Mittwoch, 14. Mai 2014

Thomas Feurer - Stadtpräsident tritt Ende 2014 zurück

Stapi Thomas Feurer (Foto: thomas-feurer.ch)
Wie die Stadt Schaffhausen heute mitteilt, tritt der Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feuer Ende des Jahres 2014 vorzeitig zurück. An der Sitzung des Stadtrates vom 13. Mai 2014 hat Stadtpräsident Thomas Feurer mit folgendem Schreiben seinen Rücktritt bekannt gegeben:

Schreiben von Thomas Feurer

Platz für neue Kräfte
Mit Datum vom 13. Mai 2014 habe ich den Stadtrat von meinem Rücktritt als Schaffhauser Stadtpräsident per Ende 2014 in Kenntnis gesetzt. Der Entschluss zum vorzeitigen Übertritt in den Ruhestand, nach 18 Jahren Mitgliedschaft in der Stadtregierung und in der Mitte der regulären Amtszeit, reifte in den letzten Monaten und hat vor allem persönliche Gründe. Im Vordergrund steht der Wunsch, mit 62 Jahren noch einmal ein neues Kapitel in der Biographie aufzuschlagen und die Agenda für den letzten Lebensabschnitt selbst und mit meiner Frau gestalten zu können.

Nach fast zwei lehrreichen und äusserst spannenden Jahrzehnten stellte ich in den letzten Monaten fest, dass meine Geduld für langwierige und aufreibende Debatten gelitten hat. Sie kann deshalb den Anforderungen einer umfassenden Mitverantwortung für die Führung dieser Stadt in unserem komplexen und durch unterschiedlichste Interessen geprägten System nicht mehr in allen Aspekten gerecht werden. Viele wichtige Entscheidungen wie zum Beispiel die Schulanlage auf der Breite, aber auch Wohnraumentwicklungsvorhaben und Weichenstellungen im Zusammenhang mit der Energiewende, sind blockiert oder bleiben im Parteiengezänk stecken. Diese Unentschlossenheit in der Lösungsfindung kontrastiert mit der beneidenswerten Form, in der sich unsere schöne Stadt präsentiert. Die privaten und öffentlichen Infrastrukturen sind in einem erfreulichen Zustand, die finanziellen Eckwerte sind im Lot und wir haben gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Ich wünsche mir deshalb vor allem, dass mein Rücktritt Kräfte freisetzen kann, die die grossen Chancen unserer Stadt erkennen und mit Lust und Können weiter entwickeln. Als langjähriger Sozial- und Kulturreferent hoffe ich ausserdem, dass sich unser Gemeinwesen weiterhin solidarisch mit den weniger Privilegierten zeigt und sorgfältig mit den schöpferischen Kräften umgeht. Ich bin mir bewusst, dass es ein grosses Privileg war, so lange an verantwortlichen Stellen an den Geschicken Schaffhausens mitwirken zu können. So konnte ich an meinen Aufgaben im Sozial-, Kultur- und Energiebereich wachsen und hatte dabei die nicht selbstverständliche Gelegenheit, mit vielen engagierten und professionellen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Meinen Mitarbeitenden auf allen Stufen sowie meinen Partnern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und dem Sozialbereich danke ich für die vielen bereichernden Jahre. Ein besonderer Dank geht an meine Kollegen im Stadtrat, die sich ausnahmslos mit grosser Kraft für unser Gemeinwesen einsetzen. Der städtischen Bevölkerung danke ich für das langjährige Vertrauen. Ich bin sicher, dass Schaffhausen seinen Platz als Kantonshauptort und wichtiges regionales Zentrum dank seiner Substanz und seinen kreativen Köpfen behaupten wird.

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