Samstag, 5. November 2011

Wird Schaffhausen wieder zu Schlaffhausen?

Die AG Centro macht mal wieder von sich reden. Die Situation in Schaffhausen hinsichtlich Lärm, Littering, Pöbeleien und Vandalismus sei unbefriedigend, so die zuständige Stadträtin Jeanette Storrer. Das Hauptproblem seien die Nächte von Donnerstag auf Freitag, Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag. Es brauche hierfür vor allem in den frühen Morgenstunden nach wie vor eine sehr grosse Polizeipräsenz.

Nach einer sehr rigorosen Regelung der Polizeistunde (bereits um 2 Uhr morgens war Zapfenstreich - skandalös!) kam es nach grossen Protesten 2004 zu einer Lockerung, so dass Clubs, Bars und Discos mit einer relativ einfach zu erhaltenden Sonderbewilligung bis 5 Uhr morgens geöffnet haben können. Hierfür mussten aber auch die Gastwirte einiges leisten. So haben sie beispielsweise einen Türsteher zu engagieren, der vor der Tür für Ruhe und Ordnung besorgt ist und darauf achtet, dass keine Flaschen und Gläser auf die Strassen mitgenommen werden.

Eine Verkürzung der Öffnungszeiten, die derzeit bis 5 Uhr morgens gelten, wird derzeit diskutiert. Die Rückführung der strengen Polizeistunde sei jedoch laut Jeanette Storrer kein Thema. Die Polizeistunde ist derzeit in Schaffhausen am Wochenende um 24 Uhr und unter der Woche um 23 Uhr.

Ob eine Verkürzung der Öffnungszeiten wirklich etwas bringt ist aus Sicht von Schaffhauen.net höchst fraglich. Die Personen, die erst zwischen 4:30 und 5:30 Uhr nach Hause gehen, werden für sich genommen kaum grossen Lärm generieren. Sie haben sich in den Clubs ausgetobt und schlendern müde nach Hause. Durch eine Verkürzung der Öffnungszeiten käme es jedoch zu einer Ballung derjenigen, die die Clubs verlassen (was im Übrigen nicht gleich bedeutend ist mit "nach Hause gehen". Wer bis um 5 Uhr unterwegs sein möchte, der macht dies dann einfach auf der Gasse, was zu weiterem Lärm und keiner Beruhigung der Situation führt). Werden die Öffnungszeiten reduziert, beispielsweise auf 3 Uhr, wird ein Grossteil derjenigen, die vorher bis um 5 Uhr in den Clubs verweilten (und niemanden störten), sich auf der Gasse tummeln und für noch mehr Lärm sorgen.

Zugenommen hat die Lärmbelastung im Übrigen wahrscheinlich hauptsächlich wegen dem Rauchverbot. Wer eine Zigarette rauchen möchte, muss (zumindest bei fehlendem Fumoir) das Etablissement verlassen und sich auf die Gasse begeben. Vor der Türe trifft er natürlich auf Gleichgesinnte - und wir wissen alle, Raucher sind einander jeweils sehr sympathisch und befinden sich in Kürze in eloquenten Gesprächen, welche bei weiteren Zigaretten heiter fortgeführt werden. Doch dafür können weder die Gastronomen noch die Partygänger etwas - und die Raucher natürlich schon mal überhaupt gar nicht ;-). Es wäre unschön, wenn die Schaffhauser Partygänger für das brave Befolgen des Rauchverbotes mit kürzerem Ausgang bestraft würden.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

SCHAFFHAUSEN IST VERÄNDERT WORDEN - WAR NOCH NIE KANTON SH GEWORDEN, NUN SH WURDE MARDUKSTAATSGEBIET - WEITERES UNTER WWW.STATE-UNION.US UNTER DEM LINK SCHAFFHAUSEN KINGDOM OF MARDUK DIE FAKTEN DOKUMENTIERT HABEN. BERN KANNS NICHT VERWERFEN, KING MARDUK HATS ERWIRKT.

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