Samstag, 14. August 2010

Widerstand gegen Kürzung Buslinie 8 "im Freien"

Das Quartier "Im Freien" (Stadt Schaffhausen) wird zukünftig noch etwas freier sein - nämlich frei von Bussen und dies täglich ab 20:00 Uhr. Gegen die beschlossene Einstellung der abendlichen Fahrten der Buslinie 8 ab dem 12. Dezember 2010 regt sich nun aber Widerstand. Es wurde von den Anwohnern eine Petition gegen die Abschaffung eingereicht.

Das Quartier "Im Freien" liegt sehr abgeschieden. Wieso es so weit abseits entstehen konnte, ist aus raumplanerischer Sicht nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Die Stadt empfiehlt den Anwohnern, den Bus Büsingen-Dörflingen zu benutzen. Das macht aber nur wenig Sinn, da dieser Bus unten am Rhein entlang fährt und man einen recht beschwerlichen Aufstieg auf sich nehmen müsste, um ins Freie zu kommen. Schlussendlich bleibt wohl nur die Möglichkeit, das Auto zu nehmen, was aus ökologischer Sicht wohl eher kontraproduktiv sein dürfte.

Der abendliche Bus wird abgeschafft, um Kosten zu sparen. Gleichzeitig werden allgemein aber die Billetpreise der Städtischen Busse erhöht. Durch die Abschaffung sollen 80'000.-- Fr. pro Jahr eingespart werden. Das städtische Gesamtbudget liegt jedoch laut den Schaffhauser Nachrichten bei ganzen 214 Millionen. Pro Tag fallen 16 Fahrten weg (hin und zurück zum Freien, Startzeiten beim Freien sind: 20:16 / 20:46 / 21:16 / 21:46 / 22:16 / 22:46 /23:16 und 23:37 Uhr).

Das Quartier im Freien macht sich zudem Sorgen um die Standortatraktivität. Es wird schwierig sein, neue Anwohner ins abgelegene Quartier zu locken, wenn ab 20:00 Uhr keine Busse mehr verkehren.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Es wird schwierig sein, neue Anwohner ins abgelegene Quartier zu locken, wenn ab 20:00 Uhr keine Busse mehr verkehren." - Quatsch! Die "Goldküsten"-Gemeinden Langwiesen, Feuerthalen, Flurlingen, Uhwiesen und Dachsen sind etwa ähnlich "schlecht" erschlossen mit dem ÖV und in den letzten Jahren trotzdem stark gewachsen. Die 214 Mio. Fr. sind übrigens das Gesamtbudget der Stadt, das der VBSH ist wesentlich kleiner, die 80'000 sind also nicht "nichts" im Verhältnis dazu.

Anonym hat gesagt…

Hallo anonymous Nummer 1
Zum Budget hat ja auch niemand etwas anderes geschrieben. Erst zu Ende lesen!
Guter öV ist heute ein Muss im Standortwettbewerb: Auch die "Goldküstengemeinden" haben Halbstundentakt, der unter anderem von Schaffhausen finanziert wird (z.B. Langwiesen, Feuerthalen; Flurlinger benützen Bahnhof und Bus ab Neuhausen)!
Wer organisiert eigentlich die Widerstandsbewegung?

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