wächst und wächst und wächst:
Allein der Siblinger Wald produziert jedes Jahr über 4‘000 Kubikmeter nachhaltig nutzbares Holz. Dies entspricht ca. 100 Einfamilienhäusern, welche komplett in Holz gebaut werden könnten, ohne das Gesamtvolumen des Waldes zu schmälern.

CO2 Speicher:
Der Wald - respektive die Bäume - bindet während seinem Wachstum enorme Mengen an Kohlenstoffdioxid. Er trägt somit wesentlich zum Klimaschutz bei. In Zeiten steigender CO2-Emissionen sind gesunde Waldflächen, wie wir sie in Siblingen finden, ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Zukunft. In jedem Kubikmeter Holz wird 1 Tonne CO2 gespeichert, dies entspricht etwa dem Ausstoss eines neuen Autos über 10‘000 km.

Signalwirkung:
Als waldreiche Gemeinde hat Siblingen die Chance zu zeigen, was mit Holz möglich ist. Denn die vermehrte Verwendung von Holz führt zu einer höheren Nachfrage an Rundholz, was sich direkt wieder auf die Gemeindekasse auswirkt.


Höhe: 19 Meter Plattformhöhe
Geplante Nutzungsdauer:
Tragwerk: 50 Jahre
Abdichtung: 10 Jahre
Plattformen (Kerto): 25 Jahre

Vielen Dank an Raoul Müller für die interessanten Informationen und Bilder!

Samstag, 25. Mai 2013

Mobilmachung in Schaffhausen

Beim Obertor in Schaffhausen wird derzeit schweres Geschütz aufgefahren. Ob man wohl damit den Winter endlich in die Flucht schlagen will? Wir wissen es nicht - aber wenn dem so sein sollte, wünschen wir viel Erfolg - die winterlichen Temperaturen nerven!

Schweres Geschütz beim Obertor in Schaffhausen - Foto von Le Juge

Freitag, 24. Mai 2013

Wucherpreis für Kleinladen in Schaffhausen?

Wird hier ein Wucherpreis für ein Kleinladen mit Galerie an der Vordergasse in Schaffhausen verlangt?

Nun, wir wissen es nicht, aber jedenfalls scheint dies eine gewisse Person zu meinen, welche ihren Unmut auch gleich noch allen anderen Passanten kundtun möchte. Den Mietzins von 1'680.00 Fr. pro Monat scheint der Verfasser dieses kleinen Zetteleins für deutlich überrissen zu halten.

Wie gesagt, wir wissen es nicht und wünschen dem Vermieter trotz allem, dass seine Mietersuche dereinst von Erfolg gekrönt sein und der Laden des künftigen Mieters kräftig florieren wird.

Das Bild wurde uns von einem Schaffhausen.net Leser zugeschickt, herzlichen Dank dafür. Zusendungen nehmen wir jederzeit gerne per Email entgegen (siehe Blog-Impressum rechts).